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Titans-Spielmacher Boucher: "Wie eine kleine Familie..."

Titans-Spielmacher Boucher: "Wie eine kleine Familie..."

Nur einen Monat hat Jason Boucher benötigt, um bei den Regionalliga-Basketballern der Dresden Titans nicht nur zum Top-Scorer, sondern auch zum Publikumsliebling zu avancieren.

Dresden .

Dresden (DNN). Nur einen Monat hat Jason Boucher benötigt, um bei den Regionalliga-Basketballern der Dresden Titans nicht nur zum Top-Scorer, sondern auch zum Publikumsliebling zu avancieren. Mit spektakulären Würfen begeisterte der US-Amerikaner aus Menominee im Bundesstaat Michigan schon die Fans in Weiden, Landsberg und Gotha. Im DNN-Interview erzählt er, welche Pfade ihn nach Dresden führten und was er sich vom morgigen Sachsenderby gegen den USC Leipzig (18 Uhr, Margon-Arena) erwartet.

Frage: Wie kommt es, dass ein waschechter Amerikaner wie Sie schon seit einigen Jahren in Deutschland auf Korbjagd geht?

J. Boucher: Mit Ausnahme von einem halben Jahr in Mexiko habe ich außerhalb meiner Heimat nur in Deutschland gespielt. 2004 besuchte ich einen guten Freund, der zu dieser Zeit für Weiden spielte. Während meines Aufenthalts trainierte ich mich dem Team. Als die Verantwortlichen mich dann spielen sahen, entschieden sie, mich für die zweite Saisonhälfte zu verpflichteten. Ich fühle mich in Deutschland sehr wohl und würde gern meine Sportkarriere hier ausklingen lassen. Ich bin jetzt 31 Jahre alt, also sollten schon noch ein paar Jahre drin sein.

Ihre Heimatstadt ist mehr als 7000 Kilometer von hier entfernt. Haben Sie niemals Heimweh?

In der ersten Zeit, nachdem ich nach Deutschland gekommen bin, hatte ich oft Heimweh, aber nun bin ich schon einige Jahre hier und komme damit klar. Deutschland ist zu meiner zweiten Heimat geworden.

Was sind Ihre ersten Eindrücke von Dresden im Allgemeinen und den Titans im Besonderen?

Die Stadt ist herrlich, und meine Teamkameraden sind großartig. Ich wurde mit offenen Armen empfangen, das schätze ich sehr. Die Jungs geben mir das Gefühl, dass ich hier willkommen bin. Wir sind wie eine kleine Familie, auf und neben dem Spielfeld.

In Gotha hat Sie der Präsident der Rockets auf Schultern durch die Arena getragen. Wieso haben Sie den Thüringern dennoch den Rücken gekehrt?

Wie ich nach Dresden gekommen bin, ist eine lange Geschichte. In der letzten Saison habe ich für Gotha in der ProB gespielt. Ich hatte dort eine tolle Zeit und ging davon aus, dass ich auch in der aktuellen Saison für die Rockets auflaufen werde. Allerdings wechselte man im Sommer den Trainer und der neue Coach setzte auf eine Neuausrichtung. Also musste ich gehen. Meine Absicht war es dann, gleich um die Ecke für Science City Jena in der ProA zu spielen, aber in der letzten Minute ging etwas schief, so dass ich zwischenzeitlich ohne Vertrag da stand. Dann nahm ich Kontakt nach Dresden auf, bin froh, dass es geklappt hat.

Was wollen Sie mit den Titans erreichen?

Ich möchte, dass wir als Team mit jedem Spiel besser werden und in jedem Match über 40 Minuten unser Bestes geben, damit wir am Ende die Meisterschaft gewinnen und in die 2.Bundesliga ProB aufsteigen.

Morgen wartet für den Tabellenführer das Sachsenderby gegen den USC Leipzig II. Der Verein hofft auf eine volle Arena. Was erwarten Sie?

Ich hoffe, dass wir das abrufen, was wir drauf haben, dann sollten wir gegen Leipzig siegen. Ich hoffe, dass auch unsere Fans richtig loslegen und wir morgen ein Basketballfest feiern. Schließlich sind Derbys immer eine feine Sache.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.11.2011

Interview: Peter Sedlacek

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