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Sportbegeistertes Dresden: Zuschauerkrösus in der Stadt ist Dynamo

Sportbegeistertes Dresden: Zuschauerkrösus in der Stadt ist Dynamo

Die Dresdner zeigen sich sportbegeistert. Jede Woche pilgern Tausende zu den verschiedenen Vereinen, um mitzufiebern und anzufeuern. Zuschauerkrösus bleiben mit weitem Abstand die Fußballer der SG Dynamo Dresden.

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Bunt, lautstark und vor allem viele sind es: Dynamo Dresden ist der Zuschauerkrösus in Dresden.

Quelle: Stephan Lohse

Doch auch die übrigen Vereine in der Stadt brauchen sich nicht zu verstecken.

Mit den Dresdner Eislöwen, den DSC-Volleyballerinnen und den Dresden Monarchs knacken drei weitere Clubs problemlos die Marke von 1000 Zuschauern pro Heimspiel. Die Basketballer der Dresden Titans sind nach dem Aufstieg auf dem besten Weg dahin. Die Volleyballer des VC Dresden haben nach ihrem Aufstieg in die erste Liga und dem Umzug in die größere Margon-Arena den Zuschauerschnitt mehr als verdoppelt.

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Und auch bei den vielen Laufveranstaltungen wie dem Dresden- und dem Oberelbemarathon sind die Strecken von Zuschauern dicht gesäumt.

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Neben vielen „normalen“ Zuschauern prägen dabei vor allem die aktiven Fans das Bild ihrer Vereine. So unterstützt beispielsweise der Fanclub „Blaues Wunder 2000“ die DSC-Frauen bei jedem Spiel lautstark. „Es ist alles ausbaufähig“, gibt Peter Pautzsch vom Fanclub zu. Zwar könne es Spielerinnen und Trainer „nicht laut genug sein“, berichtet er. So manch älterer Zuschauer sei es aber leid, dass er sich regelmäßig zur Laola-Welle oder zum Klatschen aufraffen soll. Aber: Das Dresdner Publikum sei sachkundig, wolle aber nach den Erfolgen der vergangenen Jahre „auch mal gekitzelt“, werden, so Pautzsch.

Und auch die „kleinen“ Vereine, gern unter „Randsportarten“ eingeordnet, spielen nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bis zu 300 Zuschauer im Schnitt beim Handball, über 500 Zuschauer bei Lacrosse-Turnieren oder 100 Besucher beim Rugby zeigen, dass die Dresdner nicht nur den ganz großen Sport verfolgen. Vor zwei bis drei Jahren habe er die meisten Zuschauer noch gekannt, berichtet zum Beispiel Frank Bösenberg, Vorsitzender des Rugby-Vereins Dresden. Seitdem habe sich der Zuschauerschnitt aber immer weiter erhöht. Die meisten Besucher seien Dresdner, berichtet er, ab und zu höre man aber auch französische oder spanische Zwischenrufe.

Für die neuen Zuschauer biete der Verein auch einen besonderen Service: Fachkundige Freunde des Vereins kommentieren die Spiele, um den Neulingen die Details des Rugbyspiels näherzubringen. „Es sind eben noch nicht alle fachkundig“, so Bösenberg.

Beim Fußball zeigt sich sogar eine kleine Überraschung. Hinter den Zweitligaprofis von Dynamo rangiert Bezirksligist SG Weixdorf auf dem zweiten Platz in der Zuschauergunst. Mit 223 Fans pro Heimspiel lassen die Norddresdner auch Oberligist Dynamo Dresden II und Landesligist SC Borea hinter sich. Steve Maschik, Co-Trainer der SG Weixdorf, erklärt dies mit dem familiären Umfeld. Man sei eben eher ein „Dorfverein“, gibt er schmunzelnd zu. Dass fast alle Spieler aus dem eigenen Nachwuchs kommen, trage zudem zur Identität des Vereins mit dem Stadtteil bei. Seit dieser Saison gibt es zudem einen ersten Fanclub, der das Team unterstützt. „Die sind ziemlich kreativ“, freut sich Matschik.

Wie einfallsreich Fußballfans in unteren Ligen sein können, zeigen auch die Fans des DSC. Zwar kommen nicht mehr 3000 Zuschauer wie früher, sondern nur noch knapp 200 ins Heinz-Steyer-Stadion. Mit lautstarken Fans, die ein kleines Museum rund um die Vereinsgeschichte aufbauen, einem Web-Radio, das von jedem Spiel berichtet und einem eigenen Fan-TV, das alle Partien der Bezirksliga-Mannschaft aufzeichnet, präsentieren sich die Friedrichstädter aberhöherklassig.

Auch außerhalb des Liga-Alltags zeigen sich die Dresdner sportinteressiert. Im Durchschnitt 5000 Besucher kommen zu den Galopp-Renntagen nach Seidnitz, die Turngala des Dresdner SC lockt jährlich bis zu 3000 Zuschauer an, auch zum Springreiten nach Gompitz kommen im Schnitt 900 Schaulustige.

Stephan Lohse

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