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Schach-Größen geben sich ein Stelldichein in Dresden

Schach-Größen geben sich ein Stelldichein in Dresden

Einmal mehr profiliert sich Dresden dieser Tage als Deutschlands Schachhauptstadt. Beim Pegasus Chess Summit 2015 gastieren derzeit auf Einladung des Immobilienunternehmens Pegasus und des Vereins ZMDI Schachfestival Dresden elf internationale Schachgroßmeister aus aller Welt in der sächsischen Landeshauptstadt, die 75 Jahre oder älter sind.

Sollten die Altmeister Lust auf ein Schachspiel verspüren, stünden selbstverständlich Schachbretter bereit. Sinn der Zusammenkunft ist aber ein anderer: "Wir wollen den Schachgiganten der 1960er und 70er Jahre hier die Möglichkeit geben, ungezwungen ein paar Tage miteinander zu verbringen und gemeinsam Erinnerungen wiederaufleben zu lassen", erklärt Pegasus-Chef Rainer Maas das Anliegen.

Neben Lokalmatador Wolfgang Uhlmann reisten gestern unter anderem der russischstämmige Schweizer Viktor Kortschnoi, der Argentinier Óscar Panno, der Israeli Yair Kraidman, der Isländer Friðrik Ólafsson und der Russe Mark Taimanow an. Einige der Herren waren bereits bei den drei vorhergehenden Treffen dabei, der Ungar Gyozo Forintos und der serbischstämmige Spanier Miodrag Todorcevic, der im November das Mindestalter von 75 Jahren erreicht, sind dagegen erstmals in Dresden. Gemeinsam bringen sie es auf etliche Teilnahmen an Schacholympiaden, zahllose nationale und internationale Titel sowie - im Vergleich zu Otto Normalschachspieler - astronomisch hohe ELO-Zahlen.

Auffällig ist, dass weibliche Großmeister fehlen. Der Grund: Nach Einführung dieses hohen Titels im Jahr 1950 vergingen 28 Jahre, bis Nona Gaprindaschwili ihn als erste Frau erhielt. Die Georgierin wird kommendes Jahr 75. "Sie wäre die erste Kandidatin, die wir einladen könnten", freut sich Schachfestival-Vereinschef Dirk Jordan. Heute Abend gibt es mit Gästen aus Politik und Wirtschaft ein Galadinner zu Ehren der Großmeister, bevor sie morgen abreisen.

Stefan Schramm

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