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Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein vertreten Dresden bei der Kanu-EM in Brandenburg

Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein vertreten Dresden bei der Kanu-EM in Brandenburg

Vor drei Jahren wurde der Brandenburger Beetzsee für Tom Liebscher zum "Goldsee". Bei der Junioren-WM paddelte der damals 17-Jährige vom KC Dresden bei drei Starts zu drei Titeln.

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Tom Liebscher nimmt bei der EM in Brandenburg Medaillen ins Visier, im Einer über 500 Meter und im Zweier über 200 Meter gemeinsam mit Ronald Rauhe.

Quelle: Roland Weihrauch, dpa

Daran wird sich der inzwischen 20-Jährige, wenn er heute vom Trainingslager in Kienbaum nach Brandenburg reist, nur kurz erinnern. Denn an diesem Wochenende zählen vergangenen Lorbeeren nichts mehr. Doch goldig soll das Wochenende bei der Heim-EM für den Schützling von Landestrainer Jens Kühn erneut werden. Alle Vorzeichen sprechen dafür. Im Kajak-Zweier über die olympischen 200 Meter gewann Liebscher in dieser Saison mit seinem erfahrenen Potsdamer Partner Ronald Rauhe alle drei Weltcups in Mailand, Racice und Szeged mit deutlichem Vorsprung, wobei auch die russischen Weltmeister und Olympiasieger bezwungen wurden. Auch beim Präsidenten-Cup in der diesjährigen WM-Stadt Moskau hatte das deutsche Duo die Nase vorn.

"Natürlich melden wir Ambitionen auf den Sieg an, aber die Konkurrenz weiß jetzt, was wir können und wird in den letzten Wochen nicht auf der faulen Haut gelegen haben", glaubt Tom Liebscher, der mit dem zwölf Jahre älteren Olympiasieger Ronald Rauhe aber in den vergangenen Wochen ebenfalls "an der Feinabstimmung" gefeilt hat. Nach den bisherigen Ergebnissen sieht Jens Kühn der EM mit großem Optimismus entgegen: "Beide sind Top-Einerfahrer und ergänzen sich ideal. Ronny ist ein Startertyp, der auf den ersten Metern nichts anbrennen lässt, Tom ist der Mann für den zweiten Streckenabschnitt, bringt dann seine Ausdauer und Kraft zum Tragen." Liebscher selbst weiß, dass er von seinem Zweier-Partner eine Menge lernen kann: "Ronny bringt so viel Erfahrung aus dem Zweier mit. Er behält immer kühlen Kopf, bleibt gelassen, gerade am Start", so der Dresdner, der die Russen, Franzosen und Engländer als härteste Konkurrenten sieht.

Noch bevor das Duo am Sonnabend im Vorlauf Platz eins und damit die direkte Qualifikation für das Finale in Angriff nimmt, steht für Tom bereits am Freitag der Start im Einer über 500 Meter auf dem Plan. Dass der Weltmeister auf dieser nichtolympischen Distanz auch bei der EM Gold im Auge hat, sieht Trainer Kühn bei seinem Schützling fast als selbstverständlich an: "Trotz der Konzentration auf die 200 hat Tom nichts von seinen Stärken über 500 Meter eingebüßt und auch im Training wird weiter viel Wert auf seine Ausdauerfähigkeit gelegt. Er gehört in jedem Fall zu den Favoriten."

Liebscher freut sich, dass mit Steffi Kriegerstein vom WSV Am Blauen Wunder eine Trainingsgefährtin aus Dresden mit in Brandenburg vertreten ist: "Das spricht für die gute Arbeit unseres Trainers Jens Kühn, dem wir wirklich viel zu verdanken haben", so Liebscher. Die 21-jährige Kriegerstein gewann erst kürzlich mit ihrer Karlsruher Partnerin Sabrina Hering zweimal Gold bei der U23-EM in Frankreich. Damit empfahl sich das Duo auch für die EM der Großen, wo das Team im Zweier über 1000 Meter starten wird. "Eine Medaille traue ich ihnen zu", zeigt sich Jens Kühn zuversichtlich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.07.2014

Astrid Hofmann

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