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Traum vom Basketball-Derby vor Rekordkulisse in Dresden

Spring-Break-Game Traum vom Basketball-Derby vor Rekordkulisse in Dresden

Die Dresden Titans werden im Frühjahr 2017 ein Event-Game in der Energieverbund-Arena austragen. Wie der Basketball-Zweitligist gestern mitteilte, empfängt er am 1. April die Niners aus Chemnitz zum Sachsenderby und rechnet mit einer Rekordkulisse von rund 5000 Zuschauern. Allerdings ist der Zeitplan gewagt.

Titans-Kapitän Walter Simon, Sportbürgermeister Peter Lames, Titans-Geschäftsführer Peter Krautwald und Niners-Präsident Martin Schuster (v. l.) wagten sich gestern mit Basketbällen aufs Eis der Energieverbund-Arena. Beim „Spring Break Game“ am 1. April 2017 sollen die Sportler aber deutlich rutschfesteren Boden unter den Füßen haben.

Quelle: soccerfoto

Dresden. Erst Eishockey im Fußballstadion, nun Basketball in der Eishalle. In Dresden wird es reichlich ein Jahr nach dem „Winter-Derby“ im Dynamo-Stadion zwischen den Eislöwen und den Füchsen erneut ein Sportereignis in ungewöhnlicher Umgebung geben. Die Dresden Titans planen, unter dem Namen „Spring Break Game“ das Sachsenderby gegen die Niners Chemnitz zum Hauptrundenabschluss am 1. April 2017 in der Energieverbund-Arena auszutragen. Das gab der in die 2. Basketball-Bundesliga ProA aufgestiegene Verein am Dienstag bekannt.

„Der Erfolg des Winter-Derbys hat uns Mut gemacht“, bezieht sich Titans-Geschäftsführer Peter Krautwald auf das Eishockeyspiel im Januar vor mehr als 31000 Zuschauern. Als die Dresdner Basketballer zum Ende der vergangenen Saison in den Playoffs letztlich erfolgreich um den Aufstieg kämpften, war auch die Margon-Arena an der Bodenbacher Straße bestens gefüllt. Das Halbfinale bestritten sie vor 3000 Zuschauern in ausverkauftem Haus. Nach dem Aufstieg sieht der Verein die Chance, beim Derby noch mehr Zuschauer anzulocken und weitere Zielgruppen anzusprechen. Deshalb wolle man einmalig in die größere Spielstätte im Ostragehege ausweichen, wo inklusive Zusatzbestuhlung und Logen sogar 5270 Fans Platz finden könnten. „Chemnitz ist die richtige Wahl. Ich kenne die Fans. Das ist eine verrückte Truppe, bis 400 Leute kommen an dem Tag bestimmt mit nach Dresden“, prophezeit Walter Simon, einst bei den Niners und nun Kapitän der Titans.

Hoffen auf 5000 Zuschauer

„Ein Auftritt vor größerem Publikum ist eine gute Sache, die man probieren sollte. Das wird dem Dresdner Basketball noch mehr Schwung geben“, versichert Niners-Präsident Martin Schuster, der mit solchen Event-Spielen schon gute Erfahrungen gemacht hat. Beim „X-Mas-Game“ spielten die Niners im Dezember 2015 erstmals in der Chemnitz-Arena. Über 5200 Fans beim Derby gegen die Oettinger Rockets Gotha pulverisierten damals den alten Zuschauerrekord der gesamten Saison. „Ich hoffe, dass auch diese Halle bis auf den letzten Platz gefüllt sein wird“, sagt der Boss der Chemnitzer Basketballer.

Peter Krautwald rechnet mit 4500 bis 5000 Zuschauern, die Kosten ließ er sich nicht entlocken. Falls die Rechnung nicht aufgeht, soll es jedoch einen städtischen Rettungsschirm geben. „Ich wusste erst nicht, ob das ein Aprilscherz ist, aber wir als Stadt unterstützen das Spiel voll und ganz. Im Gespräch ist eine Fehlbetragsfinanzierung aus der kommunalen Sportförderung, um ein eventuelles Kostendefizit auszugleichen“, sagt Sportbürgermeister Peter Lames. Im Klartext: Wird das Event-Game für die Titans ein Minusgeschäft, kommt die Stadt für den Schaden auf. Das Modell gab es auch beim Winter-Derby, kam aber angesichts des Einnahmeerfolgs nicht zur Anwendung. Der Zuspruch der Zuschauer hängt auch vom sportlichen Erfolg der „Elberiesen“ in ihrer neuen Liga ab.

Gewagter Zeitplan

Mit einem gewissen Risiko verbunden ist zudem der Zeitplan, denn sollten die in der Halle beheimateten Dresdner Eislöwen am Ende ihrer Saison das Playoff-Halbfinale erreichen, würden sie am Abend vor dem Basketballspiel noch in der Eis-Arena aktiv sein. Unmittelbar nach dem Spiel würde dann der Abbau beginnen, am nächsten Morgen ab 6 Uhr werde der Basketball-Bodenbelag verlegt. „Rambazamba. Das wird eine Punktlandung“, ist sich Lames des engen Zeitplans bewusst. Am Tag nach der Partie könnte es übrigens das nächste Eishockeyspiel geben, auch die Rückverwandlung in die Eisarena müsste über Nacht erfolgen. Bei der Volleyball-Europameisterschaft der Frauen vor genau drei Jahren habe sich aber gezeigt, dass dies in der Energieverbund-Arena machbar sei.

Rund um das Basketballspiel soll es ein buntes Programm mit Showacts, einem Basketballturnier für die ganze Familie und eine Aftergame-Party geben. Tickets gibt es ab sofort online, an allen Vorverkaufsstellen und bei den Heimspielen der Titans. Das Spiel ist auch in der Titans-Jahreskarte enthalten. Stehplätze sind für Vollzahler ab 15 Euro zu haben, ein Sitzplatz kostet je nach Lage 20 bis 35 Euro.

Von Stefan Schramm

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