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Trainer Gerd Leopold: Sachsen im Bobfahren gut aufgestellt

Interview nach der WM Trainer Gerd Leopold: Sachsen im Bobfahren gut aufgestellt

Die große Party blieb aus. Der Pirnaer Francesco Friedrich, frischgebackener Vizeweltmeister im Viererbob, hatte das WM-Double verpasst. Der wie Friedrich für Oberbärenburg startende Nico Walther kam auf Platz vier. Wir sprachen mit Gerd Leopold, dem Heim- und Bundestrainer der beiden, über sein WM-Fazit.

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Gerd Leopold.

Quelle: Archiv

Dresden. Die große Party blieb aus. Der Pirnaer Francesco Friedrich, frischgebackener Vizeweltmeister im Viererbob, ließ die WM bei einem Essen in Familie ausklingen. Der ebenfalls für Oberbärenburg startende Nico Walther, der mit Platz vier an einer Medaille vorbeigeschrammt war, stieß mit seinem Vater ebenfalls in familiärer Runde auf dessen Geburtstag an. Gerd Leopold, Bundes- und Heimtrainer der beiden Asse setzte sich in sein Auto und düste ins heimatliche Riesa. Wir sprachen mit dem 57-jährigen Erfolgscoach über sein WM-Fazit.

Haben Sie die Silbermedaille Ihres Schützlings gefeiert oder waren Sie eher traurig?

Gerd Leopold: Ich war weder am Sonntag noch bin ich irgendwann bereit, traurig zu sein. Ich habe wie immer zu Hause mit meiner Frau ein schönes Glas Wein getrunken. Wenn mir einer vor dieser WM gesagt hätte, dass wir Gold und Silber holen, wäre ich total happy gewesen. Und ich bin auch jetzt total zufrieden. Es ist der Lohn für eine sehr, sehr gute Saison. Ich ziehe allein schon den Hut vor der Leistung von Franz (Francesco Friedrich –Red.) im Zweier.

Er war nach dem ersten Tag aber so nah am Gold. Warum hat es nicht ganz geklappt?

Wir hatten es auf jeden Fall selbst in der Hand. Aber Franz sagte ja schon, dass ihm nach dem Sieg im Zweier der letzte Biss, dieser absolute Hunger gefehlt hat. Trotzdem wollte er natürlich Weltmeister werden. Doch im dritten Lauf waren die Jungs nicht heiß genug für eine Top-Startzeit und im vierten Lauf sind ihm im Eiskanal einfach zu viele Fehler unterlaufen.

Enttäuscht zeigte sich vor allem Nico Walther, der nach Silber im Vorjahr unbedingt wieder eine Medaille wollte. Wie sehen Sie seine Bilanz?

Insgesamt sehr positiv. Er hat sich am Start verbessert, es fehlt aber noch ein kleines Stück zu den absoluten Top-Teams. Doch er hat seine Zugehörigkeit zur Weltspitze in vielen Rennen bewiesen und sich auch im Zweier verbessert. Immerhin kann er am Wochenende am Königssee noch Gesamt-Weltcupsieger werden. Das wäre ein absolut geiles Ding für ihn und würde eine sehr gute Saison krönen. Franz könnte sogar Zweiter werden und damit einen sächsischen Doppelerfolg perfekt machen.

Ein Wort aus sächsischer Sicht zum vierten Platz der Oberbärenburgerin Stephanie Schneider.

Ihr ist nach so kurzer Zeit als Pilotin mit dem JWM-Titel und dem vierten WM-Rang ein sensationeller Einstieg gelungen. Da hat der Bundesstützpunkt ein weiteres heißes Eisen für die nächsten olympischen Spiele im Feuer.

Welche Schlüsse ziehen Sie für die Zukunft, welche Aufgaben stehen an?

Bei Franz müssen wir sehen, dass wir das hochintensive Training verletzungsfreier gestalten. Da sind uns ein paar Fehler unterlaufen, die wir abstellen müssen. Zudem werden wir ein verstärktes Mannschaftsstarttraining absolvieren, um alles noch besser zusammenzufügen. Bei Nico Walther geht es darum, das Athletik-training weiter zu intensivieren unddie Mannschaft zu verstärken, also den einen oder anderen guten Anschieber zu holen.

Interview: Astrid Hofmann

Von AstridHofmann

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