Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Starke Nerven, weiße Weste: Dresden titans schlagen auch Nördlingen

Starke Nerven, weiße Weste: Dresden titans schlagen auch Nördlingen

Unglaublich, aber wahr: Die Dresden Titans bleiben in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Tabellenführer und haben sich ihre blütenweiße Weste bewahrt. Mit dem 67:63 (38:34)-Erfolg über die Giants aus Nördlingen landeten die Jungs von Trainer Thomas Krzywinski am Sonnabend bereits den sechsten Sieg im sechsten Spiel - eine Serie, von der vor Saisonbeginn niemand zu träumen gewagt hätte.

Voriger Artikel
Aus dem Keller befreit und überholt: Dynamo Dresden schockt Aue
Nächster Artikel
Reisestress mit Folgen: DSC verliert in Potsdam mit 1:3

Zwei der Stärksten auf dem Feld: Titan Georg Dölle (links) und Nördlingens Spielmacher Cardell McFarland.

Quelle: Frank Dehlis

Vor 748 Zuschauern, darunter 30 aus Schwaben angereiste Nördlinger Ultras, gelang den Dresdnern in der Margon-Arena auch der erste Sieg über die Giants, die im Vorjahr noch beide Vergleiche klar für sich entschieden hatten. Diesen Bock umgestoßen zu haben, interessierte Krzywinski aber nicht die Bohne: "Wir haben den sechsten Sieg geschafft - gegen wen, das ist mir egal."

Der Coach war am Ende einer spannenden Partie zwar glücklich über die Punkte, doch er sparte nicht mit Kritik an den Schwächen seiner Mannschaft, die mehrmals deutlich geführt, aber die Gäste aus Baden-Württemberg immer wieder mit "Kunstpausen" aufgebaut hatte. "Die Trefferquoten waren unter aller Sau", bemängelte Krzywinski, im Abschluss hatten seine Spieler viel zu viele Chancen ausgelassen. Besonders deprimierend: die Wurfquote bei Dreier-Versuchen. "Warum das so war, weiß ich auch nicht, dabei hatte ich vorher ein gutes Gefühl", meinte Georg Dölle, einer der "Sünder".

Doch wieder einmal konnten die Dresdner ihre Schwächen in der Offensive mit einer sehr guten Verteidigung ausgleichen. "Wir haben die Rebounds dominiert, das hat uns sehr geholfen", bilanzierte Krzywinski. Sein Konzept, zuerst auf eine sichere Defense zu achten, geht in dieser Saison voll auf. "Das ist das, worauf uns der Coach eingestellt hat", meinte auch Dölle, der unterm eigenen Korb mehrmals spektakulär Nördlinger Punkte vereitelte.

Die Partie begann mit einer 4:0-Führung für die Gäste, doch schnell drehten die Hausherren das Spiel zum 16:6. Nach dem ersten Viertel war die Führung aber auf einen Punkt geschmolzen (21:20), denn besonders Nördlingens Spielmacher Cardell McFarland war nur schwer zu stoppen. Im zweiten Viertel gingen die Giants mehrfach in Führung, doch Philipp Lieser glich per Freiwurf zum 34:34 aus, Robert Haas und Andrew Jones besorgten den 38:34-Halbzeitstand. Im dritten Spielabschnitt zogen die Gastgeber weiter an, Kapitän Jones und Dölle drehten auf und beim 55:46 am Ende des Viertels schien der Spielausgang schon klar.

Doch im Schlussviertel wurde es noch einmal eng. Erst glich McFarland zum 61:61 aus, dann sprang der Ball bei Damon Smiths Dreier-Versuch vom Korbrand zurück. Lieser und Jones, der in der entscheidenden Phase vier von vier Freiwürfen verwandelte, retteten den Sieg, der gegen die nur mit sieben Spielern angereisten Schwaben eigentlich hätte höher ausfallen sollen, wie Dölle hinterher verriet. Dass es am Ende nur ein knapper Sieg wurde, störte kaum einen in der Halle. "Wir sind echt glücklich, dass es so gut läuft. Wir werden deshalb aber nicht abheben", versicherte Center Max von der Wippel. Ob das gelingt, ist am 10. November beim Auswärtsspiel in Stadtbergen zu überprüfen.

Beste Werfer/Titans: Jones 20, Dölle 15, Lieser 10; Nördlingen: McFarland 20, Miklos 16.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.11.2013

Jochen Leimert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr