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Schuppan staunt: "Es hat sich gar nichts verändert"

Schuppan staunt: "Es hat sich gar nichts verändert"

Für den Rest der Dynamo-Mannschaft war es nur ein Pflichttermin, für Sebastian Schuppan ein Ausflug in die Vergangenheit: Der 25-jährige Linksfuß fühlte sich am Sonnabend beim 8:0 (2:0)-Testspielerfolg in der Elsterkampfbahn auf Schritt und Tritt an alte Zeiten erinnert.

Senftenberg/Dresden .

Von Jochen Leimert

Bei der FSV Glückauf Brieske Senftenberg hatte der in Lauchhammer geborene Kicker einst das Kicker-Abc gelernt, jetzt kehrte er als Zweitliga-Profi zu seinem Jugendverein zurück.

"Ich war schon eine ganze Weile lang nicht mehr da, aber es hat sich gar nichts verändert, selbst der Geruch in den Kabinen ist noch der gleiche", muss Schuppan schmunzeln. "Einerseits ist das schön, aber andererseits hatte ich gehofft, dass sie doch das eine oder andere neu gemacht haben", fühlte sich der Heimkehrer hin- und hergerissen zwischen Nostalgie und enttäuschten Erwartungen.

Nicht ganz erfüllt haben sich bisher auch Schuppans Hoffnungen, in der 2. Bundesliga als Stammspieler Fuß zu fassen. Dabei sah es zunächst sehr gut für den Lausitzer aus: Bis zum 6. Spieltag, dem 0:3 in Duisburg, lief der Aufstiegsheld als Linksverteidiger in der Startelf auf. Nach der Verpflichtung des bosnischen Ex-Nationalspielers Muhamed Subasic am 30. August wurde er allerdings nur noch in Braunschweig (2:0) und Düsseldorf (1:2) eingewechselt. Obwohl Subasic auch nicht durchgängig überzeugte, schoss er schon drei Tore und besitzt derzeit die besseren Karten bei Trainer Ralf Loose.

Der Coach nutzte in Senftenberg einmal die Gelegenheit, beide gemeinsam spielen zu lassen. In der ersten Halbzeit hatte der Bosnier die Linksverteidiger-Position inne, Schuppan durfte sich davor zeigen und leitete mit einer Balleroberung und einem Pass auf Vorlagengeber Marcel Heller das 1:0 durch Giannis Papadopoulos ein (9.). "Es ist immer schön, mal wieder im Mittelfeld zu spielen", freute sich Schuppan, den Ex-Trainer Matthias Maucksch im Sommer 2010 fürs linke Mittelfeld aus Paderborn geholt hatte.

Spielzüge wie beim 1:0 konnte Schuppans aktueller Klub im Senftenberger Ortsteil Brieske aber nur wenige zeigen. Loose bemängelte nach der ersten Halbzeit, in der nur noch Pavel Fort auf Eckball von David Solga ein Tor gelungen war (33.), dass seine Jungs zu locker in die Partie gegangen wären: "Über die Flügel kam zu wenig, insgesamt fehlte unserem Spiel Laufbereitschaft und Spieltempo." Schuppan widersprach nicht: "Ich glaube, wir haben nicht so gut gespielt. Es war eine harte Woche und nach dem letzten von drei Spielen innerhalb von sechs Tagen waren wir vielleicht ein bisschen müde." Ein Lob richtete er hingegen an seinen Ex-Klub: "Die Jungs waren topmotiviert, sind gelaufen wie die Hasen." Nach der Pause gaben die eingewechselten Profis aber spürbar mehr Gas, der Landesligist aus Brandenburg baute derweil wie erwartet ab. Von den sechs Toren, die Dynamo so noch gelangen, gingen fünf auf das Konto des Brasilianers Cidimar (50., 61., 65., 69., 73.), Oliver Genausch markierte vor 750 Zuschauern auf Pass von Sascha Pfeffer das zwischenzeitliche 7:0 (71.). So konnte der haushohe Favorit doch noch halbwegs zufrieden wieder nach Dresden fahren. Sebastian Schuppan blieb noch ein bisschen länger in der alten Heimat bei Freunden und Verwandten. Und sein Trikot wurde er natürlich auch los: "Das hatte ich schon vorher einem Freund versprochen."

Dynamo: Hesl (45. Kirsten) - Subasic (32. Merkel), Stoll (45. Jungwirth), Brégerie (45. Wagner), Gueye (45. Schnetzler) - Koch (45. Pfeffer), Solga (45. Kegel), Papadopoulos (45. Jungnickel), Schuppan (45. Knoll) - Heller (45. Genausch), Fort (45. Cidimar)

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.11.2011

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