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Sechs Asse aus Dresden kämpfen um eine Olympia-Fahrkarte nach London

Sechs Asse aus Dresden kämpfen um eine Olympia-Fahrkarte nach London

In 98 Tagen werden in London die XXX. Olympischen Sommerspiele eröffnet. Vor vier Jahren in Peking vertrat mit Hochspringer Raúl Spank nur ein Leichtathlet die Farben des Dresdner SC beim größten Sportereignis der Welt.

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Raúl Spank, Matthias Haverney, Georg Fleischhauer und Martin Grothkopp (v.l.n.r.) träumen von der Olympia-Teilnahme in London.

Quelle: Frank Dehlis

Dresden . Dresden (DNN). In 98 Tagen werden in London die XXX. Olympischen Sommerspiele eröffnet. Vor vier Jahren in Peking vertrat mit Hochspringer Raúl Spank nur ein Leichtathlet die Farben des Dresdner SC beim größten Sportereignis der Welt. Vier Jahre später soll er kein "Einzelkämpfer" mehr sein. Trainer und Athleten haben die Zeit genutzt und am weiteren Aufschwung der DSC-Leichtathletik gearbeitet. Abteilungschef Gert Töpfer stellte gestern die aussichtsreichsten Kandidaten vor: "Bei uns haben sich sechs Sportler auf die Fahnen geheftet, Olympia anzugehen, drei davon liegen dabei sehr gut im Rennen."

Allen voran natürlich Spank, Fünfter von Peking, der sich nach zwei eher mageren Jahren viel vorgenommen hat. "Ich bin derzeit das blühende Leben, nur etwas kaputt vom vielen Training", so der 23-Jährige, der aus den Niederlagen in der Vergangenheit gelernt hat. "Vor allem nach der Hallen-WM in diesem Jahr hatten wir eine sehr kreative Phase, haben neue Wege beschritten und jetzt hoffen wir, dass wir die Früchte der Arbeit ernten können", blickt Trainer Jörg Elbe ebenfalls zuversichtlich in Richtung Sommer, der mit den Europameisterschaften Ende Juni noch einen Höhepunkt bereithält. Spank will am 12. Mai beim DSC-Sportfest in die Saison einsteigen und schon im Mai Bestleistung springen. Bisher hat er 2,33 m zu Buche stehen, die Norm für Olympia liegt bei 2,31 m. Für DSC-Cheftrainer Dietmar Jarosch stehen die Chancen von Spank auf das London-Ticket bei 85 Prozent.

Ebenfalls auf 85 Prozent schätzt Jarosch die Hoffnungen bei Neuzugang Thomas Schneider. Der 23-jährige 400-m-Spezialist aus Forst gehört zu den Anwärtern auf einen Platz in der 4 x 400 m-Staffel und zählt zu jenen fünf Top-Kandidaten, die sich gegenwärtig in Florida auf die Saison vorbereiten. Schon letztes Jahr gehörte der Schützling von Trainer Jochen Wiedemann zur WM-Staffel und erreichte eine Bestleistung von 45,56 Sekunden.

Das dritte "heiße Eisen" des DSC ist 400-m-Hürdenläufer Georg Fleischhauer, der im vergangenen Sommer der Überflieger schlechthin war, mit 48,72 Sekunden eine fantastische Bestleistung aufstellte, sich für die WM in Daegu qualifizierte, wo er es bis ins Halbfinale schaffte. Allerdings lief beim Schützling von Trainerin Erika Falz zuletzt nicht alles nach Plan. "Anfang März habe ich es im Trainingslager auf dem Rabenberg wohl etwas übertrieben, seither plage ich mich mit einer Reizung an der Achillessehne und konnte deshalb auch zuletzt in Südafrika nicht so trainieren wie erhofft", berichtete der 23-Jährige gestern. Jarosch glaubt: "Zu 70 Prozent ist Georg in London dabei."

Ebenfalls bei 70 Prozent stuft er die Chancen von Hochspringer Matthias Haverney ein. Der 26-Jährige war zuletzt Vizemeister hinter seinem Trainingsgefährten Spank. Seine Bestleistung von 2,28 m will der gebürtige Magdeburger verbessern und sich damit die Fahrkarte nach London erkämpfen. "Ich bin fit und absolut zuversichtlich", so der Schützling von Jörg Elbe. Nächsten Freitag geht es mit der Trainingsgruppe erst einmal nach Teneriffa, Saisoneinstieg soll spätestens beim Springer-Meeting in Garbsen am 20. Mai sein. Dort wollte auch Dreispringerin Jenny Elbe erstmals ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Doch die Olympia-Hoffnungen der deutschen Vizemeisterin, die am Mittwoch 22 wurde, haben zuletzt einen herben Dämpfer bekommen. Nach einer schweren Angina zu Ostern diagnostizierten die Ärzte bei der Tochter von Jörg Elbe Pfeiffersches Drüsenfieber, das sie in ihren Saison-Vorbereitungen weit zurückwarf: "Mir fehlen vier Wochen Training. Ich hoffe, dass die Bluttests jetzt gut ausfallen und ich wieder loslegen kann. Aufgeben werde ich auf keinen Fall", gibt sich die Studentin kämpferisch. Die Prognose von Cheftrainer Jarosch klingt deshalb mit 50 Prozent eher verhalten.

Bei 400-m-Läufer Martin Grothkopp sieht Jarosch sogar nur eine Chance von 30 Prozent, dass der 25-Jährige einen Platz in der Staffel ergattert. "Wir müssen für eine Überraschung sorgen", weiß auch Trainerin Erika Falz, die aber auch betont: "Martin ist im Kommen, hat zuletzt sehr hart gearbeitet und ist auf dem Sprung, sein altes Niveau wieder zu erreichen." Seit sechs Wochen hat Grothkopp sein Diplom als Ingenieur für Wasserwirtschaft in der Tasche. "Damit habe ich den Kopf frei", so der Dresdner.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.04.2012

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