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Sie wollen Dresdens Trainer des Jahres werden

Sie wollen Dresdens Trainer des Jahres werden

Wieder ist ein Sportjahr zu Ende, wieder können Athleten aus Elbflorenz auf eine Reihe von großartigen Erfolgen zurückblicken. Wer hat den tiefsten Eindruck hinterlassen? Die DNN suchen in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund Dresdens die Sportler und Trainer des Jahres 2012. In erstmals sieben Kategorien (neu dabei sind die Senioren) stehen je sechs Kandidaten zur Auswahl.

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Alexander Waibl, Trainer der DSC-Volleyballerinnen.

Quelle: Stephan Lohse

Kreuzen Sie bitte jeweils Ihren Favoriten an und entscheiden Sie mit, wer am 9. März im Rahmen der Gala des Dresdner Sports im Internationalen Kongresszentrum als Sportler, Trainer oder Mannschaft des Jahres geehrt wird. Zwei Drittel des Stimmgewichts hat die DNN-Umfrage, mit einem Drittel geht das Votum einer Expertenjury in die Wertung ein. Die Vorstellung der Nominierten setzen wir heute mit den Trainern fort.

Volleyball-Trainer Sven Dörendahl...

...vom Erstliga-Aufsteiger VC Dresden hat in der letzten Saison noch selbst auf dem Feld Regie geführt. Der 39-jährige Ex-Profi lenkte als Spielertrainer damit gleich doppelt die Geschicke seines Teams, das mit einer unglaublichen Siegesserie in der 2. Bundesliga plötzlich vom Aufstieg in die Beletage des deutschen Männer-Volleyballs träumen konnte.

Angetrieben von ihrem erfahrenen, immer emotionsgeladenen und engagierten Chef schafften die VC-Männer das große Vorhaben. Nach dem umjubelten Aufstieg stellte Dörendahl die Volleyballschuhe in die Ecke und widmet sich neben seinem Halbtagsjob bei einem Sponsor voll und ganz seiner Aufgabe als Trainer. Und das macht er mit großem Ehrgeiz, er fordert und fördert seine Schützlinge und hat sich mit ihnen den Klassenerhalt auf die Fahne geschrieben.

Volleyball-Trainer Alexander Waibl

Mit den DSC-Damen hat Alexander Waibl im letzten Jahr zwar erneut den „großen Wurf“ verpasst, doch mit dem Erreichen des Achtelfinales in der Champions League und dem Gewinn des deutschen Vizemeistertitels wieder beachtliche Erfolge gefeiert. Der 44-Jährige, der die Mannschaft seit 2009 betreut, sieht seinen Job nicht nur als Beruf, sondern als Berufung. Er lebt Volleyball praktisch 24 Stunden am Tag, bereitet jede Trainingseinheit und jedes Spiel ausführlich und akribisch vor. Auch wenn am Ende wieder der Schweriner SC in der heimischen Margon-Arena den Titel feierte, spielte seine Mannschaft eine erfolgreiche Saison und bewies einmal mehr, dass sie zur Creme de la Creme des deutschen Damen-Volleyballs gehört. Der studierte Jurist Waibl gilt als kommunikativer Typ, der für seine Spielerinnen immer ansprechbar ist und der bei den Heimspielen auch  gern mit emotionalen Gesten das Publikum zu Höchstleistungen animiert.

 Basketball-Trainer Thomas Krzywinski

Krzywinski betreut die Dresden Titans seit 2009 und führte sie zweimal zum Aufstieg. Der 30-Jährige ist ein echtes Dresdner „Eigengewächs“, er lief in der Premierensaison der Titans 2005/06 noch selbst als Aufbauspieler auf, überzeugte damals auf dem Court als zuverlässige Kraft im Team, als Organisator mit Übersicht und der Fähigkeit, ein Spiel lesen zu können. Wegen des Studiums zog es ihn 2007 nach Leipzig, wo er beim USC Erfahrungen als Trainer im Nachwuchs und bei der zweiten Mannschaft in der 2. Regionalliga sammelte. Im Jahr 2009 folgte er dann dem Ruf in die alte Heimat und arbeitet seither engagiert, zielstrebig und mit großer Fachkompetenz für die Entwicklung des Basketballsports in der sächsischen Landeshauptstadt. Mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga ProB gelang ihm mit seinen Jungs 2012 der bislang schönste Erfolg.

