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Trainingsstart bei Dynamo Dresden: Pacult ruft zum Laktattest

Trainingsstart bei Dynamo Dresden: Pacult ruft zum Laktattest

Zweieinhalb Wochen Urlaub sind vorbei, ab heute Vormittag müssen die Profis von Dynamo Dresden wieder schwitzen: Um 10 Uhr trifft sich der Tabellen-16. der 2. Fußball-Bundesliga im Glücksgas-Stadion erstmals unter der Regie des neuen Cheftrainers Peter Pacult.

Dresden.

Von Jochen Leimert

Dresden. Zweieinhalb Wochen Urlaub sind vorbei, ab heute Vormittag müssen die Profis von Dynamo Dresden wieder schwitzen: Um 10 Uhr trifft sich der Tabellen-16. der 2. Fußball-Bundesliga im Glücksgas-Stadion erstmals unter der Regie des neuen Cheftrainers Peter Pacult. "Wir werden uns kurz vorstellen, uns austauschen, was wir voneinander erwarten. Dann geht es los", will sich der Österreicher gar nicht erst mit langen Vorreden aufhalten.

Sein Programm für den ersten Tag der Vorbereitung sieht als wichtigste Punkte die obligatorische Gewichtskontrolle bei den Spielern und einen Laktattest vor. Letzterer soll noch vor dem Mittagessen im Heinz-Steyer-Stadion stattfinden. Mit den dabei erhobenen Daten kann der neue Fitnesstrainer Christian Canestrini, der seit 13 Jahren als rechte Hand des Wieners fungiert, ihm außer bei Dynamo auch schon bei 1860 München, dem FC Kärnten, Rapid Wien und RB Leipzig assistierte, die möglicherweise vorhandenen Defizite bei den Spielern besser ausloten. Der Osttiroler mit italienischen Vorfahren wird die aktuelle Dynamo-Truppe wie die der Saison 2005/06 sicher dazu bringen, neue Muskelgruppen zu entdecken, "von denen die Spieler noch gar nicht wissen, dass es sie gibt", wie er seine Tätigkeit gern beschreibt. Canestrini und Pacult gelten als harte Hunde, mangelnde Fitness seiner Spieler hat dem Duo noch keiner vorwerfen können.

Dass die kommenden Wochen kein Zuckerschlecken werden, das weiß jeder bei den Schwarz-Gelben. Jede Vorbereitung tut weh - mal mehr, mal weniger. "Das ist doch nichts Neues für die Spieler, das ist ganz normal", glaubt Pacult. Er selbst lebt vor, was er von seinen Spielern verlangt - mit 53 Jahren ist der Wiener schlank wie eine Gerte.

Von den Spielern, die für Dynamo die Klasse halten sollen, werden heute fast alle aus dem Urlaub zurückerwartet. Nur Stürmer Lynel Kitambala darf nach seinem Innenbandanriss noch eine Weile in Frankreich seine Rehabilitationsübungen machen. Rechtsverteidiger Cheikh Guèye fehlt heute Vormittag zwar noch, wird aber im Laufe des Tages aus dem Senegal kommend in Dresden aufschlagen.

Noch nicht ganz klar ist, ob Innenverteidiger Bjarne Thoelke (Oberschenkelbeschwerden) heute mitmachen kann. Torwart Florian Fromlowitz ist indes nach Knieproblemen wieder gesund, Rechtsaußen Robert Koch konnte nach seinem Syndesmosebandanriss im linken Knöchel auch schon wieder laufen.

Neue Gesichter in der Mannschaft wird es heute noch keine geben. "Der Trainer will sich erst einmal ein Bild von den Spielern machen, die da sind", sagt Sportchef Steffen Menze. Ihm ist nach eigener Aussage auch noch kein Spieler bekannt, der den Verein im Winter verlassen möchte. Inwieweit sich durch Abgänge noch Platz für Neuverpflichtungen ergibt, ist also völlig offen. Ein bis zwei Zukäufe sind aber auch ohne Abgang möglich, erklärte Geschäftsführer Christian Müller bei Pacults Präsentation kurz vor Weihnachten. Und auch bei seiner ersten Amtsübernahme an der Lennéstraße holte der Österreicher mit Jan Koziak, Ivo Ulich und Tomáš Votava drei neue Leute, die Rückkehr von Maik Wagefeld hatte noch Pacults damaliger Vorgänger Christoph Franke eingefädelt. Sich nicht mit dem Thema Verstärkungen zu beschäftigen, das geht laut Pacult auch gar nicht: "Es rufen ja ständig Berater an und bieten Spieler an. Wir werden schauen, was machbar ist. Es wird jedenfalls keine Schnellschüsse geben."

Umgeschaut wird sich bei Dynamo auch nach einem Gegner, der noch vor der Abreise ins Trainingslager am 12. Januar für ein Testspiel bereitstünde. "Ich möchte gern eine deutsche Mannschaft, die von der Mentalität her ähnlich ist. Viele klassentiefere Mannschaften trainieren aber leider noch nicht. Und da die 3. Liga schon eher beginnt, wird es auch nicht einfach, jemanden zu finden. Es wollen ja auch nicht alle gegen uns spielen. Wir werden aber alles versuchen, wir haben ja nicht viel Zeit", sagte Pacult, für den das erste von noch 15 Punktspielen schon am 1. Februar (18 Uhr) gegen den MSV Duisburg ansteht.

Bis dahin möchte er auch entschieden haben, wer künftig die Kapitänsbinde trägt. Zuletzt war es wie bis zum Sommer 2011 Routinier Cristian Fiel, der beim 1:1 bei 1860 München das Amt übernahm, weil mit Robert Koch, Romain Brégerie, Anthony Losilla und Sebastian Schuppan nacheinander andere Kandidaten ausgefallen waren. In einem Interview kündigte Pacult bereits an, dass er keine Probleme damit habe, auch einen Ausländer mit der Aufgabe des Spielführers zu betrauen. Sein Signal an die Mannschaft ist unmissverständlich - bei ihm werden die Karten neu gemischt, kein Spieler darf sich seiner Pfründe sicher sein. Soll das große Ziel Klassenerhalt gelingen, dann müssen sich alle straffen, denn die Konkurrenz schläft nicht und Dynamo muss vier Punkte Rückstand auf den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz aufholen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.01.2013

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