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Tennis: Machtkampf beim DTB, Steeb kandidiert als Vizepräsident, Gorka tritt ab

Tennis: Machtkampf beim DTB, Steeb kandidiert als Vizepräsident, Gorka tritt ab

Die am Sonntag im Berliner Maritim-Hotel stattfindende 63. Mitgliederversammlung des Deutschen Tennis Bundes verspricht die mit Abstand spannendste zu werden, seitdem im Februar 1991 die Ost-Landesverbände Mitglied im drittgrößten deutschen Sportverband geworden sind.

Berlin .

Denn turnusgemäß stehen Wahlen für das Präsidium an; erstmals muss sich der amtierende Präsident Georg von Waldenfels einem Gegenkandidaten stellen. Der Jurist und Politiker, der unter Franz Josef Strauß fünf Jahre bayerischer Finanzminister war, steht seit 1999 an der Spitze des DTB.

Sein Herausforderer Karl Georg Altenburg ist Deutschlandchef der US-Bank JP Morgan, einer der größten Banken der Welt. In den letzten Tagen ist mit Michael Stich noch ein dritter Name als Kandidat für den Präsidentenposten aufgetaucht. Doch der Wimbledonsieger von 1991 hat sich dazu bisher nicht geäußert.

Für wen der Sächsische Tennis Verband am Sonntag votiert, das ist für den Ausgang der Wahl fast bedeutungslos. Denn der STV hat auf Grund seiner relativ geringen Mitgliederzahl (12376) nur eine Stimme, die "großen" Landesverbände wie Bayern (22), Württemberg (13), Hessen, Niedersachsen und Westfalen (je 10) ein Vielfaches davon. Deshalb ist es bei der Mitgliederversammlung zugleich Anliegen der "kleinen" Verbände dieses aus ihrer Sicht ungerechte Stimmenverhältnis zu kippen. Ein entsprechender Antrag zur Änderung der Satzung liegt zur Abstimmung vor.

Zu den von Karl Georg Altenburg nominierten Kandidaten für das neue Präsidium zählt auch Carl-Uwe Steeb. Der dreifache Daviscup-Sieger, der als Turnierdirektor das Dresdner ATP-Turnier im Mai 2012 zu neuem Leben erweckt, soll als Vizepräsident die Verantwortung für Leistungssport tragen. Indes stellt sich Peter Gorka nicht zur Wiederwahl. Der inzwischen 69-jährige Dresdner wurde 1999 als erstes und bis heute einziges Mitglied aus den neuen Bundesländern in das oberste Führungsgremium des deutschen Tennis gewählt, übt dort nun über zwölf Jahre lang die Funktion des für Ausbildung und Entwicklung verantwortlichen Vizepräsidenten aus. Gorka hatte schon im Sommer erklärt, dass er sich nicht wieder zur Wahl stellt und betont, dass diese Entscheidung völlig unabhängig davon ist, dass es für Georg von Waldenfels einen oder mehrere Gegenkandidaten gibt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.11.2011

Rolf Becker

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