Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Thümmrich geht, Clauss kommt zu den Dresden Titans

Basketball Thümmrich geht, Clauss kommt zu den Dresden Titans

Kurz vor dem Jahresende rückten bei den Dresden Titans noch einmal zwei Personalien in den Fokus. Am Montag erklärte zunächst Vereinspräsident Falk Thümmrich seinen Rücktritt zum 31. Dezember, dann verkündete die Spielbetriebs-GmbH die Verpflichtung von Steven Clauss.

Voriger Artikel
TSV-Reserve verlässt die Abstiegsränge
Nächster Artikel
Dresdner Eislöwen verlieren in Bietigheim mit 3:6

Steven Clauss übernimmt ab dem 2. Januar die Betreuung der Dresdner Pro-B-Basketballer. Der 58-Jährige arbeitete zuletzt in Hanau.

Quelle: imago

Dresden. Bei den Dresden Titans geht ein bewegtes Jahr nicht minder ereignisreich zu Ende. Am Montag sorgte der Basketball-Drittligist noch einmal für Schlagzeilen. Zunächst erklärte Vereinspräsident Falk Thümmrich seinen Rücktritt zum 31. Dezember, dann verkündete die Spielbetriebs-GmbH das Ende der Trainersuche. Als deren Ergebnis wird der Deutsch-Amerikaner Steven Clauss die Mannschaft übernehmen. Der 58-Jährige soll ab dem 2. Januar das Training der Truppe leiten und den Tabellenneunten noch sicher in die Playoffs führen.

Falk Thümmrich

Falk Thümmrich

Quelle: Archiv

Thümmrich erklärte seinen Rückzug aus dem Amt damit, die Aufgabe nicht mehr mit voller Kraft wahrnehmen zu können. „Es ist mir nicht länger möglich, neben meinem Vollzeithauptjob noch dauerhaft einen ehrenamtlichen Halbtagsjob für die Titans zu leisten“, schrieb der Schornsteinfegermeister in einer E-Mail an die Vereinsmitglieder und ergänzte darin: „Meine eigenen Ansprüche, es ausreichend gut zu machen, stehen im Widerspruch zu meinen persönlichen und gesundheitlichen Möglichkeiten.“ Er habe schon seit der Mitgliederversammlung im September diese Entscheidung favorisiert, leider sei es seither nicht gelungen, intern einen Nachfolger zu finden. Interimsweise übernehmen seine Aufgaben nun die Vizepräsidenten Kai Deitermann und Birgit Kleine-Natrop.

Dass er nicht gleich aufgehört habe, habe laut Thümmrich auch damit zu tun, dass der Vorstand noch ein wichtiges Projekt zu Ende bringen wollte: den Verkauf von Anteilen der GmbH an einen neuen Gesellschafter. Das Vorhaben sei Anfang Dezember geglückt, so Thümmrich. Den Namen des Neugesellschafters – der Dresdner Unternehmer und ehemalige Dynamo-Aufsichtsratschef Thomas Bohn kaufte 49 Prozent der GmbH-Anteile – erwähnte Thümmrich zwar nicht, aber dessen Einstieg begrüße er: „Es ist mit einem fairen Vertragspaket gelungen, den Titans-Verein finanziell und damit strukturell für mehrere Jahre weitgehend abzusichern und parallel der Titans-GmbH gute Chancen für eine professionelle Weiterentwicklung zu ermöglichen.“ Dass die GmbH vor Weihnachten Trainer Thomas Krzywinski beurlaubte, bedauert Thümmrich zwar, doch die Entscheidung sei im Sinne der sportlichen und wirtschaftlichen Ziele der GmbH „wahrscheinlich auch richtig“. Er werde sich als Sponsor und einfaches Mitglied dennoch dafür einsetzen, dass Krzywinski dem Verein erhalten bleibt, wenn er das denn will.

Die Drittliga-Mannschaft wird aber nun Steven Clauss betreuen. Und mit ihm konnte die Geschäftsführung der GmbH einen sehr erfahrenen Basketball-Experten verpflichten. Der gebürtige New Yorker ist seit 35 Jahren Trainer und war von 2008 bis 2010 Sportdirektor beim Deutschen Basketball-Bund. Zuvor arbeitete er als Co-Trainer an BBL-Standorten wie Bamberg, Ludwigsburg und Frankfurt/Main. In Bamberg war er Assistent von Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann. Aktuell fungiert Clauss noch als Co-Trainer der deutschen U20-Auswahl, als Cheftrainer war er zuletzt bei den White Wings Hanau tätig. Die damals noch in der Pro-B-Südstaffel spielenden Hessen hatte er vergangene Saison nach einem Fehlstart von Ty Shaw übernommen und aus dem Keller noch zu 13 Siegen und Platz vier in der Hauptrunde geführt. In den Playoffs war erst nach drei engen Viertelfinalpartien gegen Rostock Endstation. „Steven hat einen großartigen Job gemacht und eine in Hanau nie dagewesene Euphorie entfacht“, schwärmte Hanaus Aufsichtsratsboss Harald Nickel damals. Dennoch gelang es nicht, sich mit Clauss auf einen neuen Vertrag zu einigen, obwohl die Hanauer wegen des Verzichts der in den Playoffs besser platzierten Teams sogar noch in die Pro A aufstiegen.

Einen neuen Kontrakt hat der Deutsch-Amerikaner nun bei den Titans unterschrieben – vorerst gilt das Arbeitspapier bis zum Saisonende. „Ich empfinde die Aufgabe in Dresden als eine sehr reizvolle Herausforderung, da die Mannschaft und die Stadt sehr viel Potenzial in sich birgt“, zitiert der Verein Clauss in einer Pressemitteilung. Der neue Coach kommt am Sonnabend vorerst allein nach Dresden. Ob er den Kader noch verstärken will, „darüber befinden wir uns in Gesprächen“, sagte GmbH-Geschäftsführer Peter Krautwald. Bis zum Eintreffen des neuen Coaches trainiert die Mannschaft für sich, dann gibt es am Wochenende vier Einheiten mit ihm. Für nächste Woche ist ein Testspiel beim Regionalligisten Erfurt geplant.

JOL

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr