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Schuppan kehrt als Dynamo-Stammkraft nach Paderborn zurück

Schuppan kehrt als Dynamo-Stammkraft nach Paderborn zurück

"Das einzig Gute, was ich aus Paderborn mitgenommen habe, ist meine Freundin", sagte Sebastian Schuppan, als er nach einem Seuchenjahr im Sommer 2010 seine Zelte beim SC Paderborn abbrach und sportlich neues Glück bei Dynamo Dresden suchte.

Dresden.

Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). "Das einzig Gute, was ich aus Paderborn mitgenommen habe, ist meine Freundin", sagte Sebastian Schuppan, als er nach einem Seuchenjahr im Sommer 2010 seine Zelte beim SC Paderborn abbrach und sportlich neues Glück bei Dynamo Dresden suchte. Längst hat es der 25-jährige an der Elbe gefunden und kehrt am Freitag (18 Uhr) als Stammspieler nach Ostwestfalen zurück. Dort will der Linksverteidiger mit den Schwarz-Gelben die 0:4-Schlappe von Berlin vergessen machen und vor alten Bekannten eine gute Figur abgeben.

Der gebürtige Senftenberger geht die Aufgabe mit Zuversicht an: "Viel schlechter als in Berlin kann es ja nicht mehr werden. Wir geben im Training Vollgas und gehen mit erhobenem Kopf und breiter Brust nach Paderborn." Das 0:4 werfe Dynamo nicht um, "wir wissen, dass wir ein Aufsteiger sind und hin und wieder mal einen Dämpfer kriegen", so Schuppan. Zuvor habe die Mannschaft gute Leistungen gezeigt, das Potenzial sei da. Dass er nach vier Gegentoren in der letzten Partie als Abwehrspieler um seinen Stammplatz fürchten muss, glaubt Schuppan nicht: "Ich habe keine Angst. Ich glaube, dass ich in den letzten Spielen meine Leistung abgerufen habe. Vier Gegentore heißt auch nicht, dass immer nur die Abwehr schuld ist. Ich denke, dass wir in der zweiten Halbzeit in Berlin als gesamte Mannschaft nicht gut nach hinten gearbeitet haben."

Ein Problem, das zuletzt auch sein Ex-Klub Paderborn beim 1:5 in Fürth offenbarte. Beim Tabellenfünften, der mit nur einem Punkt Rückstand auf einen Aufstiegsplatz noch von der Bundesliga träumen darf, heißt die Devise: Angriff ist die beste Verteidigung. "Ich denke, dass wir die Paderborner attackieren müssen, damit sie gar nicht erst zu Chancen kommen. Das wird aber sehr schwer, denn sie haben wirklich eine gute Mannschaft. Nach 21 Spieltagen kann man nicht nur mit Glück oben stehen", glaubt Schuppan.

Im Hinspiel zeigten die Blau-Schwarzen beim 2:1-Erfolg in Dresden, welch harter Brocken sie sind. Nach Analyse der Partie vom 21. August meint Schuppan, "dass wir uns auswärts nicht nur hinten reinstellen und warten sollten, was die machen. Wir wissen, dass sie um das Tor herum und bei jeglichen Standardsituationen brandgefährlich sind". Allein der Top-Torjäger der Liga, Nick Proschwitz, der schon 14 Mal einnetzte, oder der Albaner Alban Meha (5 Tore) seien immer für einen Treffer gut. "Wir müssen sie von unserem Tor weg halten und unser Spiel machen. Wir können eine sehr unbequeme Mannschaft sein, wenn wir den anderen auf den Füßen stehen. Und wir haben nach vorne auch gute Qualität", ist Schuppan überzeugt.

Dass er trotzdem mit seiner aktuellen Mannschaft satte 17 Punkte hinter seinem ehemaligen Arbeitgeber auf Platz zehn rangiert, stört den im Westen nur privat glücklich gewordenen Profi nicht. Er hadert nicht damit, dass er es beim SC Paderborn in zwei Jahren nur auf 14 Spiele brachte, den Durchbruch in der 2.Liga infolge eines Trainerwechsels und von Verletzungen damals nicht schaffte. Der Wechsel von Cottbus nach Paderborn sei kein Fehler gewesen: "Es war nicht vorauszusehen, dass es im zweiten Jahr so schlecht laufen würde. In der gleichen Konstellation wie damals würde ich heute wieder dorthin wechseln. Jeder Profi hat mal eine weniger gute Phase, die war bei mir in Paderborn. Ich hege deswegen aber keinen Groll." Im Gegenteil: "Ich freue mich auf das Spiel, habe dort noch viele gute Freunde, auch noch engen Kontakt zu Spielern." Mit Pfiffen der Fans gegen ihn rechnet Schuppan auch nicht: "Wenn ich gespielt habe, habe ich immer alles gegeben. Und wenn sie pfeifen wollen, dann ist mir das relativ egal."

Nicht egal ist ihm dagegen das Punktekonto von Dynamo, denn in Dresden sieht er seine nähere Zukunft. "Wir sind in Gesprächen. Beide wollen, dass die Zusammenarbeit bestehen bleibt. Es sind noch ein paar Details zu klären, aber ich denke, das ist nichts, wo wir noch ewig weit auseinander sind. Ich bin ganz beruhigt, weil beide Seiten verlängern wollen." Sein Berater Jörg Neubauer weilte zuletzt im Ausland, "er kommt diese Woche aber wieder - und dann werden wir sehen, ob wir uns einigen können". Auch seiner Freundin Maria gefällt es in Sachsen: "Wir fühlen uns sehr wohl hier. Was das ganze Fluidum in Dresden angeht, gibt es in der 2. Liga nicht viel Besseres. Deswegen habe ich keine Absichten zu wechseln."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.02.2012

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