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Sylvia Roll enttäuscht über Beurlaubung beim VC Dresden

Sylvia Roll enttäuscht über Beurlaubung beim VC Dresden

Eigentlich wollte Sylvia Roll gestern im Auto sitzen, um am Neujahrstag vom heimatlichen Schwerin zurück nach Dresden zu fahren. Denn heute starten die VC-Volleyballer nach der Weihnachtspause wieder ins Training.

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Aus und vorbei: Sylvia Roll ist nicht mehr Trainerin beim Erstligisten VC Dresden.

Quelle: M. Rietschel

Doch die Reise konnte oder besser musste sich die ehemalige Nationalspielerin sparen. Denn am 30. Dezember gegen 18 Uhr erhielt die 40-Jährige einen Anruf aus Elbflorenz. Der Trainerin des Erstligisten wurde mitgeteilt, dass sie ab sofort beurlaubt ist. "Ja, es hat mich schon überrascht und es tut weh. Ehrlich gesagt, hatte ich nicht damit gerechnet", gibt Roll zu. Als Grund hatte die Geschäftsleitung "Kommunikationsprobleme zwischen ihr und einem Teil der Mannschaft" angegeben. "Das enttäuscht mich schon, denn über die ganzen Wochen versicherten mir die Verantwortlichen, dass sie hinter mir stehen", so Roll.

Dass es Probleme gibt, war über Wochen auch auf dem Spielfeld offenkundig geworden und gipfelte im Pokal-Viertelfinale gegen Bühl, dass die Dresdner nach einer katastrophalen Vorstellung mit 0:3 verloren. Anschließend gab es viele Aussprachen zwischen allen Beteiligten. "Wir haben versucht, eine Lösung zu finden. Die ersten Trainingseinheiten danach liefen sehr gut und deshalb war ich der Überzeugung, dass wir auf dem richtigen Weg sind und es aufwärts geht", meint Sylvia Roll, die aber den Kopf nicht in den Sand steckt: "Dass es so zu Ende geht, ist zwar bitter, aber abschrecken wird es mich nicht. Ich will weiterhin als Trainerin arbeiten, werde auf Jobsuche gehen. Ich habe auch schon einige lose Anfragen", verrät die Schwerinerin, die noch bis zum 30. April beim Dresdner Erstligisten in Lohn und Brot steht.

Ihre ehemaligen Schützlinge werden heute wieder ins Training einsteigen und sich unter der Leitung des neuen "Dreigestirns" Jan Pretscheck (Trainer), Sven Dörendahl und Stefan Thormeyer (beide als Co-Trainer). Auf das nächste wichtige Heimspiel am 8. Januar gegen Coburg vorbereiten. "Das Gefüge zwischen Trainerin und Teilen der Mannschaft hat nicht gestimmt. Da haben beide Seiten Fehler gemacht. Deshalb hatten wir eigentlich keine andere Wahl als so zu reagieren, auch wenn es mir persönlich sehr leidtut", unterstreicht Sportdirektor Sven Dörendahl. Um für das wichtige Match gegen Coburg gerüstet zu sein, werden die VC-Wölfe am Sonntag ein Trainingsspiel beim Zweitligisten Netzhoppers KW-Bestensee absolvieren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.01.2014

A. Hofmann

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