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Schwache DSC-Damen unterliegen Vilsbiburg im Pokal-Halbfinale klar in 0:3 Sätzen

Schwache DSC-Damen unterliegen Vilsbiburg im Pokal-Halbfinale klar in 0:3 Sätzen

Wie die Bilder sich gleichen. Der Gegner vollführt Freudentänze, jubelt und feiert. Auf der anderen Seite schauen enttäuschte DSC-Volleyballerinnen mit leerem, tränenverhangenem Blick enttäuscht zu Boden.

Dresden.

Erst im Mai erlebten die Fans dieses Szenario, als ihre Lieblinge zum dritten Mal in Folge in der Margon-Arena dem Schweriner SC die Meisterschale überlassen musste. Auf eine Wiederholung so kurz vor Weihnachten hätten alle gern verzichtet. Doch am Sonnabend scheiterte der deutsche Vizemeister erneut in einem wichtigen Match, das zuvor sogar zum "Spiel des Jahres" ernannt wurde. Das im Vergleich zum Frühjahr neu formierte DSC-Team unterlag im Halbfinale des DVV-Pokals den Roten Raben Vilsbiburg glatt mit 0:3 (18:25, 22:25, 20:25).

Eine bittere und auch überraschende Niederlage. Und eine, die besonders schmerzt. Denn wieder hat es der DSC nicht geschafft, das Pokal-Finale im Gerry-Weber-Stadion von Halle/Westfalen zu erreichen. Dort werden sich am 2. März 2014 nun Vilsbiburg und die VolleyStars Thüringen gegenüberstehen. Das vierte Jahr in Folge müssen die Dresdnerinnen zuschauen und haben damit das erste Saisonziel bereits verfehlt.

Erschreckend war vor nur 2300 Zuschauern aber vor allem das Wie dieser Pleite. Während die Roten Raben der Partie mit heißem Herz, unbändigem Willen und taktisch hervorragend eingestellt ihren Stempel aufdrückten, wirkten die Waibl-Schützlinge gehemmt, nervös und mit zunehmender Spieldauer ratlos. Wer noch am Mittwoch den ersten Satz gegen die russische Star-Truppe aus Omsk verfolgt hatte, der traute am Sonnabend kaum seinen Augen. Die Annahme wackelte, die Angreiferinnen bissen sich am gut eingestellten Vilsbiburger Block fest und mit den Aufgaben erzielte lediglich Youngster Juliane Langgemach Wirkung auf der Gegenseite.

Und die Statistik verrät, dass die Raben um die stark auftrumpfende Michelle Bartsch, die Kubanerin Liana Mesa und Mittelblockerin Dominique Lamb und auch Jung-Nationalspielerin Jennifer Geerties die Bälle nach schlechter Annahme und aus der Abwehr heraus deutlich besser verwerteten als der DSC. Dabei hatte Alexander Waibl schon lange vor diesem Spiel erklärt, dass die gesamte Trainingssteuerung auf dieses Halbfinale ausgerichtet sei. Zu sehen war das an diesem Abend, der nach nur 72 Minuten vorüber war, nicht. "Wir sind nicht dazu gekommen, unser eigenes Spiel aufzuziehen und unsere Leistung abzurufen. Das war wirklich nicht das, was wir uns vorgestellt hatten", gab ein maßlos enttäuschter DSC-Trainer zu. Am Wollen seiner Schützlinge hat es sicher nicht gelegen. Und dass sie es besser können, haben sie in dieser Saison schon bewiesen. Wie sich der Gegner mental auf die wichtige Partie eingestellt hatte, verriet die Ex-Dresdnerin Linda Helterhoff: "Wir haben vorher in der Kabine ein Motivations-Video geschaut, bei dem wir noch einmal unsere besten Szene aus anderen Partien erlebten. Das hat uns noch einmal so richtig gepusht und heiß gemacht, alle Kräfte zu mobilisieren."

Weil die DSC-Spielerinnen am Boden zerstört waren und sich mit ihrem Coach erst einmal in die Kabine zurückzogen, ließen die Verantwortlichen auch gleich die geplante Weihnachtsfeier mit Mannschaft und Sponsoren im ViP-Raum ausfallen. "Wir sind alle unheimlich traurig. Wir haben eine bittere Klatsche bekommen. Nach der zuletzt guten Entwicklung war das ein Rückschritt, den wir erst in Ruhe analysieren müssen", gestand auch Vorstandschef Jörg Dittrich.

Allerdings müssen die Spielerinnen schnell den Schalter umlegen, denn bereits morgen steht das letzte Gruppenspiel der Champions League im französischen Beziers an.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.12.2013

Astrid Hofmann

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