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Tamburello-Abteilung des SV Sachsenwerk feiert zehnten Geburtstag mit großer Party

Jubiläum Tamburello-Abteilung des SV Sachsenwerk feiert zehnten Geburtstag mit großer Party

Die Tamburello-Abteilung des SV Sachsenwerk hat in ihren jungen Jahren schon viel erlebt. Deutsche Meisterschaften und selbst ein Weltmeistertitel schmücken die Vereinschronik. Grund genug also, um anlässlich des zehnjährigen Bestehens am Sonnabend ein großes Fest mit zahlreichen Programmpunkten zu veranstalten.

In der Sporthalle auf der Haydnstraße gehen die Sachsenwerker ihrer Leidenschaft nach.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Die Tamburello-Abteilung des SV Sachsenwerk hat in ihren jungen Jahren schon viel erreicht. Deutsche Meisterschaften und selbst ein Weltmeistertitel schmücken die Vereinschronik. Grund genug also, um anlässlich des zehnjährigen Bestehens am Sonnabend ein großes Fest mit zahlreichen Programmpunkten zu veranstalten. „Wir wollen die Besucher in erster Linie mit unserer Sportart vertraut machen und sie zum Mitmachen bewegen“, sagt Abteilungsleiter Ringo Sobiella. Der Tamburello-Pionier entdeckte die Sportart 2003 und begeisterte sich so sehr dafür, dass er drei Jahre später die Abteilung beim SV Sachsenwerk gründete: „Anfangs waren wir nur eine Hand voll Leute. Mittlerweile ist die Mitgliederzahl auf über 60 angewachsen. Die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche.“ Die Nachwuchsarbeit betrachtet Sobiella als oberstes Ziel. Mit AGs in Schulen oder Messeständen, wie zuletzt auf der „aktiv+vital“ in Dresden, versucht er, mehr Aufmerksamkeit zu erreichen: „Die deutsche Tamburello-Szene ist überschaubar. Wir wollen bekannter werden.“

Der Deutsche Tamburello-Sportverband umfasst aktuell zwölf Vereine. Gleich zwei davon kommen aus Dresden. Neben den Sachsenwerkern gibt es in Löbtau einen zweiten Klub. „In Dresden wird viel für den Tamburello-Sport in Deutschland getan“, zeigt sich Sobiella stolz, „zusammen mit den Löbtauern stellen wir auch den Großteil der Nationalmannschaft.“

Für Sebastian Rose, der sich 2015 in Schottland zum Weltmeister kürte, steht dabei der Spaß im Vordergrund: „Bei uns herrscht eine familiäre Atmosphäre. Jeder ist willkommen.“ Im Unterschied zu vielen anderen Sportarten spielt das Kommerzielle nur eine untergeordnete Rolle. Berührungsängste sind bei dem Spiel, das seinen Ursprung im antiken Rom hat, fehl am Platz. „Jeder kann Tamburello spielen“, versichern Vereinschef und Weltmeister übereinstimmend. Man braucht nur einen trommelartigen Schläger, der an das Musikinstrument Tamburin erinnert.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Spiel auszuüben. Während beim Tambourelli ein Federball über das Netz befördert wird, spielt man beim Indoor einen Softball über eine wenige Millimeter hohe Begrenzung in der Mitte des Feldes. Bei der Beach-Variante hechtet man dem Ball im Freien hinterher. „Ab Mai trainieren wir wieder im Sand“, freut sich Sobiella auf die warme Jahreszeit. Je nach Art des Spiels variiert die Feld- und Mannschaftsgröße.

Beim Geburtstagsfest können vom Spielfeldrand aus verschiedene Showeinlagen verfolgt werden. Neben einer Darbietung der Tanzformation „KStyle“ zeigen Spielerinnen und Spieler von jung bis alt ihr Können auf dem Feld. Ein Highlight ist sicherlich der Programmpunkt zwischen 11 und 12 Uhr. Dann fordert der Weltmeister höchstpersönlich die Besucher zum Wettkampf heraus. Aber keine Angst! „Ich lasse meine Gegner ausnahmsweise gut aussehen“, verspricht Rose mit breitem Grinsen.

Die Jubiläumsfeier findet am Sonnabend zwischen 10 und 21 Uhr in der MANOS-Sporthalle an der Haydnstraße statt. Wer sich für den Sport interessiert oder den Schläger gerne mal selbst in die Hand nehmen würde, ist herzlich eingeladen.

Von Lukas Butscher

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