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Titans-Trainer Thomas Krzywinski: "Wir sind jetzt wieder im Soll"

Titans-Trainer Thomas Krzywinski: "Wir sind jetzt wieder im Soll"

Kurz vor Weihnachten standen die Dresden Titans noch tief im Tabellenkeller der 2. Basketball-Bundes- liga Pro B Nord, doch inzwischen hat sie Trainer Thomas Krzywinski im Eiltempo auf Platz fünf geführt.

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Titans-Trainer Thomas Krzywinski stimmt seine Mannschaft mit energischer Ansprache auf den nächsten Gegner ein.

Quelle: soccerfoto

Vor dem Heimspiel gegen die Astrostars Bochum (morgen, 19.30 Uhr, Margon-Arena) erläutert der 32-Jährige die Gründe für die Wende.

Frage: Fünf Siege in Folge - da lacht das Herz des Trainers, oder?

Krzywinski: Auf jeden Fall sind wir jetzt wieder im Soll. Es ist gut, dass wir so eine Serie hinlegen konnten. Da haben wir ausgeglichen, was wir am Anfang der Saison vermasselt haben.

Wie erklären Sie sich diese Serie in einer Saison, die mäßig begann und zwischenzeitlich Abstiegsängste bei einigen Sympathisanten hervorrief?

In der Hinrunde hatten wir natürlich mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Wir haben nicht konstant, wenngleich auch keinen schlechten Basketball gespielt. Der Spielplan hat uns natürlich auch nicht geholfen, denn wir hatten da die weitesten Wege zu bewältigen, die für uns möglich waren. Zu Hause haben wir uns gut geschlagen, nur auswärts hat es eben nicht geklappt. Mit den Verstärkungen, die wir Ende letzten Jahres noch tätigen konnten, sind wir jetzt auch ein bisschen besser aufgestellt. Das spiegelt sich inzwischen auch in den Ergebnissen wider.

Welchen Anteil am Erfolg haben die im November nachverpflichteten Spieler Jaroslav Tyrna und Guy Aud?

Sie haben sicherlich einen großen Anteil, spielen beide bisher eine gute Saison für uns und werfen zielsicher von der Dreierlinie. Ich würde aus dem Bauch heraus sagen, dass Jaro gerade der beste Dreierschütze der Liga ist. Seine Trefferquote ist unglaublich hoch. Ich hoffe, sie bleibt uns noch eine Weile erhalten. Sie bringen beide unheimlich viel Erfahrung mit und gerade in den engen Spielsituationen die nötige Ruhe und Abgeklärtheit, die man braucht. Das hat man gerade in Rostock wieder gesehen.

Am 3. Januar hat die Mannschaft mit dem 70:60-Erfolg in Leipzig den Auswärtsfluch besiegt. Haben Sie danach aber wirklich geglaubt, dass Ihr Team auch beim Tabellenführer in Rostock gewinnen kann?

Wir sind sehr positiv in dieses Spiel gegangen. In dieser Liga geht es wirklich sehr eng zu. Es zeigt sich jede Woche, dass jeder jeden schlagen kann. Das ist in diesem Jahr wirklich nicht nur ein abgedroschener Spruch - die Liga ist so ausgeglichen, dass man keinen Gegner besonders fürchten muss. Natürlich muss man Respekt haben, den hatten wir auch vor den Sea Wolves, aber eben keine Angst.

Das Selbstvertrauen ist bei Ihrer Mannschaft nach dem 77:69 an der Waterkant sicher noch einmal enorm gewachsen. Brauchen Ihre Spieler jetzt noch Motivationshilfe vor der Partie gegen Bochum?

Nein überhaupt nicht. Das Selbstvertrauen ist durch die Erfolge wieder da. Alles andere wäre auch eine Überraschung. Gegen Bochum haben wir jetzt die Chance, wieder einen Rang nach vorn zu klettern. Und zu Hause - bei der tollen Unterstützung unserer Fans - haben wir keinen Spieler dabei, der extra motiviert werden müsste.

Was muss die Mannschaft besser machen als im Hinspiel, als man beim 65:85 eine Klatsche einstecken musste?

In Bochum haben wir nicht gut gespielt, sehr viele individuelle Fehler gemacht. Das müssen wir in jedem Fall abstellen. Bochum hat ein paar sehr gute Dreierschützen, von denen auch maßgeblich das Spiel abhängt. Die Jungs müssen wir in den Griff kriegen.

Wen meinen Sie konkret?

Es gibt drei Spieler, die für Bochum in der ersten Fünf stehen: Felix Engel, James Sherburne und Chames Korbi. An Engel haben wir noch schlechte Erinnerungen aus dem letzten Jahr, wo er in den Playoffs für einen wichtigen Sieg gegen uns gesorgt hat. Alle drei haben auch ein gutes Spiel gemacht, als wir in Bochum verloren haben.

Haben Sie alle Mann an Bord? Sie selbst klingen erkältet...

Bei mir hält sich die Erkältung schon seit einigen Tagen, aber die Spieler sind alle fit.

Der Saison-Endspurt beginnt langsam. Welche Reserven sehen Sie noch bei Ihrer Mannschaft?

Wir müssen zum Glück momentan keine anzapfen, alle sind körperlich ganz gut dabei. Der Kopf ist frisch nach der Weihnachtspause. Wir müssen aus den verbleibenden sieben Spielen noch drei gewinnen, um es in die Playoffs zu schaffen. Aktuell hat ja selbst der Neunte eine ausgeglichene Bilanz und wäre nicht in den Playoffs, obwohl er eine Menge Siege einfahren hat. Es bleibt wirklich spannend bis zum letzten Spieltag. Alles hat jetzt schon etwas von Playoff-Atmosphäre.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.01.2015

Jochen Leimert

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