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St.Pauli-Coach André Schubert: "Dynamo wird die Klasse sicher halten"

St.Pauli-Coach André Schubert: "Dynamo wird die Klasse sicher halten"

Seit Saisonbeginn ist André Schubert am Millerntor auf der Trainerbank Nachfolger des St. Pauli-Idols Holger Stanislawski. Dicke Fußstapfen - in denen sich der 40 Jahre alte Fußballlehrer, der zuvor den SC Paderborn betreute, bislang hervorragend bewegt.

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André Schubert

Hamburg . Vor dem Gastspiel der SG Dynamo auf St. Pauli sprachen die DNN mit dem Hamburger Trainer.

Frage: Der Fußball gerät immer mehr in den zweifelhaften Ruf einer Gewaltveranstaltung. In Rostock wurden die Pauli-Fans im Block von Hansa-Anhängern mit Raketen beschossen. Kann man die Lage wieder in den Griff bekommen?

A. Schubert: Das kann ich schwer beurteilen. Ich hoffe es sehr. Was ich in Rostock gesehen habe, war dramatisch. Noch nie zuvor habe ich in den Augen von Menschen einen solchen Hass erblickt. Es ist traurig, dass unser Sport von Unbelehrbaren als Bühne missbraucht wird.

Die Führung Ihres Klubs hat auf der Jahreshauptversammlung am Dienstag ein Plädoyer gegen Gewalt gehalten. Kann das die Stimmung vor dem Spiel gegen Dynamo beruhigen?

Ich möchte mich vor und während eines Spiel nur auf den Fußball konzentrieren. Denn dieser sollte im Mittelpunkt stehen. Was die Stimmung gerade unser sogenannten aktiven Fanszene betrifft, bedarf es nicht vieler Worte. Mit wenigen Ausnahmen benimmt sie sich vernünftig. Und: Welche Stimmung sollte sich wie beruhigen, wenn gar keine Gästefans mitreisen?

Sie haben als Nachfolger von Holger Stanislawski ein schweres Erbe angetreten. Ihre Mannschaft ist Vierter und im Aufstiegsrennen gut platziert - wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?

Wir sind nicht unzufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Die gleiche Anzahl an Punkten nach dem 15. Spieltag hätte in den vergangenen Jahren immer für einen Platz unter den ersten Drei gereicht. Dieses Jahr nicht. Deshalb müssen wir noch konstanter werden. Unabhängig von der Platzierung hätten wir aber schon zwei, drei Punkte mehr auf dem Konto haben müssen.

Sie sind 40 Jahre alt, kommen aus Hessen und waren zuletzt beim SC Paderborn. Wie gefällt Ihnen die Bühne 2. Liga?

Ich bin gern Trainer. Die Liga spielt dabei nur eine Nebenrolle. Mir macht es Spaß, jeden Tag mit jungen, erfolgshungrigen Menschen zusammenzuarbeiten. Generell ist die 2. Liga in Deutschland außergewöhnlich professionell geführt. Die Mannschaften, die sich hier inzwischen tummeln, haben der Spielklasse Leben eingehaucht. Es wird attraktiver und erfolgsorientierter Fußball gespielt.

Haben Sie Dynamo in dieser Saison selbst schon einmal gesehen? Wie schätzen Sie die Elf ein?

Ja, ich habe sie gesehen. Ich versuche gerade am Anfang, jedes Team mindestens ein Mal selbst live zu beobachten. Gerade mit den Nachverpflichtungen ist Dynamo eine gefährliche Mannschaft. Wir müssen sehr aufpassen. Sie haben bereits ordentlich Punkte geholt, werden die Klasse sicher halten.

Kennen Sie den Kollegen Ralf Loose?

Wir haben uns persönlich leider noch nicht kennengelernt.

Mit welcher Marschroute werden Sie Ihre Elf auf den Platz schicken?

Wir gehen jedes Heimspiel offensiv an. So auch das gegen Dresden. Trotzdem sind wir gewarnt, müssen auf die gefährlichen Konter höllisch aufpassen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.11.2011

Interview: Manfred Christoph

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