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Siegesserie der Dresdner Eislöwen ist gerissen

Niederlage in Kassel Siegesserie der Dresdner Eislöwen ist gerissen

Die Erfolgsserie der Dresdner Eislöwen ist gerissen. Nach sechs Siegen in Serie mussten sich die Elbestädter gestern vor 3037 Zuschauern bei den Kassel Huskies mit 2:3 (1:1, 0:2, 1:0) geschlagen geben. Für Trainer Bill Stewart war es im neunten Spiel seit seinem Amtsantritt allerdings erst die zweite Pleite.

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Eislöwe David Rodman (l.) und Kassels Thomas Merl stochern nach dem Puck.

Quelle: Jan-Malte Diekmann

Dresden.
In der 29. Minute bauten die „Schlittenhunde“ den Vorsprung durch einen Treffer von Manuel Klinge auf 3:1 aus.

Im letzten Abschnitt keimte noch einmal Hoffnung, nachdem Arturs Kruminsch in der 53. in Überzahl den 2:3-Anschluss markierte. Obwohl die Dresdner alles versuchten und die Hausherren im eigenen Drittel einschnürten, blieb es diesem Resultat. Trainer Bill Stewart meinte: „Wir haben ein hart umkämpftes Spiel gesehen, in dem Kassel letztlich einen Tick mehr gefightet hat als wir. Von der Intensität her geht es so auch in den Play-offs zur Sache. Das Spiel hat gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Aber es hat auch gezeigt, woran wir weiter arbeiten müssen“ so der Coach, der noch kurzfristig auf Marvin Cüpper verzichten musste. Der Torhüter wurde als Backup in Berlin gebraucht, ebenso wie Verteidiger Kai Wissmann. So war von den Förderlizenzspielern lediglich Vladislav Filin dabei.

Inzwischen ist auch klar, was sich seit einigen Wochen angedeutet hat: Die Eisbären werden die Kooperation mit Dresden nach sechs Jahren beenden, wie Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel dem MDR-Fernsehen jetzt bestätigte. Berlins Nachwuchstrainer Steffen Ziesche, der vor sechs Jahren gemeinsam mit Dresdens Ex-Trainer Thomas Popiesch die Zusammenarbeit auf den Weg brachte, äußerte dazu: „Die Zusammenarbeit klappte sehr gut, was auch ein Verdienst von Thomas Popiesch war.“ Dagegen haben Ziesche und Berlins Sportdirektor Stefan Ustorf als Spieler wohl keine guten Erinnerungen an den jetzigen Eislöwen-Coach Bill Stewart. So erklärte Ziesche in der Berliner Zeitung nach dem Amtsantritt des Kanadiers in Dresden: „Als wir davon erfuhren, haben wir uns alle erschrocken angeschaut.“

Zwar liegen die Ereignisse lange zurück, doch offensichtlich beeinflussen sie noch heute die Entscheidungsträger in der Hauptstadt. Hinzu könnte kommen, dass den Berlinern dafür ein sehr gutes Verhältnis zum neuen Trainer der Lausitzer Füchse, Paul Gardner, nachgesagt wird. Und außerdem ist Füchse-Hauptgesellschafter René Reinert mit seinem Unternehmen auch Sponsor bei den Eisbären. So könnte sich ein Wechsel der Kooperation von der sächsischen Landeshauptstadt in die Lausitz andeuten. Für die Eislöwen heißt dies, dass sie sich auf jeden Fall einen neuen Partner suchen müssen.

Derweil gelang dem Dresdner Ex-Trainer Thomas Popiesch bei seinem neuen Arbeitgeber Bremerhaven ein perfekter Einstand. Der 50-Jährige gewann mit den Fischtown Pinguins bei seinem Debüt an der Bande schon am Freitag gegen Ravensburg nach einem 0:3-Rückstand noch mit 5:4. Gestern ließen die Nordlichter in Heilbronn einen 7:1-Sieg folgen.

Von Astrid Hofmann

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