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Sami Kaartinen beendet seine aktive Karriere

Eishockey Sami Kaartinen beendet seine aktive Karriere

Seit 2009 stand er im Team der Dresdner Eislöwen, doch nun kann er nicht mehr weiterspielen: Stürmer Sami Kaartinen muss aufhören, weil seine Gesundheit aktives Eishockey nicht mehr zulässt. Dem Finnen wird in der Dresdner Eishalle aber noch eine besondere Ehre zuteil.

Publikumsliebling Sami Kaartinen verabschiedet sich verletzungsbedingt von den Dresdner Eislöwen.

Quelle: Mike Worbs

Dresden. Jetzt ist es traurige Gewissheit: Sami Kaartinen muss seine Eishockey-Karriere beenden. Der 37-jährige Finne, der seit 2009 das Trikot der Dresdner Eislöwen trug und in dieser Zeit zum absoluten Publikumsliebling avancierte, hatte sich nach einer Verletzung im Dezember 2014 mehreren Operationen an der rechten Hand unterziehen müssen. In der abgelaufenen Saison stand er dem Dresdner Zweitligisten dennoch als Co-Trainer zur Verfügung und brachte seine Erfahrungen auf diese Weise ein. Eine Fortsetzung der aktiven Laufbahn ist ihm jedoch nicht mehr möglich. Er setzt nun sein bereits vor dem Wechsel ins schweizerische Olten (2007) begonnene Studium der Sportmedizin an der heimischen „University of Eastern Finland“ fort.

„Ein wenig bin ich erleichtert, dass der Fakt jetzt geschaffen ist. Die letzten Monate waren stets mit einer gewissen Unsicherheit verbunden. Was die Entscheidung wirklich bedeutet, habe ich wahrscheinlich noch gar nicht in vollem Umfang realisiert. Das Ende der aktiven Laufbahn stellt einen bedeutsamen Einschnitt dar. Persönlich sehe ich mich auch in Zukunft weiterhin im Eishockeysport. Ich möchte mich besonders in die Entwicklung von jungen Spielern einbringen, ihnen helfen ihre Stärken besser zu nutzen. Es war immer mein Ziel, nach der aktiven Karriere einen fließenden Übergang in den beruflichen Alltag zu schaffen. Bevor ich komplett in das Trainergeschäft einsteige, möchte ich mir deshalb eine Basis schaffen und mir durch das Studium neues Wissen aneignen. In Kuopio finde ich die idealen Bedingungen vor und kann zudem bei meiner Familie sein“, erklärt der sympathische Stürmer.

Mit 155 Toren, die Sami Kaartinen in 302 Pflichtspielen für die Eislöwen erzielte, ist er der Rekordtorschütze der Blau-Weißen. Die Verantwortlichen wollen das Idol besonders ehren und haben sich entschlossen, die Nummer „10“ künftig nicht mehr zu vergeben. Zudem wird zu Beginn der neuen Saison sein Trikot unter das Hallendach der EnergieVerbund Arena gezogen. Natürlich wird Sami Kaartinen dabei auch noch einmal persönlich dabei sein und sich von den Fans verabschieden. Nach René Kraske ist Kaartinen erst der zweite Spieler in der Dresdner Eishockey-Geschichte, dem diese Ehre zu Teil wird. „Ich habe viele Bilder und Erinnerungen im Kopf, die ich nie vergessen werde. Es sind in Dresden auch zahlreiche Freundschaften entstanden. Für all das, was ich erleben durfte, bin ich unheimlich dankbar“, so der Finne.

Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel würdigt noch einmal den verdienstvollen Spieler: „Sami ist ein besonderer Sportler, ein herausragender Mensch und ein echter Eislöwe. Er kennt den Klub wie kaum ein anderer. Als Rekordtorschütze hat er Geschichte geschrieben und sich einen Platz in der Historie des Dresdner Eishockeys gesichert. Es ist für uns eine Herzensangelegenheit, Sami für seinen Einsatz, sein Engagement sowie seine Treue auf außergewöhnliche Art und Weise zu danken. Sami und seine Familie werden in Dresden immer willkommen sein.“ Auch ESCD-Präsident Peter Micksch betont: „Sami war in den vergangenen sieben Jahren eine feste Größe am Eishockeystandort Dresden. Er hat auch in schweren Zeiten zu den blau-weißen Farben gehalten und ist zu einem Vorbild für unseren Nachwuchs geworden. Im Namen des Eissportclubs Dresden möchte ich Sami herzlich für seinen Einsatz danken.“ Trainer Bill Stewart, der Kaartinen leider nicht mehr als Spieler erleben konnte, sagt: „Ich danke Sami von ganzem Herzen. Er war mit seinem Wissen und seiner Erfahrung für mich eine große Unterstützung, als ich nach Dresden kam.“

Von Astrid Hofmann

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