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Stürmernot bei Dynamo Dresden: Poté fällt bis Saisonende aus - Kitambala nach Diskobesuch aus Kader gestrichen

Stürmernot bei Dynamo Dresden: Poté fällt bis Saisonende aus - Kitambala nach Diskobesuch aus Kader gestrichen

An Krücken gestützt und mit gesenktem Blick stand Mickael Poté wie ein Häufchen Elend am Montagabend während der Halbzeitpause der Partie gegen den 1. FC Köln im Eingangsbereich des Glücksgas-Stadions.

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Kurz vor seiner verletzungsbedingten Auswechslung noch in der Anfangsphase der Heimpartie gegen Köln sitzt SGD-Kapitän Mickael Poté desillusioniert auf dem Rasen des Glückgas-Stadions. Gestern Vormittag dann die Diagnose: Innenbandabriss im rechten Knie, mögliches Saisonende für ihn.

Quelle: Frank Dehlis

Da war dem 28-Jährigen bereits klar, dass er sich schlimmer verletzt hatte. Einen halben Tag später stand die niederschmetternde Diagnose für ihn und Dynamo fest: knöcherner Abriss des Innenbandes im rechten Knie, eine wochenlange Pause, womöglich sogar das Saisonende.

In der 5. Minute des mit 0:2 verlorenen Heimspiels gegen die Geißböcke war Poté mit dem rechten Bein in einen Pressschlag gegen Stefan Maierhofer gegangen. "Da war es aber noch gar nicht so schlimm. Ich bin wieder aufgestanden und habe noch geschossen. Erst dabei habe ich dann einen richtigen Schmerz verspürt und gemerkt, dass etwas nicht stimmt", erklärt der Stürmer. Noch einige Minuten versuchte er an der Seitenlinie herauszufinden, ob er weitermachen kann. "Als ich wieder herein bin, habe ich gemerkt, dass es nicht geht. Das Knie hat sich instabil angefühlt", beschreibt der 28-Jährige.

So sank er im gegnerischen Strafraum zu Boden und zeigte an, dass er ausgewechselt werden muss. "Ich war so unglaublich enttäuscht. Ich war motiviert bis in die Haarspitzen, ich fühlte mich fit und es sollte mein Tag werden. Auch heute fühle ich mich schlecht, weil ich Dynamo in den nächsten Wochen nicht helfen kann. Und natürlich bin ich enttäuscht, weil ich meinem Land nicht zur Seite stehen kann", sagte Poté gestern. Das WM-Qualifikationsspiel des Benin in Algerien am kommenden Dienstag musste er noch in der Nacht zu gestern absagen.

Ob die Verletzung operativ oder konservativ versorgt wird, entscheidet sich am Freitag. Dann hat der Stürmer einen Termin bei Spezialist Dr. Ulrich Boenisch in der Hessingpark-Clinic Augsburg. Sollte der Facharzt für Orthopädie einen Eingriff befürworten, wird Poté am Montag bei ihm operiert. Boenisch ist ein Spezialist auf seinem Gebiet und seit Jahren Mitglied des Ärzteteams im Deutschen Skiverband und dem Deutschen Eishockey-Bund. Zudem operierte er bereits im April 2010 Florian Jungwirth nach seinem Kreuzbandriss.

Dennoch hat Poté die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. "Sollten wir die Relegation spielen, schaffe ich es vielleicht für die letzten beiden Spiele, aber das muss man alles sehen", sagt der Franzose. Bis Freitag kann er nicht viel tun, er wird zu Hause medizinisch versorgt, um ihm beschwerliche Wege mit den Krücken abzunehmen. Im lädierten Knie verspürt er leichte Schmerzen. Zwar hat er auch die MRT-Aufnahmen zu seinem Arzt in Frankreich geschickt, doch nur um sich eine zweite Meinung einzuholen. Sollte er am Montag operiert werden, ist es der erste Eingriff überhaupt für ihn. Danach bleibt er aber in Dresden und wird die Mannschaft weiter unterstützen.

Steigen die Schwarz-Gelben ab, waren es im unglücklichsten Fall am Montagabend aber Potés letzte Minuten im Dynamo-Trikot. Für die dritte Liga besitzt der Franzose keinen Vertrag. "Die Verletzung von Mickael trifft uns im Kampf um den Klassenerhalt sehr, sehr hart. Es ist allen klar, dass der Ausfall unseres Kapitäns die aktuelle sportliche Situation für uns nicht leichter macht. Nichtsdestotrotz schauen wir jetzt nach vorn und setzen Vertrauen in die Spieler, die diesen Ausfall nun kompensieren müssen", erklärte der Sportliche Leiter Steffen Menze.

Einer davon könnte Lynel Kitambala sein, doch beim Franzosen scheint der Abstiegskampf noch nicht ganz angekommen zu sein. Eine nächtliche Feier in einer Dresdner Diskothek von Freitag auf Sonnabend soll der Grund gewesen sein, warum Trainer Peter Pacult ihn für das Köln-Spiel aus dem Kader strich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.03.2013

Von Tina Hofmann

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