Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Google+
„Schlag ins Gesicht der Clubs“ - DEB lässt Treffen in Dresden platzen

„Schlag ins Gesicht der Clubs“ - DEB lässt Treffen in Dresden platzen

Der Deutsche Eishockeybund (DEB) hat auf einem Treffen der Gesellschafterversammlung der Eishockeybetriebsgesellschaft (ESBG) für einen Eklat gesorgt. Zu der Tagung in Dresden waren am Donnerstag Vertreter von allen Zweitligisten erschienen, ehe die drei DEB-Vertreter den Termin platzen ließen – fünf Minuten vor Beginn und ohne Begründung.

Voriger Artikel
Stadtfußballverband Dresden sagt alle Spiele für das Wochenende ab - auch Borea spielt nicht
Nächster Artikel
DFB verhandelt am 10. Dezember über die Vorfälle beim Spiel Hannover gegen Dynamo Dresden

Der Deutsche Eishockeybund (DEB) schießt derzeit Eigentore - zumindest aus Sicht der Zweitligisten. In Dresden ließ er ein Treffen platzen.

Quelle: dpa

„Für viele Clubs war das ein Schlag ins Gesicht“, sagt ESBG-Sprecher Oliver Mayer.

Zumal auf der Tagung eigentlich wichtige Entscheidungen gefällt werden sollten. Unter anderen sollte es um einen neuen Gesellschaftervertrag und einen Kooperationsvertrag gehen, die die Clubs vorbereitet hatten und beschließen wollten. Da der DEB auf Anfrage von DNN-Online keine Stellungnahme abgeben wollte, ist offen, ob die Tagung am Missfallen des DEB an den Papieren scheiterte. Denkbar ist es. Er habe von Stellungnahmen gehört, dass sich der Verband dazu noch intern verständigen wolle, berichtet ESBG-Sprecher Mayer. Verständnis hat er dafür aber wenig: „Es gibt keinen triftigen Grund für eine so kurzfristige Absage.“ Die Vorschläge seien dem DEB seit 20 Tagen bekannt, er hätte sich dazu schon längst positionieren können. So sind Clubvertreter aus ganz Deutschland ergebnislos nach Dresden gereist.

Aus diesem Grund bleiben auch andere Themen vorerst liegen. So hatten die Schiedsrichter gefordert, in den Playoffs im Viermann-System zu pfeifen. Außerdem soll sie der Einsatz von Videobeweisen durch Übertorkameras aus der Schusslinie nehmen. Zudem stand das Thema Förderlizenz und Freundschaftsspiele mit Clubs der DEL – und damit eine Annäherung an die höchste deutsche Spielklasse – auf dem Programm. „Wir wollten eigentlich einen großen Schritt machen und zum Ende des Jahres ein positives Signal setzen“, sagt Mayer. Diese Chance, etwas Gutes für das deutsche Eishockey zu tun, habe man nun vertan.

Hintergrund des Eklats sind vermutlich Missstimmungen zwischen DEB und ESBG, die schon länger im Raum stehen. Dabei geht es unter anderen um Stimmrechte, die auch in den neuen Verträgen geregelt werden sollten.

Dennoch lässt die ESBG nicht locker. Man versuche, noch vor Jahresende einen neuen Termin zu finden, teilt Mayer mit. Ob das gelingt, werde kurzfristig bekannt gegeben. „Jetzt vor der Weihnachtszeit ist das natürlich schwierig“, sagt Mayer. Zumal offen ist, ob der DEB dann mitspielen wird. Auch auf die Frage, ob bei einem neuen Treffen DEB-Vertreter erscheinen werden, hieß es auf Anfrage nur: „Keine Stellungnahme“.

Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr