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Tennis: Drei in einem - für Thomas Völker kein Problem

Tennis: Drei in einem - für Thomas Völker kein Problem

Beim Neujahrsempfang des TC Blau-Weiß Blasewitz im Bankhaus Lampe verkündeten Clubpräsident Michael Stephan und Fördervereinschef Sven Grosse, wer die Nachfolge von Melanie Rehmann als Chef der Blau-Weiß-Tennisschule antritt.

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Thomas Völker

Dresden . Die früherere österreichische Weltklassespielerin beendete nach sechs Jahren ihre Tätigkeit und folgte ihrem Ehemann Lars nach Hannover. Zu ihrem Nachfolger wurde Thomas Völker berufen. Damit setzte sich der mit Abstand jüngste Bewerber und zudem der einzige Sachse gegen über 20 Mitbewerber aus ganz Deutschland und dem Ausland durch. Völker übernimmt die gesamte sportliche Leitung im Club und ist für den Tennis-Unterricht am Dresdner Sportgymnasium verantwortlich. Rolf Becker sprach mit ihm.

DNN: Können Sie sich bitte kurz vorstellen...

T. Völker: Ich bin 26 Jahre alt und wurde in Berchtesgaden geboren. 1997 zog ich mit meinen Eltern nach Bautzen. Danach lebte ich einige Jahre in Dresden und habe 2007 das Studium der Sportwissenschaften in Leipzig begonnen, das ich im Sommer mit dem Masters abschließe. Meine ersten Sporen als Tennis-Trainer verdiente ich mir als 20-Jähriger, wo ich auf dem Weißen Hirsch unter Leitung von Michael Pfeiff vor allem mit dem Nachwuchs beschäftigt habe. Seit Mai 2010 bin ich sächsischer Landestrainer.

Hat es Sie überrascht, dass Sie den Zuschlag erhalten haben?

Auf jeden Fall, zumal ich wusste, wie viele Mitbewerber es gibt, darunter einige mit bekannten Namen. Erst seit etwa zwei Wochen wusste ich, dass ich gut im Rennen bin. Umso mehr freue ich mich, dass die Wahl auf mich gefallen ist und werde alles daran setzen, um dieses Vertrauen zu rechtfertigen.

Ist die Aufgabenfülle, die auf Sie zukommt, nicht etwas zu groß? Sie bleiben ja auch weiter Landestrainer-

Ich bin mir dessen bewusst, dass viel Arbeit auf mich zukommt. Aber wenn ich mein Studium abgeschlossen habe, dann kann ich mich ja voll diesen Aufgaben widmen. Zudem glaube ich auch, dass es zwischen den Funktionen als Landestrainer, denen in Blasewitz und der Tätigkeit am Sportgymnasium viele Synergieeffekte gibt.

Glauben Sie, dass sich andere Tennis-Vereine in Sachsen durch Ihre Doppelfunktion benachteiligt fühlen?

Das wird auf gar keinen Fall eintreten, denn die beiden Aufgaben sind völlig unterschiedlich. Mein Ziel ist, dass die hoffnungsvollsten Talente in Sachsen spätestens in der 7. Klasse zum Sportgymnasium kommen, weil sie nur dort ihre Fähigkeiten durch die wesentlich höhere Trainingsbelastung und die Reibungen untereinander voll ausschöpfen können. Das würde ich auch so angehen, wenn ich nicht in Blasewitz wäre. Das einzige Sportgymnasium in Sachsen, das sich mit Tennis befasst, befindet sich nun mal in Dresden. Zudem gibt es im Landesverband mit Rainer Dausend einen Jugendwart, der meine Arbeit als Landestrainer genau verfolgt.

Worin sehen Sie Ihre Hauptaufgaben beim TC Blau-Weiß?

Für den Club bin ich hauptverantwortlich für die gesamte Entwicklung des Leistungs- und Nachwuchssports. Mein Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit den Trainern möglichst viele Mädchen und Jungen auszubilden, die später in der Lage sind, in unseren Leistungsmannschaften eingesetzt zu werden. Direkt verantwortlich für unsere in der 3. Liga spielenden erste Damen- und Herren-Mannschaft bleibt Tomas Jiricka. Mit der Tennisschule geht es mir vor allem darum, die jetzt schon riesige Breite von etwa 250 Kindern und Jugendlichen mindestens zu erhalten und noch möglichst weiter auszubauen. Zu unserem Trainerteam gehört unter anderen der sächsische Tennis-Rekordmeister Michael Haupt."

Wie soll es im Sportgymnasium weitergehen?

Meine wichtigsten Kandidatinnen, die spätestens im neuen Schuljahr hierher kommen sollten, sind Lina Lächler aus Crimmitschau, die jüngst in Essen deutsche Vizemeisterin der U12 geworden ist, und Emily Welker aus Limbach-Oberfrohna.

Haben Sie vor, Ihren Wohnsitz von Leipzig nach Dresden zu verlegen?

Spätestens nach Abschluss meines Studiums werde ich nach Dresden umziehen, vielleicht auch schon früher.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.01.2012

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