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Titans-Trainer Clauss wettert nach Niederlage: „Eine Karnevalsveranstaltung für den MBC“

Basketball Titans-Trainer Clauss wettert nach Niederlage: „Eine Karnevalsveranstaltung für den MBC“

Trainer Steven Clauss war stocksauer auf seine Mannschaft, die vor 1665 Zuschauern in der Margon-Arena erneut enttäuschte. Zwar war der Gegner kein Geringerer als der Tabellenführer aus Weißenfels, doch etwas mehr Biss gegen den MBC hatte er und hatten die Fans schon erwartet.

Mit hochrotem Kopf faltete Titans-Trainer Steven Clauss (l.) seine Spieler zusammen. Viel half es nicht.

Quelle: soccerfoto

Dresden. Es kommt im Profisport nur sehr selten vor, dass der Tabellenletzte den Spitzenreiter überraschen kann. Auch im Heimspiel der Dresden Titans gegen den Mitteldeutschen BC blieb das Wunder aus. Nur wenige Fans hatten an eine Sensation geglaubt, aber zumindest daran, dass ihr Team dem haushohen Favoriten einen großen Kampf liefern könnte. Doch die 1665 Zuschauer in der Halle sahen sich am Sonntagnachmittag getäuscht, denn die „Titanen“ ließen sich von den „Wölfen“ regelrecht auffressen. 67:114 (34:53) hieß es am Ende einer einseitigen Partie, die mit Abstand höchste Saisonniederlage war perfekt.

Titans-Trainer Steven Clauss war dementsprechend sauer und entschuldigte sich beim Publikum. Der 59-Jährige haderte vor allem mit den vielen leichten Ballverlusten seines Teams, das sich 20 Turnovers leistete und den Gästen 13 Steals gestattete. „Es tut einfach weh, wenn man den Ball einfach wegwirft“, schimpfte der Deutsch-Amerikaner. „Das ist peinlich, wenn man gegen eine Spitzenmannschaft spielen und im Spiel bleiben will“, wetterte er. „Indiskutabel“ fand er den Auftritt seiner Mannschaft: „Die meisten Spieler haben ihre Leistung nicht abgerufen – sie war einfach nicht da.“

Natürlich ist der erstligaerfahrene Gegner aus Weißenfels „eine andere Hausnummer“, wie auch Clauss einräumte, „wir können uns eigentlich auch nicht mit denen vergleichen, aber gegen so eine Mannschaft muss man sich zu Hause wehren, richtig wehren – zumindest ein Spiel daraus machen. Das war eher eine Karnevalsveranstaltung für den MBC“, fand der Coach deutliche Worte. Er tat sich schwer, dem Auftritt überhaupt etwas Positives abzugewinnen. Immerhin anerkannte er, dass die Mannschaft in den Anfangsminuten mitgehalten hatte. Ein schwacher Trost für die Truppe, die nach der Halbzeit gegen die immer souveräner aufspielenden MBC-Profis keine Chance mehr hatte.

„So hoch darf man nicht verlieren“, ärgerte sich Jusuf El Domiaty. Auch ihn frustrierten die einfachen Fehler, die sich seine Mannschaft erlaubt hatte: „Wir können vom MBC lernen, dass wir nicht so viele Turnovers machen dürfen. Da haben die viel zu viele einfache Körbe gemacht. Wir müssen auch den Ball besser bewegen. Wir hatten sieben Assists als Team. Ich glaube, das hatte ein Spieler von denen alleine.“ Man habe der überragenden Physis der Weißenfelser zu wenig entgegengesetzt, meinte der Combo Guard.

Eine Enttäuschung war wie schon am Freitag der Auftritt von Spielmacher Randal Holt, dem nur acht Punkte glückten. Der kleine US-Amerikaner kam an den bulligen Riesen der Gäste nicht wie gewohnt vorbei und verkrampfte. „Das ist er nicht gewohnt, dass er komplett aus dem Spiel genommen wird. Aber auch er muss lernen, das Spiel für die Mitspieler zu gestalten und ihnen mehr Wurfgelegenheiten zu verschaffen“, kritisierte Clauss den Mann aus Cleveland, der sonst fast immer zweistellig trifft. Das gelang am Sonntag nur drei Mitspielern, während bei den Gästen nur drei nicht zweistellig trafen. Ein Beleg mehr dafür, dass zwischen beiden Teams Welten liegen.

Punktbeste Dresdner Werfer: Baues 16, Price 13, Sturner 10, Holt 8, von der Wippel 7.

Von Jochen Leimert

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