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Schach: USV TU Dresden mischt mit drei Profis aus Ungarn und Polen in der Bundesliga gut mit

Schach: USV TU Dresden mischt mit drei Profis aus Ungarn und Polen in der Bundesliga gut mit

Sie sind wieder ganz oben. Die Schachspieler vom Universitätssportverein der TU Dresden haben den Aufstieg geschafft und spielen in dieser Saison 2011/12 in der 1. Bundesliga.

Dresden .

Und sie haben sich hier inzwischen eine gute Position in der Tabelle erkämpft. Zuletzt maßen sich die Dresdner vor drei Jahren in der höchsten deutschen Klasse mit den Besten im Königsspiel - damals erlitten sie eine herbe Enttäuschung.

"Im Schach gibt es einen großen Leistungsunterschied zwischen der 1. und 2. Bundesliga", erklärt USV-Mannschaftsleiter Volker Seifert. Denn die Bundesliga-Teams sind fast ausschließlich mit internationalen Topspielern bestückt. Das hat die absurde Konsequenz, dass der Kampf um den deutschen Meistertitel kaum von deutschen Spielern ausgetragen wird. Als Dresden in der Bundesliga 2008/09 mit den Amateuren der damaligen Aufstiegsmannschaft antrat, verlor der USV durch die Bank alle Turniere. "Wir hatten null Chance", erinnert sich der 26-jährige Mannschaftsleiter. Für ihn und seine Spielerkollegen war es eine sehr demotivierende Saison.

Das soll nun anders werden. Zur Verstärkung hat sich der Dresdner Schachverein drei Großmeister heran geholt - den ungarischen Weltklassespieler Zoltán Almási sowie Bartosz Socko und Grzegorz Gajewski aus der polnischen Nationalmannschaft. Das zeigte Erfolg: Beim ersten Turnier in Mühlheim konnten die Dresdner den Schachclub Hansa Dortmund besiegen. Am 20. November gewannen die Dresdner zwei Partien gegen den Hamburger SK und liegen jetzt mit Rang elf auf einem Nichtabstiegsplatz. "Wir achten aber weiter darauf, dass unsere Spieler aus der Region kommen", betont der Dresdner. Und die eigenen Spieler sind nicht schlecht: Zu den deutschen Assen in der Mannschaft gehören die Großmeister Jens-Uwe Maiwald aus Dresden, Raj Tischbierek aus Berlin und Uwe Bönsch aus Halle. Nach wie vor starke Leistungen auch in seinem hohem Alter zeigt der 76-jährige Dresdner Wolfgang Ullmann, der in den 60-er und 70-er Jahren zur Weltklasse zählte. Die Jüngste im Team ist die 15-jährige Filiz Osmanodja, die bei den diesjährigen U16-Europameisterschafte den vierten Platz belegte.

Überhaupt hat die Nachwuchsförderung beim Schachclub, der anerkannter Talentestützpunkt des Schachverbandes Sachsen ist, große Bedeutung. Fast die Hälfte der derzeit rund 100 Mitgliedern sind Kinder und Jugendliche. Trainiert wird wöchentlich in einem Bürogebäude der Uni am Zelleschen Weg. Beim Schach lassen sich laut Seifert viele Fähigkeiten, die man bei Spiel erwirbt, gut auf das Leben übertragen. Seien es die hohe Konzentration, mentale Stärke oder das Vermögen, schwere Entscheidungen zu treffen. Dennoch ist die Sportart schwer in der Öffentlichkeit zu vermitteln und Sponsorengelder sind knapp. Die Bundesligamannschaft wird von dem Windanlagen-Hersteller UKA Meißen finanziert, deren Geschäftsführer Gernot Gauglitz ebenfalls im Kader ist. "Ohne diesen Sponsor hätten wir nicht in der ersten Liga spielen können", betont Seifert.

Madeleine Arndt

www1.inf.tu-dresden.de/~ds28/schach/

Nächste Spieltage der Bundesliga: am 10. und 11. Dezember in Katernberg (Essen); live zu verfolgen unter www.schachbundesliga.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.12.2011

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