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Sachsens beste DLRG-Rettungsschwimmer kommen aus Meißen und Pirna

Leistungstest vor Beginn der Freibadsaison Sachsens beste DLRG-Rettungsschwimmer kommen aus Meißen und Pirna

Aus Meißen kommt die stärkste Rettungsschwimmer-Abordnung Sachsens. Das Team der Domstadt drückte den Sächsischen Meisterschaften der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Riesa ihren Stempel auf.

Susanne Bagdahn-Wegner und Farshid Mahmoudi wurden DLRG-Sachsenmeister im Rettungsschwimmen in der Einzelwertung.

Quelle: Daniel Förster

Pirna/Meissen. Aus Meißen kommt die stärkste Rettungsschwimmer-Abordnung Sachsens. Das Team der Domstadt drückte den Sächsischen Meisterschaften der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Riesa ihren Stempel auf. Die Domstädter Lebensretter-Elite verteidigte damit ihren Vorjahressieg und wurde damit das zweite Mal in Folge Sachsenmeister. Die Meißner verwiesen die Mannschaften aus Görlitz und Pirna (Bezirk „Obere Elbe“) auf die Plätze.

Für Furore und Erstaunen bei den Einzelwettbewerben sorgte Susanne Bagdahn-Wegner. Die Pirnaerin ist elf Jahre nach ihrem letzten Sieg und acht Jahre nach dem Ende ihrer aktiven Karriere das achte Mal Sachsenmeisterin im Rettungsschwimmen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) geworden. Damit hat die 32-jährige vom Bezirk „Obere Elbe“ nach jahrelanger Pause und ihrem Comeback im März problemlos an ihre alten Erfolge angeknüpft.

Die ehemalige Vize-Junioreneuropameisterin (2000), Deutsche DLRG-Meisterin (2001) und DLRG-Vizemeisterin (2000) hat denkbar knapp ihre ärgste Rivalin und Vorjahressiegerin, die 19-jährige Elsa Gehrisch aus Dresden, hinter sich gelassen. „Das hätte ich nicht erwartet“, freut sich Bagdahn-Wegner auf dem Siegertreppchen. „Elsa ist eine starke Konkurrentin“. Zu Gute kam ihr offenbar, dass Gehrisch beim Start zum 100 m Retten mit Flossen und Gurtretter (Livesaver) disqualifiziert wurde. „Ich habe schon beim Vorpfiff gezuckt“, gesteht Gehrisch, die immerhin in zwei von vier Disziplinen die Nase vorn hatte.

Susanne Bagdahn-Wegner war in Riesa nicht unbedingt mit Siegambitionen an den Start gegangen oder besser geradelt. Vor Wettkampfbeginn war die angehende Erzieherin von zuhause aus mit dem Fahrrad und purer Muskelkraft gute 70 Kilometer ins Hallenschwimmbad der Sportstadt gefahren. Schließlich hatte sie sich „überreden lassen“, nach dem sie sich bei den Meisterschaften qualifiziert hatte, aus „Spaß“ mitzuschwimmen. „Es war einfach einmal gucken, was noch geht, so aus der Kalten und ohne großes Training“, sagt die dreifache Mutter. Und doch jubelte sie über ihren Sieg. Und musste zugeben, der Weg dahin „war anstrengend“. „Freilich an meine alten Wettkampf-Zeiten konnte ich nicht mehr anknüpfen. Das liegen schon Welten dazwischen.“

Auch der Sächsische Punktsieger bei den Herren kommt aus den Reihen des DLRG-Bezirks „Obere Elbe“ Pirna: der Iraner Farshid Mahmoudi. Der 25-jährigeWahl-Dresdner, der in Tonekabon am Kaspischen Meer aufwuchs und dort bis vor zwei Jahren lebte, gehörte bis dahin zum Nationalteam seines Heimatlandes. Er blieb zwar hinter seinen eigenen Erwartungen, schwamm aber in seinen Paradedisziplinen allen davon. Selbst sein Teamkollege und Vorjahressieger Alexander Viél konnte mit dem Neuzugang nicht mithalten. „Das war voraussehbar. Ich hatte keine Chance“, sagt der 20-Jährige gebürtige Saarländer, der an der TU in Dresden Maschinenbau studiert. „Ich habe weitestgehend meine Bestleistungen erreicht“, sagt der Sohn einer Französin. In der Woche vor den Meisterschaften habe er auf das Training verzichtet, weil er gemeinsam mit Studienfreund und Trainingspartner Justus Feron (21) ehrenamtlich an der Ostseeküste im Einsatz war. Deshalb sei er zufrieden. „Wir haben am Timmendorfer Strand Wachdienst gemacht und dort am Strand Badegäste beaufsichtigt.“ Übrigens: Vor allem an der Nord- und Ostseeküste und Binnengewässern und Bädern sorgt die DLRG ja vor allem in den Sommermonaten für ungetrübte Badefreuden.

Beim Leistungstest vor Beginn der Freibadsaison eiferten 205 Rettungsschwimmer aus Dresden, Meißen, Pirna, Heidenau, Weißwasser, Sachsenburg, Görlitz, Zittau und Leipzig in Riesa um Punkte und Sekunden. Auf dem Wettkampfprogramm der Acht- bis 32-Jährigen standen rettungsspezifische Einzel- und Mannschaftsdisziplinen. Gefordert war, dass die Aktiven bei Schwimmsprints unter wassergefüllte Puppen schleppen, das Flossenschwimmen beherrschen und mit Gurtrettern und Hindernissen durchtauchen umgehen können. Alle Sieger haben sich für die Ende Oktober stattfindenden deutschen Titelkämpfe in Würzburg qualifiziert. (df)

Von Daniel Förster

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