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Schneiderheinze auf dem Weg zu Gold

Bob-WM Schneiderheinze auf dem Weg zu Gold

Einen besseren Auftakt der Bob-Weltmeisterschaft in Innsbruck/Igls hätte sich die deutsche Mannschaft nicht wünschen können. Die Erfurterin Anja Schneiderheinze liegt nach zwei von vier Läufen mit ihrer Anschieberin Annika Drazek mit 31 Hundertstelsekunden in Führung vor Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada.

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Im ersten Lauf schockten Anja Schneiderheinze (l.) und Annika Drazek die Zweierbob-Konkurrenz in Innsbruck mit einem Bahnrekord.

Quelle: Foto: imago

Innsbruck/Dresden. Einen besseren Auftakt der Bob-Weltmeisterschaft in Innsbruck/Igls hätte sich die deutsche Mannschaft nicht wünschen können. Die Erfurterin Anja Schneiderheinze liegt nach zwei von vier Läufen mit ihrer Anschieberin Annika Drazek mit 31 Hundertstelsekunden in Führung vor Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada. Auf Platz drei rangiert Titelverteidigerin Elana Meyers Taylor (USA). Damit ist Schneiderheinze, die als Anschieberin schon Olympiasiegerin und Weltmeisterin war, zur Halbzeit auf dem besten Weg zu ihrem ersten WM-Gold als Pilotin.

Gleich im ersten Lauf hatte „Schneidi“, wie die beliebte Athletin von allen gerufen wird, mit neuem Bahnrekord von 52,94 Sekunden die Konkurrenz geschockt. Sie ließ sich dabei auch nicht vom Sturz der österreichischen Lokalmatadorin Christina Hengster, der zum Glück nichts passierte, aus der Ruhe bringen. „Es war wirklich sehr schnell. Das habe ich vor allem im unteren Teil der Bahn gemerkt, denn da hatte ich Mühe, die Linie zu halten“, sagte Schneiderheinze, die auch zugab: „Nachdem meine Saison bisher nicht so prickelnd verlief, war der EM-Titel in St. Moritz schon ein Befreiungsschlag.“ Die Grundlage ihrer Halbzeit-Führung war die Startbestzeit von 5,40 Sekunden, die sie in beiden Läufen hinlegte.

Der Riesaer Co-Bundestrainer Gerd Leopold freute sich besonders auch über die starke Vorstellung der Oberbärenburger Junioren-Weltmeisterin Stephanie Schneider, die mit Anschieberin Lisa Marie Buckwitz vor den heutigen beiden abschließenden Läufen auf einem hervorragenden vierten Platz liegt. „Ein Platz unter den Top-Sechs wäre für sie absolut super“, zeigte sich der Coach mehr als zufrieden. Schneider, die noch vor knapp einem Jahr bei der WM in Winterberg als Anschieberin von Cathleen Martini die Bronzemedaille holte, hatte sich vor knapp zwei Wochen als Pilotin bei der Junioren-WM an gleicher Stelle Gold geholt und sich damit das Startrecht für die WM erkämpft. Bei ihrer Weltcup-Premiere in St. Moritz am vergangenen Wochenende überzeugte die aus Erlabrunn stammende Athletin zudem mit einem ausgezeichneten sechsten Rang und durfte sich damit sogar über EM-Bronze freuen. Die Oberhoferin Mariama Jamanka, die mit Erline Nolte fährt, rangiert bei Halbzeit auf Platz sieben.

Heute greifen auch die Männer ins Geschehen ein. Die ersten beiden Läufe im Zweierbob stehen an. Die Frage in den letzten Tagen war: Wie fit ist Titelverteidiger Francesco Friedrich nach seinem Muskelfaserriss? Gerd Leopold erklärte gestern: „Er hat sich noch einmal athletischen Belastungstests unterzogen, die verliefen sehr gut. Deshalb muss er beim Wettkampf die Verletzung ausblenden. Die fragliche Stelle wird getapt und wir hoffen einfach, dass das Bein hält.“ Der Oberbärenburger wird mit Anschieber Thorsten Margis mit Startnummer zehn ins Rennen gehen. Auch der zweite Oberbärenburger Starter Nico Walther geht mit Anschieber Christian Poser zuversichtlich ins Rennen. „Er hat in Igls schon sehr gute Startzeiten hingelegt. Er darf sich nur nicht unter Druck setzen, dann ist alles möglich“, meint Leopold. Walther wird den Wettkampf mit Startnummer eins eröffnen. Vierer-Weltmeister Maximilian Arndt startet als Siebenter und Junioren-Weltmeister Johannes Lochner als Sechzehnter.

Von Astrid Hofmann

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