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Saison-Halbzeit für Dynamo Dresden - Schwarz-Gelb steuert in Richtung Klassenerhalt

Saison-Halbzeit für Dynamo Dresden - Schwarz-Gelb steuert in Richtung Klassenerhalt

Die Zielmarke von 20 Punkten zur „Halbzeit" haben die Profis von Dynamo Dresden zwar knapp verpasst, trotzdem liegt der Zweitligist im Soll. Mit Platz elf und einem fast ausgeglichenen Torekonto hat der Aufsteiger beste Chancen auf eine weitere Saison in der zweithöchsten Spielklasse.

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Das Team von Dynamo Dresden zur Saison 2011/12.

Quelle: Julia Vollmer

Auch Trainer Ralf Loose ist nicht bange. „Man benötigt für den Klassenerhalt in dieser Saison nie im Leben 40 Punkte", stellte der Coach eine gewagte Prognose auf.

Die bisher ordentliche Ausbeute überrascht selbst einige Fans, vor allem da Loose beim Punktspielbeginn Mitte Juli in Cottbus noch längst nicht alle Spieler des heutigen Kaders zusammen hatte. Insgesamt 17 Neuzugänge mussten integriert werden, erst mit dem Ende der Transferfrist am 31. August war der Kader komplett. Hinzu kamen immer wiederkehrende Verletzungen und Krankheiten. So musste der Coach aber bislang immer wieder umbauen, eine Stammformation konnte sich bisher nicht bilden.

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Steffen Menze ist der Sportliche Leiter von Dynamo Dresden.

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Nach vorn wirbeln die Dynamos bislang durchaus erfolgreich. 29 Tore haben die Dresdner bislang erzielt, nur fünf Mannschaften waren besser. So feierte Dynamo in der Liga bereits einige Fußballfeste wie beim 4:0 über Union Berlin oder beim starken 2:1 über den VfL Bochum. Auch das 5:1 gegen Karlsruhe oder das 4:2 beim „Auswärts-Heimspiel" in München gehören zu den starken Auftritten der Dresdner.

Mit 31 Gegentoren stellt Dynamo aber auch die drittschwächste Defensive der zweiten Bundesliga. Vor allem die Niederlagen, die das Team immer wieder in der Schlussviertelstunde kassierte, waren haarsträubend. „Wir müssen endlich mehr Konstanz reinbringen und konzentriert bleiben, bis der Sack zu ist. Wenn wir das nicht endlich ändern, werden wir nicht mehr viele Punkte holen", fürchtet Verteidiger Florian Jungwirth. So kassierten die Dynamos in Düsseldorf den entscheidenden Gegentreffer erst in letzter Sekunde, auch auf St. Pauli oder in Cottbus verspielten die Dresdner eine Führung.

Hinzu kommen schwache Auftritte, wie beim 1:1 gegen das damalige Tabellenschlusslicht Aachen , im Sachsenderby gegen Aue oder erst zuletzt beim 2:2 gegen den FSV Frankfurt. Dynamo spielte oft gut, vergaß aber zu oft, die Punkte zu sichern. Bei anderen Spielen, wie in Fürth oder gegen Eintracht Frankfurt mussten sich die Dynamos allerdings schlicht besseren Gegnern geschlagen geben.

Für Unsicherheit im Verein sorgen zudem die Entgleisungen einiger Fans, die mit dem drohenden Pokalausschluss ihren unrühmlichen Höhepunkt fanden. Blieb vor allem zu Saisonbeginn alles friedlich, gab es bald Post vom DFB. Wegen Böllerwürfen bei mehreren Auswärtsspielen sowie Problemen beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt musste der Club bereits 27.000 Euro Strafe zahlen. Gegen den drohenden Pokalausschluss hat Dynamo Berufung eingelegt.

Während der Verein hinter den Kulissen gegen den Pokalausschluss kämpft, will die Mannschaft noch vor der Winterpause zwei Siege gegen Cottbus und in Rostock einfahren. „Das sind lösbare Aufgaben. Wir sollten an uns glauben und Stärke zeigen", forderte Robert Koch. Der offensive Mittelfeldspieler ist mit sechs Treffern bisher erfolgreichster Torjäger, gegen Cottbus aber wegen der fünften Gelben Karte gesperrt.

Loose hofft ebenfalls auf einen versöhnlichen Abschluss vor Weihnachten und wird über die Feiertage möglicherweise doch noch einmal den Rechner hervorholen. Vor sechs Jahren hatte Dynamo ebenfalls 18 Punkte nach 17 Spieltagen, rettete den Klassenerhalt aber mit 31 Punkten in der Rückrunde. Ein Jahr später gelang dies nicht (16 Punkte zur Halbserie) und der Club musste mit 41 Punkten den Gang in die Drittklassigkeit antreten.

Stephan Lohse / Tina Hofmann, dpa

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