Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Trainersuche bei Dynamo Dresden: Kosta Runjaic rückt auf die Pole Position vor

Trainersuche bei Dynamo Dresden: Kosta Runjaic rückt auf die Pole Position vor

Nach seinem freiwilligen Ausstieg beim MSV Duisburg wurde er Ende Mai schon als neuer Trainer des 1. FC Köln gehandelt, nun scheint Kosta Runjaic der Favorit auf den vakanten Posten bei Dynamo Dresden zu sein.

Voriger Artikel
Vom Mauerblümchen zur Mutter der Kompanie - Kerstin Tzscherlich sagt tschüss
Nächster Artikel
Emotionaler Abschied: Volleyballerin Kerstin Tzscherlich beendet Karriere beim Dresdner SC

Kosta Runjaic zeigt gern auch mal Emotionen. Wird er neuer Dynamo-Trainer?

Quelle: Kevin Kurek

Der 42-Jährige wurde im "kicker" zum heißesten Anwärter auf die Pacult-Nachfolge erklärt und schaffte es gar mit einem Foto auf die Titelseite. Der in Wien geborene Sohn jugoslawischer Eltern, der im Rhein-Main-Gebiet aufwuchs und einen deutschen Pass besitzt, zählt zweifellos zu den aufstrebenden Kräften seiner Zunft. Als Armin Veh im März die Verantwortlichen bei Eintracht Frankfurt zwecks Vertragsverlängerung zappeln ließ, wurde Runjaic auch dort schon als möglicher Nachfolger gehandelt. Warum? Beim SV Darmstadt 98 und in Duisburg hat er seine Qualitäten als Chefcoach unter Beweis gestellt.

Beide Klubs hat der zweifache Vater, dessen Familie in der Nähe von Koblenz wohnt, schon einmal vor dem sportlichen Abstieg gerettet. Im März 2010 übernahm er den kriselnden Regionalligisten Darmstadt und schaffte die Wende. Nur ein Jahr später gelang ihm am Böllenfalltor der Aufstieg in die 3. Liga. Mit neun Siegen an den letzten neun Spieltagen kletterten die "Lilien" an die Spitze. Einer der Gründe für den Erfolg soll Runjaics gutes Händchen für junge Spieler gewesen sein. Ein Beispiel: Mittelfeld-Talent Yannick Stark blühte unter ihm auf - heute ist der 22-jährige Darmstädter Stammspieler bei 1860 München.

Im September 2012 verließ Runjaic aber die 98er aus Südhessen, um bei den "Zebras" in Duisburg-Meiderich Interimstrainer Ivica Grlic abzulösen. Der MSV war damals Tabellenschlusslicht der 2. Bundesliga, kam aber unter dem als geradlinig und kommunikativ geltenden Runjaic am Saisonende als Elfter ins Ziel. Wäre dem Verein nicht die Lizenz entzogen worden und die Mannschaft auseinandergefallen, hätte er gern an der Wedau weitergemacht.

Welch solide Arbeit Runjaic beim MSV geleistet hat, weiß Dynamos Sportchef Steffen Menze genau. Er beschäftigte sich zuletzt intensiv mit den Duisburgern, versuchte aber vergebens Spieler wie Sören Brandy oder Felix Wiedwald nach Dresden zu lotsen. Da Menze bis 2011 viele Jahre in Hessen gearbeitet hat, ist ihm der Name Runjaic auch schon länger geläufig. Ob er Runjaic aber im Aufsichtsrat durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Dort will man in Ruhe noch andere Optionen prüfen. Neben Runjaic werden derzeit noch Ralph Hasenhüttl (zuletzt VfR Aalen) und Olaf Janßen hoch gehandelt. Janßen, bisher Co-Trainer in Aserbaidschan, wird in Kürze frei, weil sein Chef Berti Vogts in Baku aufhören möchte. Auch der Name Heiko Scholz wird noch diskutiert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.08.2013

Jochen Leimert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr