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Titans-Trainer Steven Clauss plant schon intensiv für die Pro A

Basketball Titans-Trainer Steven Clauss plant schon intensiv für die Pro A

Unter seiner Ägide haben die Dresdner Korbjäger einen großen Schritt nach vorn gemacht, nun plant der 58-jährige Coach die neue Saison in der 2. Bundesliga Pro A. Für die Mannschaft sucht er Spieler mit größerer athletischer Präsenz. Ein Umbruch ist unumgänglich, bietet die Liga den Dresdnern wie erwartet in Kürze das Spielrecht für die nächsthöhere Spielklasse an.

Titans-Trainer Steven Clauss denkt bereits über die Kader-Zusammenstellung für die Pro A nach.

Quelle: Archiv

Dresden. Als er im Januar den Trainerposten übernahm, da hingen die Dresden Titans im Tabellenkeller der 2. Basketball-Bundesliga Pro B fest. Unter der Leitung von Steven Clauss ging es aber rasch aufwärts – bis ins Play-off-Halbfinale. Nun winkt den Titans am Grünen Tisch gar der Aufstieg in die Pro A. Nach Saisonende zieht der 58-Jährige im DNN-Interview eine erste Bilanz und wagt auch einen Ausblick.

Frage: Sie arbeiten das erste Mal bei einem Ostverein. Haben Sie in Dresden etwas Neues dazugelernt?

Clauss: Ich bin begeistert von der Stadt Dresden und der Region. Es ist sehr schön hier, ich habe sehr nette Menschen kennen gelernt. Alles was ich bisher hier erlebt habe, steht in einem sehr positiven Licht. Die Möglichkeiten für Leistungssport in Dresden sind eigentlich sehr gut. Ich sehe daher für Basketball auch eine große Perspektive.

Sportlich lief es bestens für Sie. Sind Sie auch selbst rundum zufrieden? Trainer sind oft sehr kritische Geister...

Natürlich bin ich zufrieden. Man kann nie etwas dafür, wenn Spieler krank oder verletzt sind. Die Halbfinal-Serie gegen die Skyliners stand nicht unter einem sehr glücklichen Stern. Walter Simons Verletzung am Ende der zweiten Partie gegen Karlsruhe hat sich für uns in den Spielen gegen Frankfurt schon ausgewirkt. Dass David Sturner beim ersten Spiel gegen die Skyliners krank gefehlt hat und beim zweiten auch noch angeschlagen war, das hat man gesehen. Aber die Mannschaft hat trotz des schlechten Starts Charakter gezeigt und toll gekämpft. Wenn das zweite Spiel noch eine Minute länger gedauert hätte, hätten wir gewonnen. In der regulären Saison sind wir vom zehnten auf den fünften Platz geklettert, haben sieben von neun Spielen gewonnen. Ich hätte auch gern alle neun gewonnen, aber wir haben die Kiste trotzdem gedreht und auch in den Play-offs gezeigt, dass wir gegen gute Teams wie Karlsruhe gewinnen können.

Wo braucht der Kader mehr Qualität, wenn es in die Pro A hochgeht?

Das Ziel des Vereins ist die Pro A. Es ist klar, dass diese Liga um einiges stärker ist als die Pro B. Die Leistungsdichte und die Qualität der einzelnen Spieler sind deutlich höher. Wir werden uns definitiv deutlich verstärken müssen. In der Pro A darf ein ausländischer Spieler mehr auf dem Feld stehen, dadurch ist die Chance gegeben, sich mit einem Ausländer zu verstärken. Ausländische Spieler sind einfacher zu rekrutieren als deutsche mit sehr hoher Qualität. Wir können und werden eine stärkere Mannschaft für die Pro A zusammenstellen, um dann auch mit dem Ziel Play-offs zu agieren.

Welche Qualitäten müssen die neuen Spieler mitbringen?

Wenn man sieht, dass Jena und Vechta aufgestiegen sind, dann weiß man, dass sie zwölf gleich gute Spieler im Kader haben. Wenn man in der Pro A erfolgreich spielen will, braucht man eine tiefere Bank. Die Saison ist länger, man hat mehr Spiele – mit einem dünnen Kader ist man da nicht erfolgreich. Das Spiel in der Pro A ist vor allem athletischer, die Spieler sind physisch kräftiger und dominanter als in der Pro B. Wir brauchen also mehr Spieler mit athletischer Präsenz.

Sind Sie schon bei der Sichtung von Neuzugängen?

Der vergangene Sonntag war der erste Tag der Vorbereitung, ich habe nach der Niederlage am Sonnabend tags darauf angefangen, mit Spielern zu sprechen und zu überlegen, was wir in der nächsten Saison tun müssen. Die Planungen sind voll im Gange, es gibt keine Pause. In einer Woche geht die Vorbereitung für die Spieler, die bleiben werden, los. Da müssen wir technische und athletische Defizite bearbeiten.

Wann werden alle Spieler wissen, wie es mit ihnen weitergeht?

Bis Ende nächster Woche sollten alle wissen, wen wir behalten wollen. Dann beginnen die Verhandlungen mit den Agenten, mit den Spielern, um zu klären, ob man wieder zueinander findet.

Von Jochen Leimert

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