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Thomas Popiesch erwartet enge Serie auf Augenhöhe

Duell Eislöwen gegen Ex-Coach Thomas Popiesch erwartet enge Serie auf Augenhöhe

Als sich die Dresdner Eislöwen zu Silvester von ihrem langjährigen Trainer Thomas Popiesch trennten, war an eine solche Konstellation nicht im Traum zu denken. Doch nur knapp vier Wochen später konnte zumindest darüber spekuliert werden. Da übernahm der 50-Jährige die Fischtown Pinguins Bremerhaven als neuer Chefcoach.

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Einst trainierte Thomas Popiesch die Eislöwen. Nun gibt er bei den Fischtown Pinguins die Kommandos.

Quelle: Foto: Archiv

Dresden. Als sich die Dresdner Eislöwen zu Silvester von ihrem langjährigen Trainer Thomas Popiesch trennten, war an eine solche Konstellation nicht im Traum zu denken. Doch nur knapp vier Wochen später konnte zumindest darüber spekuliert werden. Da übernahm der 50-Jährige die Fischtown Pinguins Bremerhaven als neuer Chefcoach. Nun kreuzen sich die Wege beider Teams im Playoff-Viertelfinale. „Daran hätte vor der Saison natürlich keiner gedacht. Aber solche Geschichten schreibt eben der Sport“, meint Eislöwen-Stürmer Arturs Kruminsch. „Natürlich ist es für mich etwas Besonderes“, gibt auch Thomas Popiesch zu, fügt aber hinzu: „Als wir das erste Mal nach meinem Wechsel in Bremerhaven gegeneinander gespielt haben, war es noch sehr emotional für mich, jetzt aber gehe ich gelassener heran, bereite mich wie gegen jede andere Mannschaft auf die Playoffs vor.“

Auch wenn die Fischtown Pinguins Tabellenzweiter sind und in der Vorrunde dreimal gegen die Eislöwen gewannen, sieht Popiesch seine Mannschaft nicht als Favorit: „Jeder weiß, dass im Dresdner Team viel Qualität steckt. Nach dem Weiterkommen gegen Crimmitschau erwarte ich die Jungs auch viel gelöster. Ich denke, die letzten beiden Monate sind bei beiden Mannschaften ziemlich ähnlich verlaufen. Deshalb erwarte ich eine enge Serie auf Augenhöhe“, betont Popiesch, der übrigens 2011 mit den Eislöwen schon einmal im Viertelfinale gegen Bremerhaven antrat. Die Dresdner konnten die Serie damals mit 4:1 für sich entscheiden und ins Halbfinale einziehen.

„Das sollte sich natürlich nicht wiederholen“, bekennt Thomas Popiesch lachend. Er hat sich in den letzten Wochen schnell an der Küste eingelebt. „Das ist ja relativ einfach durch die Kontakte, die man sofort durch den Sport hat. Die meiste Zeit verbringe ich natürlich in der Eishalle, aber ich war auch schon in der Stadt unterwegs und mal in Cuxhaven“, berichtet der Ex-Coach der Eislöwen, der aber weiter in die Landeshauptstadt pendelt: „Meine Familie bleibt zumindest die nächsten eineinhalb Jahre in Dresden, da unsere Tochter noch ihr Abitur macht“, erzählt Thomas Popiesch, der sich jetzt wie gewohnt akribisch auf den Viertelfinal-Gegner vorbereitet und die Veränderung im Spielsystem seiner Ex-Schützlinge beobachtet hat: „Sie haben auf ein anderes Forechecking-System umgestellt, bei dem die Stürmer sehr viel laufen müssen. Aber das alles ist nicht so wichtig, in den Playoffs geht es ohnehin darum, mit höchstmöglicher Energie zu spielen.“ Dass der Vorjahres-Vizemeister auch in diesem Jahr wieder ins Finale will, versteht sich von selbst. Dafür muss gegen Dresden aber erst einmal der Halbfinaleinzug gelingen.

Und seine ehemaligen Schützlinge sind jetzt heiß darauf, den Pinguinen und damit ihrem ehemaligen Coach ein Bein zu stellen. „Sie hatten Pause, wir sind im Tritt. Wir fahren hin und überrollen sie erstmal“, gibt sich Kapitän Steven Rupprich kämpferisch. Und René Kramer fügt an: „Bremerhaven ist ein sehr gutes Team mit vier starken Reihen. Wir können davon ausgehen, dass sie mit viel Speed ein hartes Spiel aufziehen und auf den Körper gehen werden. Wir nehmen diese Herausforderung gern an.“ Trainer Bill Stewart stellt ohnehin klar: „Wir brauchen nicht darüber reden, dass wir weniger Zeit für die Regeneration hatten. Jetzt beginnt die wirkliche Playoff-Zeit. Jetzt beginnt das, wofür wir die ganze Saison arbeiten. Jeder kann zeigen, was er drauf hat. Bremerhaven ist ein Top-Team, aber wir haben auch genügend Qualität im Kader und werden sie aufs Eis bringen.“

Von Astrid Hofmann

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