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Shorttrack-Europameisterschaft: 4800 Zuschauer erlebten drei spannende Tage in Dresden

Shorttrack-Europameisterschaft: 4800 Zuschauer erlebten drei spannende Tage in Dresden

Als Paul Herrmann gestern Abend im Staffel-Finale der Shorttrack-Europameisterschaft in der EnergieVerbund-Arena als Dritter hinter Sieger Russland und den Niederländern die Ziellinie überquerte, feierten die rund 2000 Zuschauer das deutsche Quartett mit stehenden Ovationen.

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Das deutsche Team mit Robert Seifert, Paul Herrmann, Christoph Schubert und Daniel Zetzsche (v. li.) freut sich nach dem Staffelfinale über Bronze.

Quelle: dpa, Thomas Eisenhuth

Auf der anschließenden Ehrenrunde wirkte der 28-Jährige dann eher in sich gekehrt. "Ich wollte diese Minuten in Ruhe genießen, noch einmal möglichst viel von dieser unglaublichen Atmosphäre aufsaugen", erklärte der Dresdner, der seine Karriere nach der WM im März beendet und sich bei der EM zum letzten Mal den heimischen Fans präsentierte.

"Es war ein schöner Abend, besser könnte ich mich nicht verabschieden. Diese Medaille hat für mich einen hohen Stellenwert", strahlte er nach dem Gewinn von Bronze und zudem einem deutschen Rekord über 1000 Meter, den er im gestrigen Viertelfinale aufstellte. Mit Platz zehn erreichte Herrmann über diese Distanz auch seine beste Platzierung, im Mehrkampf belegte er Platz 18. Für seinen Abschied hatten sich seine Anhänger etwas Besonderes ausgedacht und ließen es Kuscheltiere aufs Eis regnen. "In meinem Bett ist dafür kein Platz mehr, aber Robert Seifert hat ja eine kleine Tochter, da werde ich sicher einige verschenken", meinte der Elbestädter grinsend.

Auch Olympiastarter Robert Seifert, der im Mehrkampf 16. wurde und über seine Paradestrecke, die 500 Meter, im Viertelfinale trotz seines Ausscheidens seinen eigenen deutschen Rekord verbesserte, zog nach den drei EM-Tagen ein positives Fazit: "Ich bin so froh, dass wir nach dem verkorksten Saisonstart gezeigt haben, dass wir es noch können. Für mich war es ein wichtiger Baustein auf dem Weg nach Sotschi."

Den Mehrkampftitel sicherte sich erstmals Victor An, der 2006 noch drei Olympiasiege für Südkorea holte und inzwischen für Russland startet. Nachdem der Holländer Sjinkie Knegt beim Überqueren der Ziellinie im Staffel-Finale mit ausgestrecktem Schlittschuh seinen russischen Kontrahenten von hinten in die Beine stieß, erhielt er vom Kampfgericht für diese Unsportlichkeit die Rote Karte. Nach langen Diskussionen wurde zudem am Abend entschieden, Knegt, der Bronze im Mehrkampf geholt hatte, aus allen Einzelergebnislisten zu streichen. Damit erhielt nicht nur sein Landsmann Niels Kerstholt Bronze, sondern auch Robert Seifert und Paul Herrmann rutschten jeweils einen Platz nach vorn (15/17).

Beste deutsche Damen insgesamt war Tina Grassow, die für Olympia-Starterin Anna Seidel (lief nach Infekt nur in der Staffel) im Einzel zum Einsatz kam. Sie erkämpfte sich im Mehrkampf einen guten 14. Rang und den achten Platz über 500 Meter. "Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl aus dieser EM, sowohl was meine Leistung angeht als auch in Bezug auf die gigantische Stimmung, die in der Halle herrschte. Das hat nach der schweren Saison noch einmal richtig Spaß gemacht", meinte sie. Ihre Vereinsgefährtin Julia Riedel, die Platz 27 erreichte, haderte hingegen: "Das war nicht mein Wettkampf. Ich habe mich zwar wie alle anderen unseres Team gesteigert, aber bei mir zeigte sich doch die fehlende Wettkampfpraxis." Leider verfehlten die deutschen Damen durch einen Wechselfehler in entscheidender Situation das Staffel-Finale. Das Quartett belegte Platz sechs. Ihren ersten Mehrkampf-Titel erkämpfte die Niederländerin Jorien Ter Mor, auch Staffel-Gold ging in die Niederlande.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.01.2014

Astrid Hofmann

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