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Starke EM-Bilanz der Dresdner Wasserspringer: Sieben Chancen, sechs Medaillen

Starke EM-Bilanz der Dresdner Wasserspringer: Sieben Chancen, sechs Medaillen

Am Ende ist die Superserie doch noch gerissen. Wasserspringerin Tina Punzel war gestern Abend zum Abschluss der Schwimm-EM in Berlin drauf und dran, wie der überragende Patrick Hausding die vierte Medaille einzuheimsen.

Berlin.

Es wäre die siebte Plakette für die Dresdner DSC-Springer im siebten Wettbewerb gewesen. Doch im letzten Sprung schob sich Tinas Synchronpartnerin Nora Subschinski (26) dank einer besseren Vorwärtsschraube noch an der 19-jährigen Titelverteidigerin vorbei. Tags zuvor hatten sie gemeinsam Silber errungen, nun traten sie gegeneinander an und belegten die Plätze drei sowie vier.

Im ersten Moment war Punzel geknickt: "Es ist ärgerlich, ich war ganz schön platt." Dann sprach sie von einer tollen EM und einem guten Ergebnis nach ihrer Verletzungspause. Gestern war nicht ihr Tag. Im Vorkampf quälte sie sich über die Runden, erreichte gerade noch als Zehnte das Finale, in dem sie sich von Runde zu Runde steigerte, ehe Subschinski das bessere Ende für sich hatte. Beim Synchron-Auftritt hatte sich gezeigt, dass Wasserspringen auch Kampf bedeutet. Nach dem dritten von fünf Sprüngen hatten beide noch auf Platz fünf gelegen.

Für Sascha Klein war der dritte Platz vom Turm die 15. EM-Medaille und das insgesamt 20. Edelmetall bei internationalen Meisterschaften. Während ganz vorn der Russe Wiktor Minibajew in einer anderen Liga sprang und mit 51 Punkten Vorsprung auf den Briten Tom Daley eine echte Kampfansage an die Chinesen ablieferte, duellierten sich die Freunde Hausding und Klein um Bronze. Beide hatten drei Tage zuvor den siebten Synchron-Triumph in Folge gefeiert. Diesmal war auf dem Siegerpodest nur noch ein Platz frei war. Diesen sicherte sich der Dresdner. Der fast 29 Jahre alte Klein haderte mit seinem dritten Sprung, der ihn bei Halbzeit auf Rang vier zurückwarf. "Beim Handstand-Rückwärtssalto habe ich 30 Punkte verschenkt. Er begann gut, ich habe aber gepennt, ihn zu spät geöffnet." Nun freut sich Sascha Klein auf ein paar freie Tage. "Ich werde aber nicht groß wegfahren, sondern erst einmal umziehen." Mit seiner Freundin geht's zurück nach Aachen. Beide werden eine Wochenendbeziehung führen, denn sportlich bleibt der aus Eschweiler stammende Sportsoldat der Elbestadt treu. In Dresden wird er sich ein Zimmer suchen und seine dritten Olympischen Spiele anpeilen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.08.2014

Frank Schober

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