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Titans-Geschäftsführer Peter Krautwald über den bislang mäßigen Saisonverlauf

Interview Titans-Geschäftsführer Peter Krautwald über den bislang mäßigen Saisonverlauf

Nur vier Siege bei sechs Niederlagen - es läuft nicht rund bei den Dresden Titans in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B. Der heimliche Aufstiegsanwärter hinkt seinen eigenen Ansprüchen als Achter weit hinterher.

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Peter Krautwald

Quelle: Dresden Titans

Dresden. Nur vier Siege bei sechs Niederlagen - es läuft nicht rund bei den Dresden Titans in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B. Der heimliche Aufstiegsanwärter hinkt seinen eigenen Ansprüchen als Achter weit hinterher und steht vor dem Heimspiel am Sonnabend (19 Uhr) gegen Saarlouis schon arg unter Druck. Die DNN sprachen darüber mit Geschäftsführer Peter Krautwald.

Frage: Wie fällt Ihr Zwischenfazit kurz vor Ende der Hinserie aus?

Krautwald: Natürlich sind wir sportlich nicht zufrieden, das muss man ganz klar sagen. Das ausgegebene Saisonziel war, unter die besten Vier zu kommen. Wenngleich man das letzte Spiel in Karlsruhe mit drei Punkten verlieren kann. Karlsruhe spielt oben mit, wo wir auch hinwollten. Das zeigt, wie eng es zugeht. Wir hätten das Spiel nach dem Verlauf her auch gut und gerne gewinnen können. Was uns wehtut, das sind die unkonzentrierten Leistungen gegen Weißenhorn, Leipzig oder Frankfurt, wo viel mehr drin war.

Die Leistungsschwankungen sind sehr groß - selbst bei Routiniers wie Andrew Jones. Wie kriegt man mehr Stabilität auf höherem Niveau rein?

Wir sind momentan in der Analysephase. Ich glaube, dass wir eine Mannschaft beisammen haben, die das leisten kann. Wir können gegen Topteams durchaus gewinnen, wir haben das in Karlsruhe oder in Elchingen gezeigt. Leider können wir auch gegen jedes Team der Liga verlieren. Wenn ich wüsste, wie wir das ändern können, hätte ich das sofort getan. Fakt ist, dass wir unzufrieden sind und überlegen, wie es besser wird.

Letztes Jahr hat man um diese Zeit mit Jaroslav Tyrna und Guy Aud zwei neue Spieler geholt. Eine Option auch diesmal?

Es gibt da im Moment keinen hundertprozentigen Plan. Wir prüfen derzeit unsere Möglichkeiten. Zum einen im sportlichen Bereich nach dem Motto: Wo kann man auf dem Feld den Hebel ansetzen? Wir sind dabei, mit den Spielern Einzelgespräche zu führen. Auf der anderen Seite muss man prüfen, wie der wirtschaftliche Rahmen es zulässt, dass man personell noch einmal nachlegt, wie man das letztes Jahr gemacht hat. Wir besprechen das mit unseren Unterstützern, ob wir da noch einmal aktiv werden können oder nicht. Wir sind kein Verein, der von einem Mäzen abhängig ist. Wir werden aber nichts übers Knie brechen, da wir nicht in akuter Abstiegsgefahr sind. Aber natürlich wollen wir besser dastehen und das letzte Spiel der Hinrunde gegen Saarlouis unbedingt gewinnen.

Sie halten an Ihrem Saisonziel fest?

Natürlich. Wir haben mit Karlsruhe und Ehingen zwei Teams an der Tabellenspitze, die für uns schwer einzuholen sind. Aber wenn man sich die Tabelle anschaut, dann ist ab Platz drei alles noch so eng beisammen, dass man durchaus noch in die Play-down-Runde rutschen kann. Genauso kann man in den drei Spielen vor Weihnachten noch auf Platz vier klettern. Man hat letztes Jahr gesehen, dass man das Ruder durchaus noch herumreißen kann. Letztes Jahr standen wir auf dem letzten Platz, da war die Liga deutlich enger. Es gab nicht solche Ausreißer nach oben und unten, wie das in diesem Jahr der Fall ist. Wir verfallen also nicht in Panik.

Die Mannschaft hat beim 68:71 in Karlsruhe sogar geführt, es dann doch nicht ganz geschafft zu gewinnen. Kann sie daraus trotzdem Selbstvertrauen ziehen?

Sie kann darauf aufbauen. Leider hat uns die Aufholjagd im dritten Viertel viel Kraft gekostet und am Ende hat etwas davon gefehlt. Wir haben uns dort zurückgekämpft, das war die richtige Antwort. Leider verfügen wir über keinen Rouven Roessler, der schon in der Bundesliga zu Zeiten Topscorer war, in denen es keine Beschränkungen für Amerikaner gab. Er hat in den letzten zwei Minuten zwei, drei Würfe rausgeknallt, die uns sehr, sehr wehgetan haben.

Der Handball-Drittligist HC Elbflorenz hat gerade seinen Trainer beurlaubt. Muss sich Titans-Coach Thomas Krzywinski auch Sorgen um seinen Job machen?

Definitiv muss er das zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Natürlich führt man in so einer Situation auch Gespräche mit dem Trainer. Aus meiner Sicht gibt es aber einen Grund, der die Titans in den letzten Jahren erfolgreich gemacht hat: Kontinuität. Man hat eben nicht wild den Trainer ausgetauscht.

Interview: Jochen Leimert

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