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Sechs ganze Kerle - Wer wird Dresdens Sportler des Jahres?

Sechs ganze Kerle - Wer wird Dresdens Sportler des Jahres?

Wasserspringer Sascha Klein vom Dresdner SC ist seit Jahren ein Erfolgsgarant. Mit seiner Trainingseinstellung und seinem Ehrgeiz ist er in jeder Hinsicht ein Vorbild für den Nachwuchs.

Dresden.

Auch 2014 gehörte er bei der Heim-Europameisterschaft in Berlin zu den Favoriten und wurde dieser Rolle auch voll gerecht. Mit seinem Berliner Partner Patrick Hausding, mit dem er im Jahr zuvor Weltmeister geworden war, erkämpfte sich der gebürtige Eschweiler den siebenten Synchron-Titel vom Turm in Folge und insgesamt bereits seinen zehnten EM-Erfolg. Der Schützling von Trainer Boris Rozenberg hatte sich zudem gleich zum Auftakt der Titelkämpfe mit seiner DSC-Gefährtin Tina Punzel Bronze im Team-Wettbewerb geholt und er sicherte sich auch im Einzel vom Turm Bronze. Schon zuvor hatte der "Dauerbrenner" bei den hochkarätig besetzten Weltcup-Springen immer wieder mit vorderen Platzierungen seine Beständigkeit und Qualität unter Beweis gestellt.

Für Kanurennfahrer Tom Liebscher vom Kanuclub Dresden verlief das Jahr 2014 überaus erfolgreich. Mit seinem neuen Zweier-Partner Ronald Rauhe aus Potsdam bildete der 21-Jährige ein kongeniales Duo. Gemeinsam mit dem elf Jahre älteren Olympiasieger und 13-maligen Weltmeister düpierte der Sportsoldat und Student des Verkehrsingenieurwesens bei den Weltcups in Mailand, Racice und Szeged die internationale Konkurrenz und gewann im K2 über 200 m mit deutlichem Vorsprung. Auch bei der Heim-EM auf dem Beetzsee von Brandenburg war das neue "Dream-Team" nicht zu bezwingen und gewann über die 200 m Gold. Der ehemalige Junioren-Weltmeister startet zudem auch noch im K1 über 500 m und ließ auch auf dieser Distanz nichts anbrennen, gewann seinen zweiten Titel. Beim Saison-Höhepunkt, den Weltmeisterschaften in Moskau, mussten sich Liebscher/Rauhe im Finale nur den Überraschungssiegern aus Serbien Nebojsa Grujic/Marko Novakovic geschlagen geben. Zum Abschluss eines grandiosen Jahres sammelte der Schützling von Heimtrainer Jens Kühn bei den Deutschen Meisterschaften noch dreimal Gold und einmal Silber für seinen Verein.

Shorttracker Robert Seifert vom Eislauf-Verein Dresden war neben der erst 15-jährigen Vereinsgefährtin Anna Seidel der einzige deutsche Vertreter seiner Sportart bei den Olympischen Spielen in Sotschi. Damit erlebte der 26-Jährige nach Vancouver seine zweiten Olympischen Spiele als Sportler. Nach einer schwierigen Vorbereitung konnte der ehemalige Junioren-Weltmeister über 500 m seine Medaillenträume auf seiner "Schokoladendisziplin" leider nicht in die Tat umsetzen und blieb schon im Vorlauf hängen. Aber bei der Heim-EM in Dresden hatte er mit der deutschen Staffel noch einmal einen schönen Erfolg gefeiert und die Bronzemedaille gewonnen. Nach der WM von Montreal beendete Robert Seifert seine Laufbahn. Dabei kann er nicht nur auf zwei Olympia-Teilnahmen zurückblicken, er erlebte auch zehn Welt- und fünf Europameisterschaften, gewann 2012 als erster und bislang einziger deutscher Shorttracker einen Weltcup.

Leichtathlet Karl Bebendorf vom Dresdner SC hat im Jahr 2014 bei den Deutschen U20-Meisterschaften in Wattenscheid mit einem sensationellen Endspurt von sich reden gemacht. Der 18-Jährige entriss über 2000 m Hindernis praktisch auf der Ziellinie seinem Konkurrenten Patrick Karl (Ochsenfurth) noch den Sieg. Nach einer Bronzemedaille im Jahr zuvor feierte der Schützling von Trainerin Katja Hermann mit dem Gewinn der Goldmedaille seinen bislang größten Erfolg. Mit der Zeit von 5:46,53 Minuten verbesserte das Talent seine Bestmarke gleich um rund neun Sekunden. Katja Hermann, die einst auch Hindernis-Europameister und Vize-Weltmeister Hagen Melzer betreute, bescheinigt ihrem Schützling viel Talent: "Er hat sich von Anfang an gut angestellt, verfügte mit seinen sehr guten Leistungen über 800 m und 1500 m über eine gute Basis.

Kanurennfahrer Karl Weise vom WSV "Am Blauen Wunder" hat 2014 den bislang größten Erfolg seiner noch jungen Karriere gefeiert. Der Schützling von Jens Kühn qualifizierte sich für die U23-Nationalmannschaft und gewann bei der EM im französischen Mantes-en-Yvelines im K4 über 1000 m die Goldmedaille. Mit dem gleichen Boot verfehlte er anschließend bei der U23-WM in Szeged mit Platz vier das Treppchen nur hauchdünn. Bei den Deutschen Meisterschaften sicherte er sich gemeinsam mit Tom Liebscher den Titel im K2 über 500 m. "Karl hat sein zweites Jahr im U23-Bereich hervorragend gemeistert und sich gut in die Mannschaft integriert. Er ist sowohl ein guter Einer- als auch Mannschaftsfahrer", sagt Jens Kühn über seinen Schützling.

Leichtathlet Jan Riedel vom Dresdner SC ist auf der Mittelstrecke zu Hause, speziell auf den 800 Metern. In diesem Sommer landete der 25-Jährige seinen bisher schönsten Erfolg. Bei den Deutschen Meisterschaften Ende Juli in Ulm konnte der Schützling von Jochen Wiedemann über seine Spezialstrecke die Bronzemedaille gewinnen. Er verfehlte dabei die Silbermedaille denkbar knapp um zwei Hundertstel. Mit 1:47,35 Minuten stellte er 2014 auch eine neue Bestleistung auf. Beim Abschluss-Sportfest des DSC konnte Jan Riedel zudem über 600 m den bisherigen Hallen-Landesrekord von Rico Lieder (Chemnitz) verbessern und mit 1:17,15 min eine herausragende Zeit erreichen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.01.2015

Astrid Hofmann

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