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Sportakrobaten suchen Unterstützer für WM in China

DSC Sportakrobaten suchen Unterstützer für WM in China

Als Ende vergangenen Jahres Bundestrainer Igor Blintsov insgesamt zwölf Sportakrobaten des Dresdner SC für die Weltmeisterschaft in China (23. März bis 5. April 2016) nominierte, war die Freude bei den Athleten groß. Zugleich mischte sich ein dicker Wermutstropfen darunter.

Quelle: Archiv

Dresden.  Als Ende vergangenen Jahres Bundestrainer Igor Blintsov insgesamt zwölf Sportakrobaten des Dresdner SC für die Weltmeisterschaft in China (23. März bis 5. April 2016) nominierte, war die Freude bei den Athleten groß. Zugleich mischte sich ein dicker Wermutstropfen darunter. Denn weil Sportakrobatik nicht zu den olympischen Sportarten gehört, zahlen die Sportler und Trainer die Reisen zu solchen Saison-Höhepunkten zum großen Teil aus eigener Tasche. „Es ist eigentlich paradox. Unsere Sportler werden zunehmend erfolgreicher, aber müssen daher auch immer mehr Geld investieren. Weil wir immer mehr Sportakrobaten zu internationalen Wettkämpfen entsenden können, steigen die Kosten für Flüge, Unterkunft und Verpflegung an. Für viele Familien ist dies nicht mehr zu stemmen, weil sie Normalverdiener sind“, sagt DSC-Trainerin Petra Vitera. Und EM-Bronzemedaillengewinner Tim Sebastian, der erst am Wochenende mit seinem Riesaer Partner Michal Kraft bei der WM-Generalprobe im portugiesischen Maia Rang drei erreichte, erzählt: „Die Sponsorengewinnung ist in unserer Sportart extrem schwer. Ich selbst fahre viermal pro Woche zum Training nach Riesa, auf eigene Kosten versteht sich. Auch die Weltcups, EM- und WM-Starts zahlen ich und meine Eltern weitestgehend selbst. Ich mache neben meinem Studium noch eine Ausbildung und kann so ein wenig beitragen“, sagt Tim, der es mit seinem Partner in Putian mindestens unter die Top Sechs der Welt schaffen will.

Doch gerade eine WM-Teilnahme im Reich der Mitte kostet nicht wenig. Allein für den Flug sind über 600 Euro zu berechnen. Mehr als 1300 Euro kommen insgesamt für den Trip nach Putian pro Sportler zusammen. Für die Athleten und vor allem ihre Eltern eine enorme Belastung. Deshalb hat der DSC jetzt ein einmaliges Projekt ins Leben gerufen, um die Familien zu entlasten und dabei zu helfen, die insgesamt rund 15 000 Euro für diese WM-Teilnahme zu stemmen. Vor einer Woche wurde das Crowdfunding-Projekt zur Unterstützung der Sportakrobaten bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden gestartet. Das Ziel ist, durch diese Art der „Schwarmfinanzierung“ möglichst viele Spender zu finden. Bisher kamen schon knapp 1000 Euro zusammen. Allerdings befindet sich das Projekt noch in der „Startphase“. Erst wenn es 50 Fans hat, geht es in die Fundingphase über. Dann kann bis April 2016 gespendet werden. Wer also die DSC-Sportakrobaten auf ihrem Weg zur WM nach China unterstützen will, kann sich im Internet auf 99Funken.de registrieren.
 

Von Astrid Hofmann

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