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Schluss mit lustig: Peter Pacult ist zurück bei Dynamo Dresden

Schluss mit lustig: Peter Pacult ist zurück bei Dynamo Dresden

Statt Sachertorte und Leipziger Allerlei gibt es nun wieder Eierschecke, für die Spieler statt sanfter Hand die harte Peitsche: Peter Pacult ist zurück bei Dynamo Dresden.

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Die Jacke passt: Gut sechs Jahre nach seinem Abgang aus Dresden wird Peter Pacult erneut Dynamo-Trainer.

Quelle: dehli-news/M. Rietschel

Dresden. Von Tina Hofmann und Thomas Scholze

Er war einer von mehreren "interessanten" Kandidaten. Die Führungsgremien der SGD entschieden sich gestern nach einer Abstimmung für den Österreicher, der an der Elbe ein guter alter Bekannter ist.

Zum zweiten Mal in seiner Trainerlaufbahn nimmt Peter Pacult nun Anlauf, die Schwarz-Gelben vor einem Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga zu retten. 2006 schlug das Unternehmen fehl, am Ende der Saison stand trotz 28 Punkten unter der Regie Pacults der Fall in die damals drittklassige Regionalliga. Dem Trainer bescheinigten damals dennoch fast alle eine sehr gute Arbeit an der Elbe. "Ich freue mich auf meine Rückkehr nach Dresden, über herausragende Fans, ein tolles Stadion und die herausfordernde Aufgabe mit Dynamo", erklärte Pacult in der Pressemitteilung, mit der der Verein die Verpflichtung des 53 Jahre alten Wieners gestern Nachmittag offiziell bestätigte.

Peter Pacult beerbt damit Ralf Loose, der am 9. Dezember seinen Stuhl räumen musste. "Wir sind sehr glücklich, dass wir uns mit ihm so schnell auf eine Zusammenarbeit einigen konnten. Ich bin überzeugt, dass wir mit Peter Pacult das Ziel Klassenerhalt erreichen werden", sagte der Sportliche Leiter Steffen Menze. Heute 11 Uhr wird der Österreicher offiziell vorgestellt, Menze bezeichnet ihn als Wunschkandidaten.

Am 3. Januar beginnt (vorbehaltlich anderer Pläne des neuen Übungsleiters) die Mission Klassenerhalt. Da Pacult wie schon im Dezember 2005 seinen Fitness-und Konditionstrainer Christian Canestrini mitbringt, sollten die Spieler die Finger vom fetten Weihnachtsbraten lassen. Die bei ihm in der Reha schuftenden Verletzten meinten schon bei Pacults erstem Engagement in Dresden, dass es unter dem drahtigen Muskelmann, der das Wort Fett zumindest am eigenen Körper nicht kennen dürfte, härter zuging als beim "normalen" Trainern. Von einem Co-Trainer Tom Stohn ist diesmal allerdings keine Rede, so wird Nico Däbritz wohl auch unter einem Chef Pacult der zweite Mann bleiben.

Der Auftrag an die neue sportliche Leitung lautet: die Mannschaft wieder auf Vordermann bringen. Das gelang im Winter 2005/2006 gut, intensiven Trainingswochen folgte ein ordentlicher Liga-Einstand unter Pacult, der aber bei der 0:1-Niederlage in Freiburg nicht mit Punkten belohnt wurde. Letztlich scheiterte das Unternehmen Klassenerhalt trotz eines abschließenden 3:1-Sieges in Rostock und 41 Punkten an einem mageren Zähler. Pacult führte Dynamo nach dem bitteren Abstieg erfolgreich in die Regionalliga, nahm dann aber nach nur sechs Spielen seinen Hut beim Tabellenführer, da er ein lukratives Angebot seines "Herzens"-Vereins Rapid Wien nicht ausschlagen wollte.

Das ist bei den Offiziellen in Dresden vergeben und vergessen, sie vertrauen dem Österreicher. "Mich hat das Auswahlverfahren in dieser für uns so wichtigen Personalentscheidung überzeugt. Wir alle sind sehr zuversichtlich, dass Peter Pacult mit dem großen Erwartungsdruck umgehen kann und ihn im Kampf um den Klassenerhalt sogar ein wenig von der Mannschaft nehmen kann", sagt Geschäftsführer Christian Müller.

Weihnachten 2005 war Dynamo mit 13 Punkten Vorletzter, diesmal stehen 16 Punkte und Platz 16 zu Buche. Es bleiben aber auch nur noch 15 statt 18 Spiele Zeit, um das Ruder herumzureißen. Legt der Österreicher noch einmal eine solche Quote hin wie 2006, müsste es 2013 mit dem Klassenerhalt klappen. Denn: Es steigen nur noch zwei (und nicht mehr vier Vereine) direkt ab, Relegationsspiele gab es 2006 nicht. In der vergangenen Saison ging der Karlsruher SC mit 33 Punkten ins Relegationsduell mit Jahn Regensburg, 35 Zähler reichten Erzgebirge Aue für den direkten Klassenerhalt.

Seinen Vertrag bei Red Bull hat Peter Pacult gestern nach einem Gespräch mit Dietrich Mateschitz aufgelöst, neben einer (ordentlichen) Abfindung gab es vom Firmenchef aus Salzburg auch die besten Wünsche für den neuen Job. Auf ein Neues also mit Peter Pacult.Beim zweiten Mal (hoffentlich) mit Happyend!

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.12.2012

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