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Shorttrack-Bundestrainer: „Stürze gehören zu unserer Sportart“

Weltcup in Dresden Shorttrack-Bundestrainer: „Stürze gehören zu unserer Sportart“

Glück und Leid lagen bei den deutschen Shorttrackern beim Heim-Weltcup in Dresden dicht beieinander. Wir sprachen mit Bundestrainer Miroslav Boyadzhiev über die Leistungen seiner Schützlinge.

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Bundestrainer Miroslav Boyadzhiev
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. Glück und Leid lagen bei den deutschen Shorttrackern beim Heim-Weltcup in Dresden dicht beieinander. Wir sprachen mit Bundestrainer Miroslav Boyadzhiev über die Leistungen seiner Schützlinge.

Frage: Wie fällt Ihr Fazit nach diesen drei Tagen aus?

Miroslav Boyadzhiev: Ich bin zufrieden. Unsere Damen-Staffel mit insgesamt drei Juniorinnen hat mit dem deutschen Rekord eine starke Leistung geboten. Und dass Bianca Walter das beste Weltcup-Wochenende ihrer Karriere erlebt hat, da kann man sich nur freuen. Bei Anna Seidel hat man ein wenig Müdigkeit gespürt. Sie hat in den letzten Wochen schon ein hartes Programm hinter sich. Ohne Sturz hätte sie aber auf jeden Fall das Potenzial gehabt, über 1500 m wieder unter die Top-Sechs zu laufen. Aber solche Stürze gehören nun einmal zu unserer Sportart. Bei den Männern fehlt noch ein Stück mehr zur Weltspitze, doch da ist die Leistungsdichte auch noch größer als bei den Frauen. Doch unsere Jungs sind noch relativ jung, sie müssen weitere Erfahrungen sammeln.

Anna Seidel hat zuletzt neben den Wettkämpfen bei den Erwachsenen auch die Junioren-WM bestritten und fährt jetzt zu den olympischen Jugendspielen nach Lillehammer, bestreitet danach auch noch die WM. Überfordert dieses Programm die 17-Jährige ein wenig?

Uns war von vornherein bewusst, dass sie bei dieser Wettkampfdichte die Kräfte auch nachlassen und sie nicht immer Top-Leistungen bringen kann. Doch das haben wir in Kauf genommen, zumal sie selbst sehr ehrgeizig ist und auch unbedingt in Lillehammer laufen wollte und bei diesem einmaligen Erlebnis einer Jugend-Olympiade dabei sein wollte. Auf jeden Fall werden wir nach der Saison alles analysieren und grundsätzlich überlegen, wo wir bei ihr die Prioritäten setzen.

Als Gastgeber des Weltcups hätten Sie in den Einzeldisziplinen bei Frauen und Männern je sechs Startplätze in Anspruch nehmen können. Sie haben aber nur vier Männer und die beiden Frauen nominiert. Warum?

Es hätte keinen Sinn gemacht, wenn wir Läuferinnen oder Läufer an den Start schicken, die noch weit hinterherlaufen. Für sie gibt es andere Wettkämpfe, um Erfahrungen zu sammeln. Zudem gibt es klare Nominierungskriterien und wir haben nur die Sportler antreten lassen, die die entsprechenden Normzeiten erreicht und unterboten haben.

Mit dem Münchner Leon Kaufmann-Ludwig fehlte ein Läufer, der sich zuletzt mit guten Leistungen in die Nationalmannschaft gelaufen hatte. Was ist mit dem 19-Jährigen?

Leon hat sich schon mehrfach die Schulter ausgekugelt und muss deshalb jetzt am 16. Februar operiert werden. Ein Start kam deshalb nicht in Frage. Er muss sich auskurieren, damit er in der neuen Saison wieder angreifen kann.

Von Astrid Hofmann

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