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"Toto" räumt bei Dynamo ordentlich auf

"Toto" räumt bei Dynamo ordentlich auf

Ein brummender Schädel, eine blutende Nase und einige blaue Flecke - nach dem wichtigen 3:2-Sieg gegen St.Pauli saß Anthony Losilla am Sonnabend mit kleinen Andenken auf dem heimischen Sofa.

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Anthony Losilla ist in seiner Fußballerkarriere noch nie abgestiegen. Dass ihm diese Erfahrung auch in Dresden erspart bleibt, davon ist der 27-jährige Franzose überzeugt.

Quelle: soccerfoto.de

"Das ist aber nicht schlimm. Wenn es dazu führt, dass wir immer gewinnen, stecke ich das gern ein", stören den 27-Jährigen die Blessuren nicht. Sein toller Auftritt, verbunden mit dem Tor zum 2:2-Ausgleich, hat ihm nicht nur die Berufung in die "Kicker-Elf des Tages" eingebracht. Auch Steffen Menze war voll des Lobes: "Wie Losilla aufgetreten ist, das war für mich sensationell. Was der eingesteckt hat, was der für ein Zweikampfverhalten gezeigt hat, wie er mit dem Kopf gerettet und wie er mit seinem Willen noch das Tor gemacht hat, das war fantastisch."

Losilla hat kein breites Kreuz, ist kein "Bulle", dennoch räumt er resolut im eigenen Sechzehner auf. Zuvor legte er auf der Sechserposition viele Kilometer zurück und schaltete sich gern ins Offensivspiel ein. Wegen der Sprunggelenksverletzung von Vujadin Savic muss er nun aber in der Innenverteidigung seinen Mann stehen. "Ich habe mich nach einigen Spielen daran gewöhnt. Natürlich gefällt es mir auf der Sechserposition besser, weil es nunmal mein Stammplatz ist. Aber wenn ich der Mannschaft so helfen kann, dann tue ich es gern", versichert der 1,85 Meter große Franzose.

Bereits in der Saison 2006/2007 spielte er beim AS Cannes (zusammen mit Mickaël Poté) in der Innenverteidigung und trug mit der Fünf ausgerechnet die Lieblingsnummer seines Kumpels Romain Brégerie. Dass mit dem Interimskapitän ein Landsmann neben ihm spielt, ist von Vorteil. "Die Kommunikation klappt hervorragend. Wir verstehen uns auch außerhalb des Platzes gut. Das macht es auf dem Rasen einfacher", weiß Losilla. Mit Brégerie bildet er eine Fahrgemeinschaft zum Training, beide haben seit Losillas Ankunft in Dresden viel Zeit miteinander verbracht. "Er hat mit am Anfang viel geholfen und mir die Stadt gezeigt. Wir haben uns zusammen Spiele anderer Zweitligisten angesehen und geschaut, wie wir gegen sie agieren müssen", so Losilla.

Mittlerweile bleibt der Fernseher aber sehr oft aus. Seit Ende Januar sind Anthonys Freundin Lauriane und Sohn Giulian, der Ende 2012 in Cannes zur Welt kam, in Dresden. Aus einer früheren Beziehung hat der Losilla noch die fünfjährige Tochter Lyna, die ihren Papa kommende Woche besucht und beim Spiel gegen Cottbus auf der Tribüne sitzt. Lauriane hat begonnen, Deutsch zu lernen. Auch "Toto", wie Losilla seit Kindesbeinen gerufen wird, schlägt sich schon gut. Mit dem Sprechen hält er sich allerdings noch zurück. "Mit fehlt ein wenig das Vokabular. Aber langsam kommen mir die Worte, die ich benötige, in den Sinn."

Am Freitag steht das wichtige Spiel zum 60. Geburtstag des Vereins bei Union Berlin an. "Wir fahren dahin, um Punkte zu holen. Ich bin davon überzeugt, dass wir nicht absteigen", sagt der 27-Jährige. Für die 2. Liga besitzt er in Dresden noch einen Vertrag bis Juni 2014, für die dritte Liga hat er keinen. Wie Brégerie ist Losilla aber noch nie abgestiegen. Auf diese Erfahrung will er auch gern verzichten - und dafür weiter ordentlich "aufräumen".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.04.2013

Tina Hofmann

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