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Strekers Kopfballstärke soll Dynamo Dresden mehr Sicherheit bringen

Strekers Kopfballstärke soll Dynamo Dresden mehr Sicherheit bringen

Angenehme 15 Grad, kein Regen und ein nach der Schneeschmelze erstaunlich gut abgetrockneter Rasen - groß war die Umstellung für die Dynamo-Profis nicht, als sie gestern Nachmittag erstmals seit längerer Abstinenz im Großen Garten trainierten.

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Denis Streker (l.) und Florian Jungwirth gingen am Mittwoch beim Training schon mal auf Tuchfühlung.

Quelle: Jörn Haufe

Erst am Morgen war die Mannschaft aus Antalya kommend wieder in Elbflorenz eingetroffen und wollte ursprünglich auf dem Kunstrasen im Ostragehege die Beine lockern. Doch als der Trainingsplatz an der Lennéstraße für gut genug befunden wurde, guckten die an der Eishalle aufgetauchten Fans in die Röhre. Jene "Kiebitze", die im Großen Garten am Zaun stehen blieben, durften indes zusehen, wie Denis Streker seine erste Einheit mit den Schwarz-Gelben abspulte. Der gebürtige Mainzer (21) hatte sich Stunden zuvor von Bundesligist 1899 Hoffenheim bis Ende Juni ausleihen lassen.

Streker, ein defensiver Mittelfeldspieler, scheint kein Zauderer und begierig auf mehr Spielpraxis zu sein. Dynamo kannte er bis zum Wochenende nur aus Presse, Internet, Funk und Fernsehen, trotzdem heuerte er sofort bei den abstiegsbedrohten Schwarz-Gelben an: "Am Sonntag kam der Anruf von Herrn Menze - da habe ich nicht lang überlegt. Das ist hier eine gute Adresse." Dass er nach vier Erstliga-Einsätzen in der Hinrunde in die Fremde wechselte, erklärte er so: "Durch die Situation in Hoffenheim haben sie auf meiner Position nachgelegt, um auch Erfahrung reinzubringen. Da habe ich mich nach Dresden ausleihen lassen."

Dynamo-Sportchef Steffen Menze hofft, dass Streker sich schnell integriert. Bewusst suchten Trainer Peter Pacult und er einen deutschen Spieler. Kopfballstärke sollte der unbedingt mitbringen, um den oft wackligen Abwehrverbund zu festigen. Menze mahnte zwar, "die Erwartungshaltung nicht zu hoch anzusetzen", er ist mit der Verpflichtung des Hoffenheimers aber sehr zufrieden: "Er war dort ständiges Mitglied des Kaders. Von der Spielweise her ist er sicherlich ein einfacher Spieler, der ein ordentliches Zweikampfverhalten und Kopfballspiel hat." Da Dynamo auf der Sechserposition nach Pacults Meinung sehr viele gleichgeartete Spieler habe, "wollten wir noch eine Alternative in dem Bereich", so Menze.

Gern wäre auch der Österreicher Yasin Pehlivan (24/Gaziantepspor) gekommen. Der Ex-Nationalspieler (Vertrag bis 2016) hat in der Türkei länger kein Geld bekommen, will weg. Der ehemalige Abräumer von Rapid Wien kennt Pacult, doch der Wechsel kam nicht zustande.

Giannis Papadopoulos kickt auch gern vor der Abwehr. Der Grieche wurde aber von Pacult aussortiert und wollte zurück in seine Heimat. Das wird aber wohl nichts: "Mit Panathinaikos gab es keine Einigung. Es gibt noch einen Ansatz, aber ich glaube nicht, dass das zum Tragen kommt, sodass er dann ab nächster Woche wieder hier sein wird", informierte Menze. Ob "Papa" dann wieder mit den Profis trainiert, sei noch offen.

Weg ist inzwischen definitiv Cüneyt Köz. Der Defensiv-Allrounder, der im Sommer 2012 von Bayern München II gekommen war, wurde bis Saisonende an Drittligist Preußen Münster ausgeliehen. Sein Vertrag bei Dynamo läuft noch bis 2014. "Wir wollen ihm die Möglichkeit geben, mehr Einsätze auf einem höheren Niveau zu geben", begründete Menze. Was mit dem ebenfalls von Pacult aussortierten Hasan Pepic passiert, muss auch noch entschieden werden. Laut Menze gibt es für den Montenegriner eine Anfrage aus Russland, aber wegen der für einen solchen Wechsel noch länger währenden Transferperiode keinen akuten Handlungsdruck.

Ein neuer Spieler wird bis heute Abend, wenn das Transferfenster in Deutschland schließt, nicht mehr kommen. "Reicht doch!", glaubt Menze. Er arbeite im Rahmen seines Budgets: "Ich habe letztes Jahr nicht mehr ausgegeben und dieses Jahr auch nicht." Zusätzliche Mittel, um einen vermeintlichen "Kracher" zu holen, habe er nicht zur Verfügung. Im Winter gute Transfers zu machen, sei ohnehin schwer. "Es war wichtiger, den vorhandenen Kader zu sortieren und ein bisschen zu verstärken", betonte Menze. Er hoffe, dass vorhandenes, aber in dieser Saison nicht immer abgerufenes Potenzial künftig wieder besser erschlossen wird.

Pavel Fort trainierte nach überstandenem Infekt gestern wieder mit. David Solga lief abseits der Mannschaft. Ex-Dynamo Timo Röttger (jetzt RB Leipzig) schaute als interessierter Privatmann zu.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.01.2013

Jochen Leimert

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