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Sven Grosse, Teammanager des TC Blau-Weiß Blasewitz: "Jiricka hat eine echte Mannschaft geformt"

Sven Grosse, Teammanager des TC Blau-Weiß Blasewitz: "Jiricka hat eine echte Mannschaft geformt"

Aufsteiger Blau-Weiß Blasewitz schloss am Sonntag die Punktspielsaison in der Gruppe Süd der 2. Tennis-Bundesliga als Vierter ab. Danach begab sich Teammanager Sven Grosse mit seiner Familie in den Urlaub.

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Sven Grosse wertet die Saison der Blasewitzer als Erfolg.

Quelle: Christel Becker

Am Telefon zog der 48-Jährige, der beruflich als Rechtsanwalt tätig ist, gegenüber den DNN sein Saisonfazit.

Wie fällt Ihre Gesamtbilanz für diese erste Zweitligasaison aus?

S. Grosse: "Natürlich sehr positiv. Als Neuling konnte unser Ziel nur der Klassenerhalt sein, und den hat die Mannschaft mit dem vierten Platz und einem positiven Punktverhältnis von 8:6 noch viel sicherer geschafft, als wir das vorher selbst in unseren kühnsten Träumen zu erhoffen gewagt hatten. Besonders habe ich mich auch darüber gefreut, dass so viele Zuschauer gekommen sind."

Zwischenzeitlich schien sogar der Durchmarsch in die 1. Bundesliga drin...

"Das ist richtig. Nach drei Spieltagen führte unsere Mannschaft die Tabelle ohne Punktverlust an. Das war einfach unglaublich. Doch ob der Aufstieg in die 1. Bundesliga schon erstrebenswert gewesen wäre, das scheint mir fraglich. Unser langfristiges Ziel ist es, dass wir mit unserer Mannschaft für die Sportstadt Dresden eine stabile Größe in der 2. Tennis-Bundesliga sind. Die Ergebnisse dieses Jahres beweisen, dass wir in dieser Hinsicht auf einem guten Weg sind."

Was würden Sie als besonders positiv bewerten?

Unser tschechischer Cheftrainer Tomas Jiricka hat es verstanden, aus Spielern, die aus vier Nationen kommen, eine echte Mannschaft zu formen. Dabei erwiesen sich die drei Neuen, der Weißrusse Uladzimir Ignatik, der Tscheche Marek Michalicka und der Slowake Juraj Masar nicht nur sportlich als Verstärkungen. Aber auch Akteure, die uns schon lange die Treue halten, spielten eine sehr starke Saison. Allen voran Michal Franek, der als einziger neben Christian Haupt schon seit 2010 für unseren Verein spielt. Der 25-jährige Tscheche war in diesem Jahr mit einer Gesamtbilanz von 9:3 Siegen in Einzel und Doppel sogar unser bester Spieler."

Von einem solchen Ergebnis waren die beiden Deutschen weit entfernt-

Ganz konkret: Ralf Steinbach kam auf 2:6, Christian Haupt auf 1:7. Uns war aber von vornherein klar, dass von beiden in dieser hohen Spielklasse keine Wunderdinge erwartet werden können. Alle anderen Spieler im Team werden in der Weltrangliste geführt. Unsere Nummer eins, der Slowake Andrej Martin, hat erst letzten Sonntag das ATP-Challenger-Turnier in Liberec als Sieger beendet. Dennoch halten wir an unserem Ziel weiter fest, dass wenigstens zwei deutsche Spieler auch künftig zur Stammbesetzung unserer Mannschaft zählen."

Wie wollen Sie dies erreichen?

"Das ist eine sehr gute Frage. Denn in Sachsen und auch im gesamten Osten gibt es aktuell keine Spieler, die auch nur annähernd das für die 2, Bundesliga erforderliche Niveau haben. Wir müssen also Deutschland weit auf Suche gehen. Es sollte sich um möglichst entwicklungsfähige, junge Akteure handeln."

Welche Vorstellungen gibt es hinsichtlich der Entwicklung eigener Talente?

"Da sind wir sicher bei den jungen Damen zumindest schon einen Schritt weiter. Unsere Vorstellungen laufen darauf hinaus, dass wir die Kooperation mit den im Tennis zur Weltspitze zählenden Tschechen auch hinsichtlich des gemeinsamen Trainings von Talenten weiter forcieren. So wird unsere Nummer eins bei den Damen, die Tschechin Zuzana Zalabska, die als Trainerin arbeitet, gemeinsame Lehrgänge von unseren mit tschechischen Talenten organisieren."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.08.2014

Interview: Rolf Becker

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