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Sachsens Innenminister fordert Stadionverbote - 500 registrierte Fans von Dynamo Dresden

Sachsens Innenminister fordert Stadionverbote - 500 registrierte Fans von Dynamo Dresden

Sachsens Innenminister Markus Ulbig hat angesichts jüngster Ausschreitungen bei DFB-Pokalspielen eine konsequente Umsetzung von Stadionverboten verlangt. Zugleich forderte der CDU-Politiker in einem Interview mit der Sächsischen Zeitung den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf zu überprüfen, ob die Richtlinien für diese Verbote verändert werden müssen.

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Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU).

Quelle: André Kempner

„Stadionverbote hindern Gewalttäter am Besuch des Stadions, zum anderen entfalten sie präventive Wirkung. Deshalb müssen auf Störungen noch unmittelbarer Stadionverbote folgen. Das betrifft Ausschreitungen in den Stadien als auch auf An- und Abreisewegen“, sagte der Innenminister.

Insbesondere mit Blick auf 500 polizeilich registrierte gewaltbereite Fans aus dem Umfeld des Zweitligisten SG Dynamo Dresden erwartet Ulbig von den Fußball-Clubs die konsequente Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen. „Sie verkörpern das vorhandene Gewaltpotenzial im Umfeld der SG Dynamo Dresden. Stadionverbote, die durch die Vereine auszusprechen sind, müssen sich gegen alle Personen richten, die Fußballspiele als Bühne für Gewalt nutzen“, erklärte der Minister. In diesem Zusammenhang nahm er auch den DFB in die Pflicht: „Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse sollte geprüft werden, ob die gegenwärtigen Richtlinien des DFB ausreichend sind.“

Um die Gewalt im Umfeld des Fußballs in den Griff zu bekommen, schlug Ulbig vor, dass Ordnungsdienste früher einschreiten und Gäste-Fans mit Shuttlebussen befördert werden. Zudem plädierte er dafür, einen Sicherheitszuschlag bei Risikospielen auf die Tickets zu erheben. „Die Einnahmen stehen dem Verein zur Verfügung, um weiter in Sicherheitsmaßnahmen investieren zu können“, sagte der Innenminister. Bei Risikospielen befürwortet er personalisierte Eintrittskarten.

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Dynamo-Fans hat im Pokalspiel bei Borussia Dortmund mehrere Spielunterbrechungen verursacht.

Quelle: dpa

Rund um die DFB-Pokalspiele Borussia Dortmund gegen Dynamo Dresden und Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Kaiserslautern hatte es Krawalle, Verletzte, Festnahmen und hohe Sachschäden gegeben. Durch das Abbrennen von Pyrotechnik sowie das Zünden von Böllern hatten Dresdner Fans Spielunterbrechungen provoziert. Ulbig lehnte die Zulassung von Feuerwerkskörpern in Stadien ab. „Die Polizei hat sich immer klar gegen Pyrotechnik ausgesprochen und gegen die Kampagne zur Legalisierung“, sagte der Politiker.

Aus Sorge um den Ruf Sachsens durch Krawalle hat Ulbig zu einem Krisengipfel mit der Clubführung von Dynamo Dresden geladen. „Die Ereignisse in Dortmund sind nicht hinnehmbar. Wir werden gemeinsam darauf reagieren und Lösungsmöglichkeiten beraten“, stellte er klar.

dpa

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