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Shorttracker um Anna Seidel nach Russland abgereist

Kufenflitzer heiß auf EM in Sotschi Shorttracker um Anna Seidel nach Russland abgereist

Mit drei Stunden Verspätung starteten die deutschen Shorttracker gestern in Richtung Sotschi, wo ab Freitag bei der Europameisterschaft die ersten internationalen Medaillen in dieser Saison vergeben werden. Böse über die Verzögerung waren die Athleten allerdings nicht.

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Die frischgebackene deutsche Fünffach-Meisterin Anna Seidel will auch bei der EM angreifen.

Quelle: Steffen Manig

Dresden. Mit drei Stunden Verspätung starteten die deutschen Shorttracker gestern in Richtung Sotschi, wo ab Freitag bei der Europameisterschaft die ersten internationalen Medaillen in dieser Saison vergeben werden. Böse über die Verzögerung waren die Athleten allerdings nicht. "Wir hätten sonst neun Stunden Aufenthalt in Moskau gehabt, so müssen wir dort nur sechs Stunden die Zeit tot schlagen", meinte die Dresdnerin Bianca Walter lachend. Mit der frischgebackenen deutschen Meisterin Anna Seidel, den Juniorinnen Gina Jacobs und Anna Katharina Gärtner sowie dem deutschen Meister der Männer, Christoph Schubert dominieren im EM-Aufgebot die Farben des EV Dresden. Nur der Münchner Felix Spiegl ist als "Exot" in die Phalanx der sächsischen Kurzbahn-Spezialisten eingedrungen. Allerdings trainiert auch der Bayer seit geraumer Zeit am Bundesstützpunkt in Elbflorenz. "Wir pushen uns alle gegenseitig und das bringt uns auch voran", so der EM-Debütant, der zugibt: "Für mich ist die EM ein Bonus, denn ich hätte vor der Saison nicht wirklich mit einer Teilnahme gerechnet."

Mit Zielstellungen wollen sich die Schützlinge von Bundestrainer Miroslav Boyadshiev allerdings zurückhalten. "Ich möchte mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, doch nachdem es für mich bei den letzten Weltcups schon gut gelaufen ist und wir im Training täglich Fortschritte spüren, wäre ich mit einer Top-ten-Platzierung auf mindestens einer Strecke zufrieden", so die "Mutti der Kompanie", wie sich Bianca Walter als Älteste im Team selbst scherzhaft bezeichnet.

Dass gerade für Anna Seidel, die bei den Weltcups mit einem zweiten und einem dritten Platz in diesem Winter schon für Aufsehen sorgte, vielleicht sogar eine Medaille drin ist, will der Bundestrainer nicht öffentlich bestätigen. Aus gutem Grund: "Ich möchte ihr nicht zusätzlich Druck aufbauen, zumal für sie der Schwerpunkt auf der Junioren-WM anschließend in Sofia liegt", erklärt Boyadshiev. Deshalb bestreitet die 17-Jährige die EM auch aus dem vollen Training heraus, freut sich aber trotzdem auf das Wiedersehen mit der Olympia-Stadt, in der sie als jüngste deutsche Teilnehmerin 2014 schon Bekanntschaft mit der Halle machte. "Ich bin gespannt, wie sich alles entwickelt und verändert hat", so die Sportgymnasiastin, die mit den anderen beiden Juniorinnen gleich von Sotschi weiter nach Bulgarien zur JWM fliegt.

Erst danach kommt das Trio nach Hause zurück und darf sich dann gleich auf das nächste Highlight freuen. Denn vom 5. bis 7. Februar steigt in der EnergieVerbund-Arena der Weltcup. Wie Organisationschef Frank Dittrich gestern verriet, wird es ein rekordträchtiges Sport-Event: "Wir haben schon jetzt mit 207 Startern aus 30 Ländern so viele Meldungen wie noch nie zuvor und es könnten sogar noch werden." Das freut auch Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames (SPD), der die deutschen Shorttracker mit einer kleinen Süßigkeit zur EM verabschiedete und betonte: "Der Weltcup ist eine hervorragende Möglichkeit, um Dresden als Standort verschiedenster Eissportarten weiter zu profilieren und unsere Gastfreundlichkeit zu zeigen. Und ich hoffe, dass sich die gute Zuschauerresonanz, die es bisher schon gab, fortsetzen lässt."

Allerdings gestand Frank Dittrich, dass die geplanten Kundgebungen am 6. Februar den Organisatoren schon einige Kopfschmerzen bereiten, aber er hob auch hervor: "Ohne die Unterstützung der Stadt könnten wir den Weltcup nicht durchziehen." Der Ticketverkauf sei bislang schon gut angelaufen und Dittrich ist sicher, dass die Ränge wieder gut gefüllt sein werden. "Mit positiven Ergebnissen bei der EM können unsere Sportler natürlich noch einmal für Aufmerksamkeit sorgen", fügte er schmunzelnd hinzu.

Astrid Hofmann

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