Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Rudern: WM-Silber für die Dresdner Olympiasieger

Rudern: WM-Silber für die Dresdner Olympiasieger

Die Dresdner Olympiasieger Tim Grohmann (DRC) und Karl Schulze (USV TU) sowie ihre Bootsgefährten Lauritz Schoof (Rendsburg) und Paul Heinrich (Rostock) haben bei der Ruder-WM in Südkorea Silber gewonnen.

Voriger Artikel
Dresdner Eislöwen feiern Sieg in Regensburg
Nächster Artikel
Dresdner Kanute Tom Liebscher paddelt zur Goldmedaille

Starke Männer feiern Silber: Karl Schulze, Paul Heinrich, Lauritz Schoof und Tim Grohmann (von links) mussten sich diesmal im deutschen Doppelvierer dem Dauerrivalen aus Kroatien geschlagen geben.

Quelle: Jeon Heon-Kyun, dpa

Chungju/Dresden. Anders als vor einem Jahr bei den Olympischen Spielen in London musste sich der auf einer Position veränderte Doppelvierer diesmal Kroatien geschlagen geben. Der starke Schlussspurt stellte aber immerhin Rang zwei hinter den aufkommenden Briten sicher. "Wir haben am Start ein bisschen was verschenkt. Dennoch war es unser bestes Saisonrennen", befand Schlagmann Tim Grohmann. Bugmann Karl Schulze beschrieb das Finale so: "Es war der erwartete Fight mit Kroatien und Großbritannien. Kroatien hatte die bessere Tagesform, sie waren nach 500 m schon eine halbe Bootslänge weggefahren. 500 m vor dem Ziel lagen wir kurz hinter Großbritannien, konnten aber durch unseren Endspurt wieder den zweiten Platz erkämpfen. Für das wenige Training ist das Ergebnis in Ordnung." Insgesamt war die Niederlage gegen die Kroaten den Athleten trotzdem anzusehen. Tim Grohmann sieht die Niederlage jedoch als neue Motivationsspritze: "Mir gibt dieses Rennen Ansporn für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro."

Beim Schlussakkord der Ruder-WM mangelte es selbst den Kraftpaketen aus dem Deutschland-Achter an Stehvermögen. Als die Nationalhymne für die siegreichen Briten erklang, ging Felix Drahotta ausgepowert in die Knie. Schlagmann Kristof Wilke überstand das Ende der langen Zeremonie wenig später nur sitzend. Der vergebliche Parforceritt im Final-Krimi bereitete jedoch nicht nur körperliche Pein. Nach dem Ende der langen Siegesserie machte Wilke aus seinem Frust keinen Hehl: "Niemals zuvor bin ich einen solchen Endspurt gefahren. Aber die Briten haben uns den Schneid abgekauft." Erstmals seit Olympia 2008 in Peking musste sich die Crew von Erfolgstrainer Ralf Holtmeyer bei einem internationalen Titelkampf mit Silber begnügen - trotz eines erneut sehenswerten Auftritts. Mit Erfolg kopierten die Briten die über Jahre bewährte Rennstrategie der Deutschen und fuhren auf den ersten 1500 Metern einen Vorsprung heraus. "Unser Schlussspurt war super, aber nach 500 Metern haben wir ein bisschen geschwächelt", befand Holtmeyer. Auch das Finish der Titelverteidiger konnte den ersten WM-Triumph eines britischen Achters nicht verhindern.

Mit insgesamt einmal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze in den olympischen Klassen blieb die deutsche Flotte im Soll. Fünfmal Edelmetall ging ansonsten nur an die Briten und die Neuseeländer. Nicht zuletzt deshalb zog DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock ein positives Fazit: "Ich bin zufrieden. In einigen Bootsklassen gibt es einen Aufwärtstrend, in anderen jedoch noch viel Arbeit."

Für einen der Lichtblicke der Regatta-Woche sorgte Marcel Hacker. Der 36 Jahre alte Routinier gewann Bronze und damit sein erstes Einer-Edelmetall seit sieben Jahren. Nach einem beherzten Rennen kam der Magdeburger hinter dem Tschechen Ondrej Synek und dem Kubaner Angel Fournier Rodriguez ins Ziel. Noch bei der 1500-Meter-Marke lag Hacker auf dem zweiten Platz, konnte den Schlussspurt des Kubaners aber nicht kontern. "Ich bin Oberkante-Unterlippe gefahren. Auf den letzten 200 Metern wusste ich nicht mehr, wo oben und unten ist", kommentierte Hacker.

Die Angst der DRV-Führung vor einer WM ohne Gold hatte der Frauen-Doppelvierer bereits am Vortag vertrieben. Nur wenige Minuten nach dem Erfolg über Kanada wurde aus dem Siegersteg eine Tanzfläche. Als der "Gangnam-Style" des südkoreanischen Rappers Psy erklang, bot das mit Gold dekorierte Team um Schlagfrau Britta Oppelt eine kleine Tanzeinlage. Zur Freude von Cheftrainer Schwarzrock hielt auch der leichte Frauen-Doppelzweier dem Druck stand. Das Duo Lena Müller aus Ulm und Anja Noske aus Saarbrücken belegte hinter den Favoritinnen aus Italien und den USA Rang drei.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.09.2013

dpa / ah

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr