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Seidnitzer räumen beim zweiten Dresdner Renntag kräftig ab

Seidnitzer räumen beim zweiten Dresdner Renntag kräftig ab

Ein Hattrick, überzeugende Lokalmatadoren, über 6000 Besucher und ein stolzer Umsatz am Toto. Besser hätte der zweite Renntag auf der Galopprennbahn in Seidnitz nicht laufen können.

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Im Preis des Flugsportzentrums Bautzen gewann Summernight Rain unter Stephen Hellyn (2.v.r.) vor Moonlight Blues unter Martin Seidl (3.v.l.).

Quelle: Peter Weinhold

Dabei war DRV-Präsident Michael Becker zuvor schon ein wenig unsicher: Würden die Turf-Fans bei der Premiere von PMU-Rennen den zeitigen Beginn um 12 Uhr annehmen? Die Antwort ließ den Präsidenten und seine Mitstreiter am Sonnabend tief durchatmen und zauberte ihnen allen ein befreiendes Lächeln auf ihre Gesichter. Über 6300 Zuschauer fanden den Weg auch zur Mittagszeit auf die Bahn.

"Das ist ein sehr guter Zuspruch, darüber sind wir froh", so Becker. Wegen der erstmaligen Kooperation mit dem französischen Wettanbieter PMU, der die ersten vier Rennen weltweit live übertrug, musste die erste Startglocke bereits um 12 Uhr läuten. Das Experiment ist gelungen, vor allem auch wirtschaftlich. Wie DRV-Vizepräsident Rainer Naseband erklärt, hat sich der Renntag für die Veranstalter gelohnt: "Dank der Unterstützung durch die Franzosen können wir höhere Rennpreise ausloben, weil uns die PMU-Rennen selbst nichts kosten. Dazu bleiben uns aber die Bahnumsätze sowie die Prozente vom Gesamtumsatz, der diesmal mit 112 387 Euro um 37 000 Euro höher lag als im vergangenen Jahr. Das ist finanziell also sehr lukrativ." Zudem bekommen die Dresdner auch noch von den in Frankreich verwetteten 785 300 Euro drei Prozent. Grund genug für die Verantwortlichen, auch den drei weiteren PMU-Renntagen in diesem Jahr optimistisch entgegenzusehen.

Aber dieser Renntag bot noch andere Superlative. Die Lokalmatadoren gewannen sechs von sieben Rennen. "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es so etwas schon einmal gab", zeigte sich auch DRV-Geschäftsführer Uwe Tschirch beeindruckt. Lediglich die Hallenser Trainerin Angelika Glodde konnte mit ihrem 143:10-Außenseitersieg von Sterngold in die Phalanx der Seidnitzer eindringen. Schon zum Auftakt des Renntages konnte Trainerin Claudia Barsig zweimal jubeln. Im ersten Rennen entschied die dreijährige Stute Lascalina unter Andre Best den Zielspurt gegen den haushohen Favoriten The Artist knapp für sich. Allerdings hatte sich der dreijährige Hengst aus dem Stall von Trainer Andreas Wöhler im Schlussbogen verletzt, wie Jockey Eduardo Pedroza bestätigte. Wie sich später herausstellte, zog sich der Vollblüter eine Fraktur zu. Er wurde eingegipst und musste vorerst in Dresden bleiben. Im zweiten Rennen schlug das Duo Barsig/Best noch einmal zu und landete mit dem vierjährigen Wallach Korado den nächsten Sieg.

Nachdem Angelika Glodde Rennen Nummer drei für sich verbuchte, folgte ein lupenreiner Hattrick von Stefan Richter. Als erster erfüllte der 18:10-Favorit Summernight Rain unter Stephen Hellyn die in ihn gesetzten Erwartungen. Dabei konnten mit Quarryman (3.) aus dem Stall von Lutz Pyritz und Manouche (4.), der von Claudia Barsig betreut wird, den Erfolg aus Dresdner Sicht noch veredeln. Eher unerwartet kam für Stefan Richter der Erfolg von Königin Cala unter Rene Piechulek. Und dies war zugleich ein Jubiläum, wie Rennbahn-Chronist Klaus Dieter Graage vermerkte: "Das ist der 750. Sieg eines Dresdner Trainers nach Neugründung unseres Vereins 1991." Und Stefan Richter setzte im Hauptrennen des Tages, dem mit 7500 Euro dotierten Preis des Schillergarten, einem Ausgleich III über 1400 m, noch einen drauf. Der fünfjährige Wallach Marju Prince, der wieder von Stephen Hellyn geritten wurde, sicherte sich mit einem beeindruckenden Schluss-Spurt den Sieg und den Besitzern 3750 Euro Prämie. Den Schlusspunkt des Tages setzte der Seidnitzer Besitzertrainer Guido Scholze mit Rosentor.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.06.2015

Astrid Hofmann

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