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Späte Gegentore für Dynamo Dresden - Abwehr pennt besonders häufig in den letzten 15 Minuten

Späte Gegentore für Dynamo Dresden - Abwehr pennt besonders häufig in den letzten 15 Minuten

Ein Phrasenschwein gab es zu Herbergers Lebzeiten noch nicht. So war das für heutige Verhältnisse bescheidene Salär des legendären Bundestrainers auch nie in Gefahr, wenn der Waldhof-Bube den "Boss", die Walters oder Teufelskerl Turek gebetsmühlenartig mit badischem Akzent anraunzte: "Ein Spiel dauert 90 Minuten.

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Entsetzen bei Dynamo nach dem 2:2 in Paderborn: Zum siebenten Mal in dieser Saison hat der Aufsteiger in der Schlussminute ein Tor kassiert.

Quelle: Frank Dehlis

Dresden . Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Ein Phrasenschwein gab es zu Herbergers Lebzeiten noch nicht. So war das für heutige Verhältnisse bescheidene Salär des legendären Bundestrainers auch nie in Gefahr, wenn der Waldhof-Bube den "Boss", die Walters oder Teufelskerl Turek gebetsmühlenartig mit badischem Akzent anraunzte: "Ein Spiel dauert 90 Minuten." Und "Aus, Aus, Aus!", war das Spiel erst, wenn der Schiri abpfiff und Herbert Zimmermann vor dem Herzkasper rettete. Der "Sepp", fast alle seine Helden und auch Zimmermann sind längst tot, doch Herbergers Weisheiten sind unsterblich. Nur bei Dynamo Dresden scheinen sie sich noch nicht überall herumgesprochen zu haben, denn immer wieder kassieren die Schwarz-Gelben Gegentore in letzter Minute.

Das 2:2 von Paderborns Matthew Taylor am vergangenen Freitag, das den Aufsteiger zwei schon sicher geglaubte Punkte und den dritten Auswärtssieg kostete, war schon der siebente Gegentreffer, den Dynamo in dieser Saison in der Schlussminute kassierte. Eine unrühmliche Bilanz, die manch ordentlichen Auftritt der neuformierten Truppe schmälert.

"Wir müssen noch einen Tick mehr konzentriert sein bis zur letzten Minute. Daran müssen wir arbeiten und es in den nächsten Spielen besser machen", fordert Stürmer Zlatko Dedic, der nach Taylors Streich so dreinschaute, als hätte er gerade in eine Zitrone gebissen. Seine Saisontore sieben und acht schien der Slowene da schon fast vergessen zu haben.

Trainer Ralf Loose machte aus seinem Frust über den neuerlichen Lapsus in letzter Minute keinen Hehl: "Ich habe mir natürlich gewünscht, dass wir die drei Punkte einfahren, deswegen ist die Enttäuschung größer als die Freude über den einen Punkt." Wenigstens stand seine Mannschaft diesmal nicht ganz mit leeren Händen da wie bei den 1:2-Niederlagen in Düsseldorf und gegen Aue.

Am Freitag gegen Duisburg darf es gern mal wieder etwas mehr sein. Zwar besteht die Gefahr, dass Loose seine Mannschaft mit Herberger-Sprüchen schnell langweilt, doch irgendetwas muss schon an ihnen dran sein. Sonst hätte es 1954 kein Wunder von Bern gegeben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.02.2012

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