Jens Kühn, Kanu-Trainer

Jens Kühn hat mit seinen Schützlingen auch 2012 wieder viele tolle Erfolge feiern können. Auch wenn es dem 54-Jährigen wohl in der Seele weh tat, dass sein Musterschüler Tom Liebscher „nur“ als Ersatzmann zu den Olympischen Spielen nach London fahren konnte. Kühn hatte sich bis zuletzt für seinen Schützling, der immerhin beim Weltcup in Duisburg auch Top-Mann Ronald Rauhe schlug, eingesetzt.

Auch sonst ist der Landestrainer immer für seine Athleten da, arbeitet mit ihnen fleißig und engagiert, damit sie ihre Ziele erreichen können. Mit Steffi Kriegerstein, die vergangenes Jahr Silber bei der U23-EM holte, und Junioren-Europameister Karl Weise hat Kühn in den letzten Jahren weitere Talente geformt und sie an die deutsche Spitze geführt. Er freut sich, wenn seine Schützlinge durch ihre Erfolge das Interesse auf sich und die Sportart lenken, aber selbst mag der ehemalige Junioren-Weltmeister nicht im Mittelpunkt stehen. Bereits zu DDR-Zeiten stieg Jens Kühn ins Trainergeschäft ein, musste zwischenzeitlich seine Brötchen jedoch als Handwerker verdienen, bevor er 1999 zum Sport zurückkehren konnte.

Boris Rozenberg, Trainer Wasserspringen am Bundesstützpunkt Dresden

Boris Rozenberg hält sich stets im Hintergrund. Er ist kein Mann, der große Töne spuckt, dafür überzeugt er mit Leistung. Seine Schützlinge schätzen ihn als ehrgeizigen, zielstrebigen und sehr engagierten Trainer, der ein hartes und strenges Training durchzieht, sie aber damit zu Höchstleistungen antreibt. Der aus der Ukraine stammende Trainer sammelte international schon Erfahrungen in Spanien, wo er von 1998 bis 2001 in Barcelona arbeitete und dann zwei Jahr in Madrid die Nationalmannschaft betreute.

Im Jahr 2003 wechselte er an den Stützpunkt nach Aachen, wo er Sohn Pavlo und Sascha Klein in die Weltspitze führte. Nach Problemen in Aachen kam Boris Rozenberg mit seinen beiden besten Athleten nach Dresden, wo er inzwischen auch Martin Wolfram oder seit kurzer Zeit auch Tina Punzel betreut. Unter seiner Leitung sprang der Dresdner Martin Wolfram bei den Olympischen Spielen in London vom Turm zu Platz acht. Für seine Verdienste und Erfolge wurde Boris Rozenberg zum „Trainer des Jahres“ im DSV gekürt.

DRC-Ruder-Trainer Egbert Scheibe...

...feierte mit seinen Schützlingen Tim Grohmann, Karl Schulze und Philipp Wende 2012 den größten Erfolg seiner bisherigen Trainerlaufbahn. Nachdem im Jahr zuvor der fast sicher geglaubte Weltmeistertitel durch ein Missgeschick noch flöten ging, gelang bei den Olympischen Spielen in London mit dem Gewinn der Goldmedaille im Doppelvierer die Krönung. Seit 2008 arbeitet der 54-Jährige als Bundesstützpunkttrainer im Bootshaus Cotta. Zuvor hatte der langjährige Nachwuchstrainer 15 Jahre in der Immobilienbranche sein Geld verdient. Doch dann packte der Ex-Ruderer seine Chance noch einmal beim Schopf, arbeitete mit seinen Schützlingen hart und ehrgeizig, um sie besser zu machen. „Er verfolgt eine klare Linie, geht aber auch auf uns ein“, sagt zum Beispiel Tim Grohmann über seinen Heimcoach.

Astrid Hofmann

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