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Startschuss für Eiszeit im Kohlgrund

Altenberg Startschuss für Eiszeit im Kohlgrund

Die neue Winter-Saison wirft ihre Schatten voraus. Pünktlich um 18 Uhr fiel gestern Abend im Altenberger Kohlgrund der Startschuss zur Vereisung der Bob- und Rennschlittenbahn. Matthias Benesch, Geschäftsführer der Wintersport Altenberg GmbH, ist wie immer ein wenig angespannt.

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Auf der Altenberger Bob- und Rennschlittenbahn ist gestern die Vereisung angelaufen. Am Wochenende soll die Bahn fertig präpariert sein.

Quelle: Archiv

Dresden. Die neue Winter-Saison wirft ihre Schatten voraus. Pünktlich um 18 Uhr fiel gestern Abend im Altenberger Kohlgrund der Startschuss zur Vereisung der Bob- und Rennschlittenbahn. Matthias Benesch, Geschäftsführer der Wintersport Altenberg GmbH, ist wie immer ein wenig angespannt: „Alle Tests sind gut verlaufen, aber dennoch muss dann auch alles klappen. Doch die Eismeister um Ralf Mende, der bereits in seine 34. Saison geht, machen einen entspannten Eindruck. Man kann also sagen, unser Tanker legt ab“, meint der ehemalige Bob-Pilot.

Fünf Tage wird es dauern, bis die 1413 Meter lange Eisschlange im Osterzgebirge mit ihren 18 Kurven fertig vereist ist und die Sportler sie wieder in Besitz nehmen können. „Der Betonkörper muss auf etwa minus zehn Grad heruntergekühlt werden und mittels eines feinen Wasserstrahls wird Schicht für Schicht das Eis aufgebaut. In der Geraden reichen so um die zwei Zentimeter, in den Kurven wie dem Kreisel werden bis zu acht Zentimetern gebraucht. Mit Eishobel, Schaber und Besen wird die Eisoberfläche dann fahrbereit gemacht“, erläutert Benesch die Prozedur.

Dafür stehen im Kältemaschinenhaus insgesamt vier gewaltige Verdichter zur Verfügung. Sie können bis zu einer Außentemperatur von 20 Grad Celsius genügend Kälte erzeugen. Zum Vergleich: Die Leistung der Kältemaschinen entspricht jener von ungefähr 12 000 Kühlschränken. Die Kosten für den Betrieb sind dementsprechend natürlich alles andere als gering und in diesem Winter nun sogar noch etwas höher als sonst.

„Die Saison dauert diesmal 135 Tage, sonst sind es um die 120. Das liegt aber am Rennkalender. So schließen wir den Winter mit dem Weltcup-Finale der Rennrodler ab, der vom 22. bis 26. Februar stattfindet. Doch wir wollten auf die Ausrichtung dieses Highlights nicht verzichten“, so Matthias Benesch, der deshalb aber einen Antrag auf einen Extra-Zuschuss zur Veranstaltung an den internationalen Bobsportverband gestellt hat. „Bis jetzt ist die Finanzierung für dieses Finale noch nicht gesichert, aber wir sind optimistisch, dass wir weitere Sponsoren gewinnen können“, meint der Geschäftsführer.

Schon am kommenden Montag reist die Skeleton-Nationalmannschaft zum Trainingslehrgang an, es folgen Bob- und Rennschlittensportler. Am Wochenende 12./13. November bestreiten die Bobfahrer interne Qualifikationsrennen für die Weltcups. Die großen Highlights auf der Bahn sind in dieser Saison neben dem Rodel-Weltcup-Finale die Deutsche Meisterschaft der Rodler (21. Dezember bis 23. Dezember) und natürlich der Bob-Weltcup (2. Januar bis 8. Januar 2017). Dazu finden mehrere Europacups und der Junioren-Weltcup der Rodler (7. Februar bis 12. Februar 2017) statt.

Von Astrid Hofmann

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