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Sitzvolleyballer wechseln zum Dresdner SC

Sitzvolleyballer wechseln zum Dresdner SC

Die Volleyball-Abteilung des Dresdner SC bekommt Verstärkung. Fünf Sitzvolleyballer um Nationalmannschaftskapitän Alexander Schiffler sind dem Verein jetzt beigetreten.

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Nationalmannschaftskapitän Alexander Schiffler (r.) spielt jetzt Sitzvolleyball beim Dresdner SC - zur Freude des Vorstandsvorsitzenden Jörg Dittrich.

Quelle: soccerfoto.

"Wir erhoffen uns dadurch mehr Öffentlichkeit, denn wir suchen noch Mitstreiter und Nachwuchs", sagt Schiffler, der einst Schwimmer war, aber nach einer Knochenkrebs-Erkrankung 1996 in Freital zum Sitzvolleyball fand.

Mittlerweile hat der 33-Jährige über 200 Länderspiele absolviert, nahm an drei Paralympics teil und holte nach Platz fünf in Sydney und Rang vier in Athen mit dem deutschen Team 2012 in London die Bronzemedaille. Zwei Jahre zuvor hatte der Wirtschaftsingenieur, der am Leipziger Institut für Energie als Projektleiter arbeitet und von seiner Firma sehr gut unterstützt wird, bei der WM in Oklahoma seine jetzige Frau Michelle kennengelernt. Auch sie spielt Sitzvolleyball, erkämpfte mit dem US-Team 2012 in London die Silbermedaille. Sie folgte ihrem Mann nach Deutschland und lernte kürzlich bei einem Lehrgang an der Internationalen Schule Ex-DSC-Spielerin Tesha Harry kennen.

Da ihr Mann schon kurz vorher den Kontakt zum DSC gesucht hatte, schloss sich der Kreis nun auf doppelte Weise. Bei Vorstandschef Jörg Dittrich stießen die Schifflers, die mittlerweile auch junge Eltern sind, auf offene Ohren. "Die Sitzvolleyballer brauchen mehr Öffentlichkeit und da können wir gern helfen. Dieser Aufgabe wollen wir uns stellen", so Dittrich. Inzwischen nahm sich Trainerin Beatrice Schultz, die früher schon einmal mit Sitzvolleyballern gute Kontakte hatte, der Sache an und organisierte in Gorbitz eine wöchentliche Trainingseinheit. Zweimal in der Woche trainiert Alexander Schiffler zudem am Bundesstützpunkt in Leipzig.

Einen Ligenbetrieb gibt es derzeit in Deutschland nicht, Spielpraxis wird nur bei Freundschaftsspielen und Turnieren gesammelt. "Es fehlt einfach an Mannschaften. Dabei können auf Vereinsebene auch nichtbehinderte Sportler mitspielen", wirbt Schiffler für seinen Sport. Derzeit bereitet er sich mit der Nationalmannschaft auf die EM in Warendorf im Oktober vor. Mindestens Silber müssten die Gastgeber gewinnen, wollen sie sich direkt eine Fahrkarte zu den Paralympics nach Rio de Janeiro erkämpfen.

Verantwortlicher Trainer der deutschen Sitzvolleyballer ist der ehemalige Junioren-Bundestrainer Rudi Sonnenbichler, der am Stützpunkt in Sinsheim Ende September auch maßgeblich an der Organisation der Deutschen Meisterschaft mitwirkt. Für Alexander Schiffler steht fest: "Wir wollen uns auf jeden Fall für Rio qualifizieren." Besonders angestachelt ist sein Ehrgeiz natürlich auch durch Ehefrau Michelle, die mit der USA-Nationalmannschaft die Qualifikation für das Turnier bereits geschafft hat.

Astrid Hofmann

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