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Sitzvolleyballer erreichen das EM-Finale

Sitzvolleyballer erreichen das EM-Finale

Die deutschen Sitzvolleyballer haben bei der Europameisterschaft in Warendorf das Finale erreicht.

Warendorf/Dresden. Das Team von Trainer Rudi Sonnenbichler setzte sich gestern in einem hart umkämpften und bis zur letzten Minute spannenden Halbfinale gegen Russland mit 3:2 (18:25, 26:24, 23:25, 25:21, 15:13) durch. Der anschließende Jubel kannte keine Grenzen, denn zugleich buchte die Nationalmannschaft damit das Ticket für die Paralympics in Rio. Denn der heutige Finalgegner Bosnien-Herzegowina ist als Weltmeister bereits für die Spiele im kommenden Jahr qualifiziert. "Wir sind überglücklich. Es war ein sehr schweres Spiel und im fünften Satz lagen wir bereits mit 3:8 zurück. Doch mit unglaublichem Kampfgeist und einer absolut geschlossenen Mannschaftsleistung haben wir den Spieß noch umgedreht", jubelte der sonst für den Dresdner SC spielende Alexander Schiffler nach der Partie und kündigte an: "Wir können das Finale jetzt völlig ohne Druck bestreiten, aber wir wollen schon nach dem Titel greifen. Mal sehen, was geht."

Das deutsche Team hatte sich schon zuvor in hervorragender Verfassung präsentiert, war nach den drei Vorrundenspielen gegen Italien, Polen und Kroatien ohne Satzverlust ins Viertelfinale eingezogen und bezwang dort auch Aserbaidschan mit 3:0. Spielführer Heiko Wiesenthal meint: "So stark wie jetzt waren wir seit Jahren nicht mehr." Die russische Mannschaft, die komplett aus Vollprofis besteht und schon lange zusammenspielt, war schon 2012 bei den Paralympics im Spiel um Platz drei Gegner des deutschen Teams und auch damals behielten die Männer um Alexander Schiffler die Oberhand.

Diesmal sorgten die Russen sogar noch für eine Extra-Motivationsspritze bei den Deutschen. Sie verloren ihr letztes Gruppenspiel gegen die bis dahin sieglosen Letten mit 0:3, um im Halbfinale Bosnien-Herzegowina aus dem Weg zu gehen. "Das Spiel wurde offenbar verschenkt und das ist mit dem Fair-Play-Gedanken unvereinbar", fand Rudi Sonnenbichler klare Worte für dieses Verhalten. Auch Alexander Schiffler bestätigt: "Das war unfair, aber es hat ihnen nicht genutzt." Der 33-Jährige freut sich umso mehr über das Ticket nach Rio, weil seine Frau Michelle mit dem USA-Team der Sitzvolleyballerinnen bereits die Fahrkarte zu den Paralympics in der Tasche hat und sie nun gemeinsam diesen Karriere-Höhepunkt erleben werden.

Astrid Hofmann

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